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Natürliche Haarfarbe

Ich habe wieder einmal versucht meinen Haaren einen anderen Farbton zu verpassen, dieses Mal ein dunkleres kupferrot.
Dürfte ja nicht allzu schwer sein, weil meine Ausgangsfarbe ja bereits rot ist.

Dachte ich.

Gestern abend wusch ich meine Haare mit einem Tönungsshampoo, das nach 3 Haarwäschen wieder ausgespült sein soll. Prima, dachte ich, dann muss das nicht rauswachsen. Als meine Haare trocken waren und ich mich im Badezimmer umsah stellte ich fest: Bademantel rot angematscht, Handtuch rot angematscht, Duschvorhang ganz bisschen rot angematscht. Hmpf, aber immerhin scheint es ja zu tun was es soll- Färben.

Tja, nur auf meinen Haaren nicht.

Gut, wenn man wollte, dann konnte man ganz genau gucken und erkennen, dass die hellen Strähnen auf dem Kopf jetzt leicht dunkler sind, aber ansonsten – nix. Niemandem ist aufgefallen dass ich die Haare „anders“ hatte, außer dem Superpapa, der erstaunt meinte: „Hast Du Dir nicht gestern abend die Haare bunt gemacht? Ist das wieder weg?“

Hmpf.

Heute dann der zweiter Versuch, mit anderem Farbzeugs. Ich habe das gesamte Regal im Drogeriemarkt durchforstet- kupferrot gibt es wirklich nicht oft. Gab es auch nur als permanente Coloration oder Tönung, sprich wenn ich es anwende, dann habe ich wieder ein halbes Jahr was davon, weil es quasi gar nicht rausgeht. Kenne ich schon, meine Haare sind dankbare Farbaufnehmer. Also normalerweise.

Dann sprang mir eine „natürliche Intensivtönung“ quasi entgegen, mit exakt der Farbe die ich gerne hätte. „Natürlich“, weil sie, wenn ich es richtig verstanden habe, unter anderem Henna enthält. Kann ja nicht verkehrt sein, eine Freundin hat jahrelang ihre Haare mit Henna gefärbt und das war eine tolle Farbe.

Ich kaufte also zwei Packungen- die Menge in der Packung reichte nämlich grade für schulterlanges Haar- und mixte es heute Abend an.

Dass Hennapulver nicht rot ist sondern grün wusste ich zum Glück, sonst hätte ich mich wohl etwas erschrocken beim Öffnen der Tüte. Angerührt sah das Ganze dann aus wie gequirlter Kuhfladen. Hübsch. Und: es war echt viel! So viel würde ich doch NIIIE brauchen, dachte ich.

Ich fing also an den Schlamm auf meinen Haaren zu verteilen. Gar nicht so einfach, wenn es nur auf den Haaren landen soll. Ich verteilte irgendwie 1 Kilo Matsche auf meinem Kopf (Und das ist keine Übertreibung, es war tatsächlich ein Kilo Pampe!!), knetete ein wenig die Haare in Form und sackte ob des Gewichts in mich zusammen und fragte mich ob das auch wirklich was wird…

Dann sah ich mich im Badezimmer um und stellte fest: Alles voller Schlammspritzer. Die Kuhfladenpampe war an den Wänden, auf dem Boden, an der Duschwand und am Klo. Woraufhin mir ein Reim nicht mehr aus dem Kopf ging: „Die Kuh hat auf den Schwanz geschissen und dann in die Luft geschmissen.“ Hübsch.

Nach dem Säubern des Badezimmers und 1,5 Stunden Wartens konnte ich dann endlich das ganze Zeug aus den Haaren waschen. Es hat wirklich lange gedauert bis alles ausgespült war. Danach durfte ich dann die Dusche duschen, denn da war jetzt alles schlammbraun, nur sah es jetzt so aus als hätte die Kuh Durchfall gehabt. Hübsch.

Und dann- abtrocknen, fönen. Und dann zum Superpapa, der mich ansah und meinte: „Hast Du Dir nicht grade die Haare bunt gemacht? Ist das wieder weg?“

Wäääh.

Ja, diesmal ist es tatsächlich erkennbar roter/röter/dunkler/dünkler. Aber so richtig Kupferrot ist auch anders… immerhin sieht es irgendwie natürlich aus…. aber das tat meine Ausgangsfarbe auch, denn das war sie ja nun mal…

Tja. Jetzt werde ich aber nix mehr daran machen. Was für eine Geld- und Zeitverschwendung. Und Enttäuschung, denn ich hätte ja schon gerne leuchtend kupferfarbenes Haar gehabt…

Ich gehe jetzt noch mal in den Spiegel gucken und mich ein bisschen ärgern… oder über die Stellen freuen, an denen es geklappt hat (Die Haare untendrunter), mal sehen. Freuen ist ja eigentlich besser 😉

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Wenn einer eine Reise tut…

…dann kann er was erzählen.

Als ich am Samstag zu Nele gefahren bin (Hier übrigens ihre Sicht der Dinge, besser hätte ich es nicht formulieren können!) , bin ich mit dem Zug gefahren. Das habe ich schon wirklich lange nicht mehr gemacht, aber ich dachte mir, dass ich, wenn ich schon ein freies Wochenende habe, auch die Fahrt schon mal zur Entspannung nutzen kann, und vielleicht etwas lesen oder dösen… Beim Kaufen der Karten einige Tage zuvor überlegte ich, ob ich reservieren soll oder nicht… naja, eigentlich ist es ja nicht nötig… aber… ach, gönnen wir uns den Luxus einfach mal.

Und dann stellte ich im Zug fest: Es ist ja der erste Ferientag! Viele Leute wollen Zug fahren! GUT, dass ich reserviert hatte!

Schnell war ich an meinem Platz, verstaute meinen Rucksack im Gepäcknetz und setzte mich hin. Puh, geschafft. Die anderen 100000 Leute, die ebenfalls mitfahren wollten, saßen allerdings noch nicht, sondern versuchten, mit ihren Monsterkoffern durch den schmalen Gang zu gelangen. Von beiden Seiten, das heisst es kam wirklich NIEMAND mehr durch. Und niemand kam auch nur ansatzweise auf die Idee, den anderen vielleicht erst mal durch zu lassen, damit man selber durchkommt, nur eben ein oder zwei Minuten später als der andere..

Am lautesten und am unnachgiebigsten waren zwei ältere Damen, sehr gepflegt, in schicken Kostümchen. Während die eine eine lamentierte, dass sie ja WIRKLICH gerne allen Platz machen würde, aber diese PERSON da vor ihr würde sie ja NICHT durchlassen, keifte die andere zurück: „Sie haben ja keine Ahnung was ich hier schon durchgemacht habe, und das geht sie auch einen SCHEISSDRECK an!“

Die Sitzplatzsuche gestaltete sich übrigens auch deswegen schwierig, weil es gar nicht alle reservierten Platznummern gab- viele existierten in dem Zug gar nicht. Irgendwie kamen dann aber alle durch, und nach 20 Minuten hatte jeder einen Sitzplatz.

Die erste der beiden lauten Damen musste allerdings erst noch etwas warten, bis nach der ersten Haltestelle Plätze frei wurden. Denn, so konnte man sie rufen hören, sie würde NIE reservieren, denn man würde schließlich IMMER Plätze finden, wenigstens nach kurzer Zeit. Dann war es eine Weile ruhig im Zug.

Bis an einem Bahnhof einige Zeit später ein Paar einstieg, das reserviert hatte. Und zwar genau die Sitze, die die Dame mit ihrer Enkelin besetzt hatte. Zuerst hörten wir nur leise Diskussionen bei denen nichts zu verstehen war, aber schon kurze Zeit später hörte man die Dame in jammerndem Tofall rufen: „Aber wo sollen wir denn dann sitzen?“ Die Antwort bestand nur aus einem genervten „Ist mir doch scheissegal!“

Die weitere Fahrt verlief dann auch tatsächlich ruhig. Lesen konnte ich zwar nicht, weil die Sonne ungünstig stand, aber ab und zu habe ich mich mit meinen Reisegenossinnen unterhalten, was auch okay war.

Zwischendrin kamen dann die Durchsagen des Schaffners, die ziemlich schwer zu verstehen waren, denn er hat sehr gelallt… ob er sich wohl aufgrund des zu erwartenden Andranges ein bisschen Mut angetrunken hat? Man weiß es nicht…

Dann, die beste Durchsage des Tages: „Meine Damen und Herren, wir erreichen in wenigen Minuten den Mond von Wanne-Eickel!“

Stille.

Dann fragte jemand: „Hat der jetzt tatsächlich ‚der Mond von Wanne-Eickel‘ gesagt??“ Bestätigendes Murmeln, wundern. Wir überlegten noch, was es stattdessen hätte heissen können, waren uns aber Sicher- er hat Mond gesagt! Beim Einfahren in den Bahnhof schauten wir uns extra genau um… aber es gab keinen Namenszusatz zur Stadt oder sonst etwas, was den „Mond“ rechtfertigen könnte…

Kein Mond. Echt nicht. Nur Bahnhof, ganz normal, nicht sonderlich schön. Immerhin, haben wir rumgesponnen, wenn das hier jetzt der Mond von Wanne -Eickel ist, sind wir wenigstens mit einem Raumschiff da hin geflogen. Sonst wären wir ja schließlich nicht da… Oder, meinte eine andere Mitfahrerin, vielleicht wollte er uns nur auf das Werwolfproblem von Wanne-Eickel aufmerksam machen, aber traute sich nicht, das öffentlich zu sagen?

Das Mysterium von Wanne-Eickel jedenfalls haben wir nie klären können, die Zugfahrt, die jedes Unterhaltungsprogramm toppen konnte, haben wir aber sehr genossen 🙂

Und nach ganz ganz kurzer Zeit war ich auch schon in Münster angekommen… Und da war es auch toll 🙂

 

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Klingelingeling

Warum um Himmels Willen rufen heute Morgen beinahe ununterbrochen Leute an? Wissen die etwa, dass ich den ersten Morgen seit Jahren komplett und regulär kinderfrei habe? „Die hat ja eh nix zu tun, was soll sie schon mit ihrer ganzen Freizeit anfangen?“ oder wie?

Nein, natürlich, nicht, es waren eigentlich alles wichtige Anrufe. Aber halt alle heute, teilweise gleichzeitig…

Auf jeden Fall: Ferien vorbei! Der erste Tag seit 8 Jahren, an dem ich alle Kinder morgens in ihren Einrichtungen abliefere und den Vormittag frei habe.

Frei ist allerdings relativ- den ganzen Morgen wirbele ich durch die Bude, wische, staubsauge, räume auf, mache die Wäsche- und telefoniere, natürlich. Zeit für einen Kaffee gab es, allerdings schon ganz früh. Jetzt wo die Schule wieder anfängt frühstücken wir mit Superpapa zusammen, der sonst immer schon bei der Arbeit war. Noch etwas ungewohnt, aber ich hoffe ja, dass das ab jetzt regelmäßiger sein wird. Dass der große Sohn nicht 3x die Woche erst ab 8.45 Uhr Schule hat. Das ist nämlich eine doofe Zeit, dann ist der halbe Morgen schon wieder um und man hat noch nicht mal eingekauft.

Ich bin sehr gespannt was der Große über seinen ersten Schultag zu berichten hat. 3. Schuljahr bedeutet bei uns: Neue Lehrerin und die Häfte der Klasse ist neu. Bei uns werden nämlich 1. und 2. Klasse zusammen unterrichtet, ab der 3. sind sie allerdings „unter sich“. Und weil es mehrere 3. Klassen sein werden, die nur eine halbe Klassenstärke groß sind, wird zusammengelegt. Aber das wird schon, und einige der Kinder kennt er ja auch.

Der Krümel ist im Kindergarten jetzt jedenfalls so richtig angekommen. Er liebt es da zu spielen, isst, lacht, trinkt, und geht manchmal rechtzeitig aufs Klo 😉 Bzw jetzt aufs Töpfchen, mit dem Klo dort hatte er manchmal seine Probleme, aber immerhin. Ansonsten: Alles toll!  Bei seinem Freund M stößt er auf absolute Gegenliebe, die Erzieherinnen sind lieb, er mag sie und sie ihn. Kindergarten war für ihn jetzt einfach absolut notwendig…

Das macht mir das zu Hause sein, so ganz alleine, sehr einfach!

Ich geh dann mal weiter Kaffee trinken lesen schlafen weiter wuseln 😉 (oder telefonieren, mal sehen )

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Letzte Nacht

…weinte der Krümel im Kinderzimmer. Ich wartete eine Weile, denn er träumt sehr oft sehr wild, er „zankt“ sich im Traum oft mit- jemandem. Vermutlich seinen Geschwistern, nehme ich mal an. Dann ruft er: „Nein, das ist MEINS!“ oder „Lass das!!“. Wenn man dann Pech hat und neben ihm liegt während er träumt, dann wird man eben mal vermöbelt und getreten- was nimmt man ihm auch seine Traumsache ab! Manchmal erzählt er auch einfach nur so etwas, alles im Traum- Aber letzte Nacht war es dann kein Traum. Er war wohl wach geworden und wollte gerne runter kommen. Also bin ich hoch gegangen und habe ihn zu mir ins Bett geholt. Ich legte ihn schon mal hin und ging noch eben etwas trinken und dann Zähne putzen.

Plötzlich hörte ich ein „tapptapptapp“ ins Wohnzimmer- da ging doch jemand? Um die Ecke geguckt- tatsächlich, die Tochter! Und sie war bereits dabei sich auszuziehen. „Hallo, Tochter!“ rief ich ihr zu, „Musst Du mal zur Toilette?“ „Ja!“ sagte sie strahlend, zog sich weiter aus und ging in Richtung ins Wohnzimmer. Ich schnappte mir die Süße und brachte sie mal an den richtigen Ort, und dann wieder ins Bett, keine Frage, denn Madame schlafwandelt fast jede Nacht…

Als sie wieder sicher im Bett lag konnte ich auch beruhigt in mein eigenes Bett gehen…. nur um keine zehn Minuten später von einer Stimme gerufen zu werden: „Mama? Wo bist Du?“ Der große Sohn. Ich fragte ihn was los ist, und er sagte nur, dass er mich suche. Aber warum wollte er mir nicht sagen. „Musst Du mal zur Toilette?“ fragte ich ihn. Nein, musste er nicht. „Dann geh doch wieder ins Bett, es ist spät!“ schlug ich ihm vor. Verwirrt sah er mich an und sagte etwas, das wie „Hmbrmmmrrm“ klang. „Bist Du überbaupt wach, Sohn“? fragte ich ihn. „Hmbrmmmrrm“ antwortete der große Sohn. Nein, definitiv nicht wach. „Komm, ich bring dich wieder hoch!“ sagte ich ihm- da lief er schon selber in sein Zimmer und ins Bett. Sicherheitshalber ging ich hinterher und deckte ihn noch zu- er war sofort wieder komplett weggeratzt.

Hier ist Nachts echt was los, und ich bin wirklich gespannt ob der Krümel, sobald er nicht mehr in seinem Gefängnis Gitterbett schläft ebenfalls wandern wird….

Die Haustür schließen wir jedenfalls Nachts immer ab…

(Ich bin als Kind einmal auf der Toilette aufgewacht, wo ich  (ICH!!!) im Schlaf grade ein Vaterunser gesprochen habe .  Ich habe schon eine Ahnung wo meine Kinder die Tendenzen her haben 😉 )

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Kindergartenkrümel

Gestern war Krümels erster Kindergartentag, und er war ganz aufgeregt.

Vor den Ferien war er ja eine Woche lang jeden Nachmittag da, und er stellte da fest dass er seine Erzieherinnen mag, dass es nette Kinder gibt, dass viele tolle Spielsachen gibt. Kurzum- ein guter Ort! Er freute sich schon als wir am Sonntag zusammen seine Sachen packten, und gestern sprang er regelrecht aus dem Bett vor lauter Vorfreude.

