Lieblingsspiele

Der Krümel liebt seine Spielzeugkiste in der Küche! Doch, wirklich sehr! Er kippt sie dann immer komplett aus, legt sich rein und „schwimmt“ eine Runde, so dass das ganze Spielzeug überall verteilt ist. Nach einiger Zeit verliert er die Lust daran und sucht sich etwas anderes zum Spielen. Weil seine Schwimmaktion aber jedes Mal im Laufweg stattfindet räume ich diese Kiste im Laufe des Tages gefühlte 1000x wieder ein.

Wenn er registriert, dass ich seine Spielzeugkiste aufräumen werde schleicht er sich leise weg um mit den RICHTIG spannenden Dingen zu spielen. Messer und Gabeln aus der Besteckschublade, beispielsweise. Ich habe eine Schublade, die für „Partybesteck“ reserviert ist, Besteck, das wir halt zusätzlich auspacken können wenn wir wieder Besuch haben. Irgendwie fand er aber, dass meine Ordnung darin nicht optimal ist und seit dem sortiert er um. Auf den Boden, ind die Elektrogeräteschublade darunter, unter den Schrank oder auch einfach nur kreuz und quer in der Schublade. Die Kindersicherungen sind allerdings schon von der Tochter abgeknibbelt worden…

Wenn ich mich dann daran mache, die Schublade wieder einzuräumen geht der kleine Kerl heimlich und leise aus der Küche heraus, an den Spieleschrank der Kinder, hier mit Vorliebe an den Puzzleschrank. Puzzle sind eine spannende Sache, denn wenn man die Packungen öffnet fallen mit tollem Gerassel lauter kleine Teilchen heraus! Und wenn man dann noch eine öffnet, und noch eine, und noch eine… und dann mit den Armen und Beinen durchschwimmt… *seufz*

Ebenfalls beliebt, aber bereits mehrfach erwähnt: Der Tupperschrank. Der HAT eigentlich eine Sicherung, die ich aber ständig vergesse, oder andere waren am Schrank und haben nicht wieder zu gemacht.

Sockenschubladen, Unterhosenschubladen, Strumpfhosenschubladen.

Sabbertücherschubladen, Lätzchenschubladen.

Mein Topfregal.

Taschentücherschublade, Serviettenschubladen.

Bücherregale!!!!!!!

Der Kaminholzstapel.

Es ist nicht so, dass ich ihm nicht sage, dass er das jetzt nicht machen sollte- er sitzt tatsächlich total oft vor etwas, was er nicht darf und sagt sich leise: „Nein, nein, nein, DuDuDu!!“ während er das Verbotene tut. Ein kleiner Entdecker. Waren die anderen Kinder auch so neugierig? Der große Sohn bestimmt, die Tochter nicht ganz so. Bin wohl noch von ihr verwöhnt.

Momentan habe ich das Gefühl, Sysiphos zu sein, denn egal was ich aufgeräumt habe- der Krümel wird IN DEM MOMENT etwas anderes auseinander räumen, zerpflücken, herumschmeissen. Ist ein klitzekleinesbissi anstrengend…

Aber sooooo hinreißend, wenn er mit strahlendem Lächeln in der Verwüstung dasitzt und einfach froh ist, wieder etwas erforschen zu können.

Und: Die Schubladen in der Küche haben jetzt eine Spezialsicherung: einen langen Holzkochlöffel, durch alle Schubladengriffe gesteckt. Und Minisohn schimpft wie ein Rohrspatz, wenn er das bemerkt 🙂

Und: Ich habe den festen Vorsatz, jetzt das Kindergatter, das den Essbereich von der Küche trennt, immer zu zu haben… Mal sehen ob DAS klappt. Denn dann wäre die Holzlöffelsicherung hinfällig!

Dieser Beitrag wurde unter ätsch, Hmpf, Krümelchen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Antworten zu Lieblingsspiele

  1. NähMa! sagt:

    Hihi!
    Also, dein Krümel ist schon ziemlich knusper…
    Ich sagte es schonmal, ich glaube da kommt noch Großes auf euch zu. :o)

    Aber, falls du mal eine richtig gute Lösung brauchst, mein Gemahl verfügt über eine Werkstatt für Metall…der kann Geländer, Treppen, Fenster, aber auch…..Gitter, Türchchen, Schlösser….Laufstall mit Deckel..flööööt…*gg*
    LG
    Die NähMa!

  2. Blogolade sagt:

    Irgendwie kommt mir das doch seeeehr bekannt vor 😀
    Mit dem Unterschied dass die Tupperschublade bei uns erlaubt ist. So hält sich die Zerstörung in Grenzen und er ist beschäftigt. Mittlerweile weiß er das aber und es ist nicht so spannend. Besteck ist (noch) nicht wirklich erreichbar, dafür aber der Schrank mit Konserven und Nudeln und so. Und der Kühlschrank. Der fiept zum Glück wenn er eine Minuten offen ist. Trotzdem ärgerlich. Beliebt ist auch die Waschmaschine. Was ich da schon so alles unwissentlich mitgewaschen habe 😆

    • Maufeline sagt:

      Bei meinem Großen war der Tupperschrank auch noch freigegeben, aber wir haben so viele kleine und große Döschen, dass hinterher einfach nix mehr in den Schrank passt…. außerdem ist unsere Küche so schmal, dass alles automatisch im Laufweg liegt. Zwischen Herd und Kühlschrank, vor der Spüle.
      Deswegen: Nein, nein, nein 🙂

  3. Stephanie sagt:

    Ohja, an diese Phase kann ich mich auch noch erinnern. Und auch bei mir waren die Jungs forscher als das Mädel. 😉

    Ich habe jetzt schon öfter in deinen Blog geluschert und bin ganz fasziniert von deiner Schreibweise und wieviel Humor du doch manch stressiger Situation abringen kannst…

    Liebe Grüße
    Steph

    • Maufeline sagt:

      Oh, freut mich, dass es Dir gefällt =)
      Ich finde, wenn man sich das selber etwas schönschreibt ist es auch alles gar nicht mehr so „dramatisch“. Klar ist es öfter mal stressig, aber es macht ja auch Spass, und das sollte man nicht vergessen 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert