Archiv der Kategorie: Lästerschwester

Danke, Mutter…

Meine Mutter rief grade an.

„Hör mal,“ sagte sie, „ich bin auf eine Bad Taste Party eingeladen worden, deswegen wollte ich mal fragen, ob ich mir Sachen von Dir ausleihen darf!“

Na herzlichen Dank ^^

(Ich weiß aber wie es gemeint ist: Sie möchte Punktestrumpfhosen mit Ringelstrümpfen tragen, und meine bunten Sachen farblich unpassend zusammenstellen- sie selber hat eben nicht so bunte Sachen