Krümel Kindergarten 01

Im Kindergarten suchte er sich seinen Haken aus, hing seine Jacke auf, zog sich seine neuen Kindergartenhausschuhe an („Das sind Steppschuhe! Mit denen kann ich ganz toll steppen, guck!“ Sagts und stepptanzt mir etwas vor :D) und ging freudestrahlend hinein. Weil es grade Frühstück geben sollte nahm er seinen Rucksack mit. L, der Zwillingsbruder vom Freund der Tochter, nahm ihn zu sich an den Tisch, gemeinsam packten sie ihre Dosen aus.

Ich ging zum Krümel, gab ihm einen Kuss und sagte ihm, dass der Große und ich jetzt fahren würden. Entsetzt guckte er mich an- obwohl er eigentlich weiß dass es ein Kindergarten ist und kein Mamagarten- und packte sein Frühstück wieder ein. „Ich komme auch mit nach Hause!“ sagte er.

Aber ich habe ja schon zwei mal Kinder in den Kindergarten gebracht, ich bin nicht so einfach rum zu kriegen… und obwohl der Krümel mittlerweile so richtig weinte gingen der Große und ich. Weil ich weiß dass sich da so richtig gut um ihn gekümmert wird. Die Kinder weinen ein Weilchen und fangen dann irgendwann an zu Spielen- und grade beim Krümel, der sehr aufgeschlossen ist, hatte ich keinerlei Bedenken. Als wir gingen war schon eine Erzieherin bei ihm und nahm ihn auf den Arm, sprach mit ihm- das wird schon, dachte ich, außerdem hatte ich denen meine Handynummer gegeben, für den Notfall, falls ich ihn abholen soll.

Der Notfall, sozusagen, war dann eine Stunde bevor ich ihn abholen wollte. Die Erzieherin rief an um mir zu sagen, dass der Krümel sich NICHT hat beruhigen lassen. Er hat immer wieder etwas geweint, jeglichen Trost und Hilfe abgeleht, genau so wie jegliche Nahrungs- und Wasseraufnahme. Er stand einfach mit seinem Rucksäckchenvin der Hand im Raum und war nicht dazu zu bringen irgendwo wirklich mit zu machen.

Einmal ist er weggelaufen- die Gruppe wollte raus gehen, jeder hat Schuhe angezogen- da hat er seinen Rucksack geschnappt und ist losgelaufen. Allerdings nur in Richtung gelbe Gruppe, wo die Tochter war. Die Erzieherin ist hinterher gelaufen und hat ihn eingefangen, zusammen sind sie aber dann noch in die gelbe Gruppe gegangen um der Tochter hallo zu sagen. Aber auch danach sagte Krümel der Erzieherin immer wieder, dass er aber wieder weglaufen würde, er wolle keinesfalls bleiben.

Die Erzieherin meinte aber auch, dass er immer mal wieder kleine Momente hatte in denen er mitsprechen wollte, ein bisschen heimlich mitgelacht hat, und einfach alles, was um ihn herum passiert ist, aufgenommen hat.

Alles in allem war es aber ein wirklich schwerer erster Kindergartentag für ihn, und es tat mir so leid als ich ihn gesehen habe, wie er da stand- fertig angezogen zum weglaufen, mit dem Rucksäckchen in der Hand und rotgeränderten Augen. Aber als ich da war war er wie ausgewechselt- er sprach mit mir, rannte herum, freute sich.

Im Auto hat er sofort mein Brötchen, das ich mir fürs Mittagessen gekauft hatte, komplett aufgegessen, und er sagte, dass er so einen Durst hatte- kein Wunder, er hatte ja weder gegessen noch getrunken.

Zu Hause stellte ich aber dann erst mal fest, dass er ziemlich warm war… zuerst dachte ich dass das ja kein Wunder ist nach all dem Schreien. Aber als er eine Stunde später immer noch warm war hab ich mal Fieber gemessen, und Bingo…

Abends war das Fieber wieder komplett weg, und er war wieder relativ entspannt- wenn auch wirklich sehr müde. Er erzählte mir, dass er morgen im Kindergarten gerne Mittag essen würde, und Frühstücken wäre auch sehr super. Ich war zwar eher skeptisch, denn wollte ihn nur kurz hinbringen, um ihm den großen Herzschmerz zu verkürzen und ihn langsam dran zu gewöhnen. Hat echt keiner mit gerechnet, dass ihm das so schwer fällt (aber kein Wunder, mit Fieber…)

Heute Morgen: Fröhliches, fieberfreies Kind. Schon mal gut. Um ihm den Einstieg noch zu vereinfachen sollte heute die Tochter erst einmal ein Weilchen mit in seiner Gruppe bleiben.

Und so gingen wir wieder fröhlich in den Kindergarten, er setzte sich auf die Bank, zog sich Sandalen aus und Hausschuhe an, hängte seine Jacke an den Haken, den Rucksack an den Taschenwagen- alles so als wäre er ein alter Hase der das täglich macht. Er ging in die Gruppe, sagte Hallo zu den Kindern, streichelte ein anderes neues Mädchen, das ganz herzzerreißend weinte, um sie zu trösten, und ging mit der Tochter in die Duploecke. Sofort spielte er, plapperte mit der Erzieherin, die mit in der Ecke saß, baute. Ich wartete eine Minute, dann sagte ich ihm vorsichtig, dass ich nun gehen würde, aber seine Schwester noch eine halbe Stunde da bleiben darf. Er schaute mich kaum an, war komplett in sein Spiel mit dem Müllauto vertieft, und sagte ganz knapp: „Ja, tschüss, Mama!“

Als ich nach kurzer Zeit noch einmal rein kam- ich hatte doch vergessen abzusprechen wann ich ihn nun holen komme!- spielte er immer noch dort. Ich fragte ihn ob er wirklich gerne schon Mittag essen würde oder ich ihn nicht doch lieber vorher abholen sollte? Seine Antwort: „Maaaamaaa, ich bleibe hier, und esse Mittag, geh jetzt, bis bald!“

Okay, das klang doch mal sehr gut. Mit der Erzieherin sprach ich ab dass wir es mit dem Mittagessen einfach noch mal versuchen würden, und wenn es nicht klappt, dann rufen sie mich an.

Und als ich ihn dann- nach dem Mittagessen, niemand hatte angerufen- abholte, saß er am Tisch und spielet ein Spiel mit einem anderen kleinen Jungen. Ich lächelte, und sah zur Erzieherin hinüber: Heute ist ja offensichtlich alles 100% besser gelaufen als gestern? Friedliches, entspanntes Kind…schön!

Die Erzieherin erzählte mir aber dann von dem Tag- als es zum Frühstück ging hat er wieder dicht gemacht- als hätte man einen Schalter umgelegt stand er da, mitten im Raum, wollte seinen Rucksack nicht loslassen, weinte. Er hat wieder niemanden an sich heran gelassen- und dann auch nicht gefrühstückt. Immerhin, getrunken hat er.

Nach einiger Zeit- und auch mit einigen Kämpfchen- hat er mit weinen und schreien aufgehört, und einfach wieder mitgemacht. Dann gab es Mittagessen- wollte er nicht. Zumindest nicht das aus dem Kindergarten. Sein eigenes, nicht angerührtes Frühstück wollte er allerdings essen- aber nur alleine an einem Tisch, nicht mit den anderen zusammen.

Es ist wirklich ein Rätsel, warum er manchmal so dermaßen abblockt, obwohl er mir dann erzählt, wie schön er gespielt hat, und dass ihm Kindergarten Spass macht. Und wie gesagt, als ich ihn abholen kam spielte er ganz zufrieden…

Wenigstens war der Tag heute deutlich besser, das lässt hoffen. Aber er tut mir so leid, der Krümel, dass ihm das so viel Herzschmerz verursacht, ich habe wirklich gedacht dass es ihm leichter fallen würde.  Jetzt warten wir mal ab wie es weiter geht. mein weiterer „Rettungsplan“ sieht vor, dass das Töchterlein man mit dem Krümel frühstückt und auch mit ihm zusammen Mittag isst… aber ansonsten in ihrer Gruppe bleibt. Mal sehen und morgen mal mit den Erziehern absprechen…

Und hoffen, dass der Tag morgen für den Krümel besser wird- viel besser!

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Grade gefunden…

Irgendwie….IIIIIH! 😉

jahreshautversammlung(gefunden in unserem aktuellen Amtsblättchen!)

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Geschnetzeltes

Ich hätte es mir denken können- wenn ich einmal anfange etwas zu nähen kommen gleich tausend Aufträge hinterher… Nach dem Röckchen für das eine und einem Sommerkleidchen für ein anderes Mädchen gibt es Aufträge für weitere Röcke- schrieb ich ja schon- außerdem für eine Sommerhose, und ein Sommerkleidchen für die Mutter des Sommerkleidchenmädchens.  Mal gucken wann ich das so schaffe 😀 (Und ob ich von den ganzen gewünschten Stoffen überhaupt genug habe. Und wenn nicht, ob es diese Stoffe noch gibt. Sind alle vom letzten Jahr…)

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Überall glitzert es… Als am Montag mein Nachbarsmädchen mir ganz stolz ihre neue, suuuuper teure Schneekugel zeigte (100!!!!!!!!!! Euro!!!!!!!!!!!!!!! 😉 ) sagte sie noch, dass ihre Mama gesagt hat, dass sie vorsichtig sein soll damit. Keine Minute Später machte es Platsch, und die Schneekugel lag zerbrochen in einer Lache aus Glitzerwasser. Glücklicherweise war es nur eine Plastikkugel, und es gab keine Scherben, aber als ich das Wasser weggewischt hatte blieb der Glitzer. Und er blieb nicht nur an dieser Stelle…schließlich glitzerten Socken, Teppiche, dann Hosen, Hände, Gesichter. Gestern dann glitzerte erst meine Waschmachine, danach der Wäschetrockner. Dieser Glitzer ist auch echt Staubsaugerresistent. Ich bin gespannt, wann die letzten Reste weg sind…

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Ich bin nur ein ganz winzig kleines bisschen verpeilt, ehrlich. Deswegen fiel mir auch direkt auf, warum der Krümel „HÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄH????“ sagen musste, als ich ihm mitteilte, dass ich seinen Kirschjoghurt jetzt aus mache wenn er auf dem Stuhl sitzt.Ich wollte nämlich EIGENTLICH sagen: „Ich mache Dir den Kirschlutscher auf, wenn Du im Autositz sitzt…“

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Gibt es in Supermärkten eigentlich Kaffee, der auch schmeckt? Irgendwie habe ich entweder IMMER Pech, oder aber es gibt wirklich nix. Es gab eine Zeit da war ich nicht so wählerisch, da war Kaffe gleich Kaffe. Jetzt, wo wir den für uns perfekten Kaffee gefunden haben, schmeckt uns die andere Plörre nicht mehr. Leider gibt es den aber eben NICHT im Supermarkt um die Ecke, um den Kaffee zu bekommen müssen wir immer extra ins Städtchen fahren.

Neulich habe ich eine Sorte ausprobiert, von einem bekannten Kaffeeröster, der auch Kleidung, Küchenzubehör und Spielzeug verkauft. Ich hatte Besuch von Tante B, und wir tranken jeder eine Tasse. Nach kurzer Zeit beschlossen wir beide, den Rest übrig zu lassen. Zu eklig.

Nachmittags bekam ich Besuch von der Mutter meines Tageskindes, die auch eine Tasse Kaffee bekam, mit der Warnung: Achtung, schmeckt schlecht! (Ich bin immer unglaublich gut im Anpreisen meiner Getränke und Speisen 😉 ) . Sie trank einen Schluck, und meinte dann: „Also, der schmeckt doch Super! Im Vergleich zu dem, was ich auf der Arbeit immer bekomme….“

Mittlerweile haben wir wieder ordentlichen Kaffee. Macht einfach viel glücklicher. Während ich das hier tippe schlürfe ich übrigens auch einen ganzen Eimer voll davon. Mir gehts gut.

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Gut, dass ich die Daunenjacken noch nicht weggepackt habe.

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Nachdem die Tochter heute Besuch hatte, habe ich eine Erkenntnis mehr. Nämlich, welches Kind sie NICHT zu ihrer Geburtstagsnachfeier einladen wird…

(Es ist kein schlimmes Kind, es ist durchaus lieb, nur ziemlich aufgedreht, und es hat keine Lust zu spielen. Auf gar nichts. Lieber nur schreiend hin und her laufen, wild mit den Armen fuchtelnd, um nicht spielen zu müssen. Achja, und vor lauter „Ich weiß nicht was ich spielen soll!“ alle Kaufladensachen in hohem Bogen rausschmeissen. Immerhin hatte es dann ein richtig schlechtes Gewissen, als der Krümel dann ziemliche Panik von dem Geschmeisse und dem Geschrei bekam und total aufgelöst zu mir lief. Kind hat sich sofort freiwillig und ohne Aufforderung entschuldigt und schnell alle Sachen wieder aufgeräumt. Ich sag ja, eigentlich kein schlimmes Kind, nur…. anstrengend..)

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Und jetzt: John Carter-Zwischen den Welten. Ich bin gespannt!

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Einen eigenen Eintrag wert!

Der Krümel war heute duschen!

Und zwar freiwillig!

Dass das einen eigenen Eintrag wert ist liegt daran, dass er seit einem guten halben Jahr absolut Theater macht wenn er duschen oder baden muss. Baden versuchen wir erst gar nicht mehr- wenn man versucht ihn in die Badewanne zu stellen berührt er das Wasser nicht einmal, während er wie der geölte Blitz wieder herausspringt. Sehr unproduktiv, aber äußerst beeindruckend. Man stelle sich hier bitte eine ganz besonders wasserscheue Katze vor- voilà, das ist der Krümel beim Baden!

Duschen ging nicht einmal mit gutem Zureden, Liedchen singen, tanzen- er schrie immer so als würden wir ihn mit einem Messer attackieren. Die Nachbarn haben sicher gedacht wir machen Schlachtfest oder so… (Und dieses schrille Gekreische in einem kleinen Badezimmer- meine armen Ohren…)

Also musste duschen eben unter Zwang sein- denn gar nichts von beidem geht natürlich nicht. Unsere Prozedur war dann immer so, dass ich unter der Dusche stand und der Superpapa den Krümel ausgezogen hat. Dann brachte er ihn zu mir, ich duschte mit ihm und wusch ihn, Krümel schrie, trat und kniff mich, und nach kurzer Zeit waren wir fertig. Mit duschen und den Nerven. Superpapa nahm dann den nassen, kreischenden Krümel um ihn anzuziehen, und ich duschte, gestresst und mit vielen blauen Flecken, zuende.

Als die Kinder neulich, als es so warm war, draußen waren und nur T-Shirts trugen, waren sie abends natürlich ganz besonders dreckig. Ich war allerdings alleine mit den Dreien, und so fiel duschen in der „bewährten“ Form natürlich flach. Also ließ ich Wasser in eine Ikea- Plasikschublade (Ich glaube „Trofast“ ??? So ne flache auf jeden Fall…) und stellte es in die Dusche. Der Krümel war noch sehr skeptisch und wollte nicht. Erst als ich den Duschkopf auf die Fliesen legte traute er sich in die Dusche. Wir wuschen erst die Hände, dann die Arme, und später traute er sich sogar, die Füße ins Wasser zu stellen.

Ich weiß nicht was anders war, denn ähnliches haben wir neulich schon mal probiert, da hat er sich aber verweigert. Nunja. Das eine Mal dann eben nicht. Den Rest des Schmutzfinks wusch ich mit dem Waschlappen sauber.

Heute war wieder Duschtag, und der Superpapa brachte mir den schon mal vorsorglich kreischenden Krümel in die Dusche. Wir stellten die Schublade (in der Dusche) auf den Boden und ich ließ Wasser rein. Als der Krümel sah, dass ich den Duschkopf wieder weglegte kam er vorsichtig rein. Er traute sich erst nicht die Hände zu waschen, aber mit Liedchen singen und Seife auf den Händen klappte dann auch das wieder. Und dann Füße waschen! Hey, und mit den Füßen patschen, genau wie in einer Pfütze! Toll!

Irgendwann fragte ich ihn ob er sich nicht mal hinsetzen möchte- wollte er, und mit etwas Hilfe nahm er in der recht kleinen Schublade platz. Ich setzte mich neben ihn auf den Boden,wir spielten etwas, und nach kurzer Zeit meinte ich: Das Wasser ist jetzt aber kalt, ich tu noch etwas warmes Wasser rein!

Während er schnell raussprang ließ ich mehr Wasser ein, er setzte sich danach wieder hin. Aber anstatt die Dusche auszumachen duschte ich mich ab- mir war ja schließlich mittlerweile kalt. Und ein kleines bisschen Wasser kam an seine Arme, was er mit „EY!“ quittierte.

„EY!“ ist allerdings schon deutlich besser als Kreischen, und so lachte ich ganz laut darüber, wie lustig das doch war, dass der Krümel nass geworden ist- und er lachte mit, und spritzte mich mit Wasser aus seiner Schublade nass.

Irgendwann hab ich ihm dann einfach den Wasserstrahl an den Rücken gehalten- WEIIIT weg vom Kopf. Erst gabs wieder ein „EY!“, danach ein „Ssööööön warm!“

Es hat tatsächlich geklappt und der Krümel ließ sich auch Arme, Beine und Bauch abduschen. Sein Gesicht habe ich mit meinen nassen Händen abgewischt und prustende Geräusche gemacht. MEIN Gesicht habe ich mit dem Duschkopf nass gemacht und noch prustendere Geräusche gemacht. Und gelacht 🙂 Ganz viel! Der Krümel fand das Klasse, lachte mit- und wollte das selber mal machen. Also hielt er mal eben seine Gesicht unter die Dusche… o.O Und das gleich mehrmals, als er gemerkt hat dass ich seins immer schnell abwische wenns zu viel wird. Wir haben Wasser in den Mund genommen und uns gegenseitig angespuckt, was für ihn noch viiiel witziger war 🙂 (Ich kann durch meine Lücke zwischen den Schneidezähnen Wasser wie eine Wasserpistole verschießen, aber viel gezielter :D)

Schließlich durfte ich sogar seine Haare abspülen, mit der Dusche, einfach drüber…

Zum Schluß kam der Superpapa um ihn aus der Dusche heraus zu holen, da wollte er noch gar nicht so richtig. Erst mit dem Versprechen, dass er morgen wieder duschen gehen darf, kam er heraus und ließ sich abtrocknen.

Jetzt bin ich gespannt ob das auch so bleibt- das wäre soooo viel weniger Stress für alle Beteiligten, echt… Auch, wenns etwas heute länger gedauert hat, es war jede Sekunde wert 🙂

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Dreckspack, wir.

Ich kann gar nicht beschreiben, wie wütend ich heute Mittag war…

Der große Sohn hatte einen Augenarzttermin, ich musste ihn direkt aus der Schule abholen, Krümel und ich waren vorher in der Spielgruppe. Der große Sohn hatte von der Schule noch ziemlich schmutzige Finger, was mir aber nicht direkt aufgefallen ist.

Etwas derangiert vom Vormittag saßen wir also beim Arzt. Dann kam er herein, und musterte uns erst einmal von Kopf bis Fuß, sagte allen halbherzig guten Tag, und machte sich dann ohne viele Worte nur mit abschätzigen Blicken daran den Sohn zu untersuchen. Ziemlich hektisch, übrigens, musste wohl schnellschnell gehen…

Nunja, dachte ich, ist nicht so der gesprächige Typ… und ich glaube immer gerne an das Gute im Menschen… ich sollte da vielleicht doch wirklich mal mehr auf mein Bauchgefühl hören….

Dann sollte der Sohn sein Kinn feste auf diese „Kinnablage“ legen, damit der Arzt weiter untersuchen konnte. Kurz reingeguckt, und als er fertig war sagte der Arzt: Kannst den Kopf jetzt wegnehmen!- und er zieht im gleichen Augenblick das Gerät weg, so dass der Sohn beinahe vom erhöhten Untersuchungsstuhl gefallen ist. Auf mein „Hey, Achtung!“ reagierte der Arzt gar nicht.

Naja… vielleicht hat er nicht gemerkt dass der Sohn noch nicht so weit war…? Ich glaube wirklich sehr feste an das Gute im Menschen… auch wenn das Bauchgefühl da schon laut „ARSCHLOCH!“ geschrien hat.

Nunja. Ergebnis war: Sohn sieht. Sehr gut. Glück gehabt.

Noch ein bisschen „gute Ratschläge“ wie mal besser liest ohne Kopfschmerzen zu kommen (Nicht krumm sitzen, ach, echt?)… und dann konnten wir gehen. Der Arzt schaut den Sohn noch an, und sagte: „Wenn Du das nächste Mal kommst wäschst Du dir vorher die Hände!“ Ich wollte beschwichtigen- schließlich ist der Sohn ja grade erst aus der Schule gekommen!

Da schaute der Arzt mich von der Tür aus an, und sagte: „Ja, aber das ist eine Sache die jemand ihm beibringen könnte, genau so wie ordentliches Anziehen!“ Dann drehte er sich um und schlug die Tür zu.

Die zwei Sekunden, die es gebraucht hat, bis ich WIRKLICH verstanden hatte, dass der das jetzt TATSÄCHLICH gesagt hat haben gereicht, dass er schon aus dem Raum raus war, und ließen mich qualmend vor Wut im Untersuchungszimmer stehen. Ich kann es gar nicht fassen- und er denkt WIRKLICH, dass wir zur Kontrolluntersuchung zurück kommen?

Ich packte also die Kinder zusammen und wir gingen zur Anmeldung. Ich sagte dort den freundlichen Sprechstundenhilfen, dass wir zwar einen Termin machen sollen, das aber ganz bestimmt nicht hier machen werden, und dann gingen wir.

Ich bin völlig fassungslos- denn eigentlich hätte es so gut laufen können! Beide Jungs waren absolut großartig, friedlich, höflich, still, der große Sohn hat mitgemacht, der Kleine hat sich das alles angesehen. Keine Zankerein, kein Geschrei. Sie sahen halt nur nicht aus wie aus dem Ei gepellt. Ich schlimme Asi-Mutter, ich!

Zu Hause habe ich dann beim Kinderarzt angerufen- als ich nämlich nachgefragt hatte welchen Augenarzt er für Kinder empfehlen kann sagte er, dass er noch nie Rückmeldungen bekommen hat, deswegen könnte er leider niemanden im Speziellen empfehlen. Ich rief also an, um mal eine Rückmeldung zu geben, wen er NICHT empfehlen sollte… Ich hatte natürlich die Sprechstundenhilfe am Telefon, und eigentlich hatte ich nur kurz die Rückmeldung geben wollen: Nicht empfehlenswert! – Ich wollte ja nicht den Betrieb aufhalten… Aber es war anscheinend nicht so viel los, und sie wollte alles ganz genau wissen. Hinterher hat sie sich noch bedankt für die Information, denn sie selber wollte da für sich auch demnächst einen Termin machen. Ich sagte ihr, so lange sie sich die Hände wäscht und sie ganz saubere, fleckenfreie  Kleidung trägt könnte es sogar sein dass er sich normal verhält bei der Untersuchung… da lachte sie  laut und sagte: Aber ich arbeite in einer KINDERARZTPRAXIS, ich bin nach der Arbeit nie fleckenfrei!

Der Sohn war übrigens ziemlich eingeschüchtert währenddessen und danach. Auch wenn er schlimmeres erwartet hatte- Augentropfen etc- er hatte NICHT erwartet, so schroff behandelt zu werden, auch schon während der Untersuchung. Er ist ja hart im Nehmen, aber die ganze Zeit so angefahren zu werden, das war zu viel. Er hat sich gar nicht getraut zu sprechen, der arme Kerl.

Auf jeden Fall- Nie wieder dieser Augenarzt! Für weitere Untersuchungen suchen wir uns jemand kompetenten, der keinen Ekel vor Kindern hat. Wir haben jetzt schon einen Tipp, fürs nächste Mal…

 

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Buckelige Verwandtschaft

60. Geburtstag einer angeheirateten Verwandten. Also, ICH habe mich eingeheiratet, den Rest der Familie gab es schon.

Schon die Begrüßung fiel herzlich aus- eine Viertelstunde vor der Zeit waren wir da. Kein Hallo, nur: „Ihr seid ja pünktlich!“

Andere Verwandte kamen 2 Minuten zu spät und bekam statt Hallo zu hören: „Wohnen am nächsten und kommen als letzte!“ Andere Gäste, die später kamen (der Großteil der Gäste, übrigens), wurden herzlich angelächelt.

Im wirklich eiskalten Raum froren wir alle sehr (auch die anderen Gäste), und als Verwandte Nummer 3 (angeheiratet) sich meinen Schal zum Wärmen umhängen wollte wurde sie angefahren, warum sie sich nicht einfach was ordentliches angezogen hätte wenn sie immer friert. Abgesehen davon sei es nicht kalt. Basta.

Vorgenommen, uns von all dem nicht stören zu lassen- wir als eingeladene Familie hatten ja uns. Unterhalten wir uns einfach, so der Plan. Plan verworfen, weil der DJ die Musik so laut gedreht hat dass jede Konversation über den Tisch hinweg unmöglich war.

Als Erste einen Musikwunsch beim ebendiesem DJ abgegeben (für Schwiegermutter, nur zu meiner Verteidigung :D), und dafür öffentlich per Mikrofon aufgerufen worden („Sehet dort, die junge Dame da genau in der Mitte des Saals, die war es!!“)

Ansonsten: Ganz lecker gegessen. Schlager gehört. Geschunkelt. Und immer lächeln, lächeln, lächeln, egal wie sehr man vor Kälte zittert oder sich einfach nur nicht amüsiert. Und früh wieder heim gefahren- nicht als Erste, das wäre uns sonst sicher noch Jahre vorgehalten worden. Wir haben schon den 60. Geburtstag des angeheirateten angeheirateten Verwandten (ja, die Dopplung war Absicht) verpasst, das kriegen wir immer noch zu spüren…

Zu Hause erst einmal ein Heißgetränk, und dann schnellstmöglich ins warme Bettchen…

Gut dass das jetzt erst mal noch 7 oder 8 Jahre sind bis zum nächsten Großereignis dieser Art…

Ist es nicht schön, Verwandtschaft zu haben?

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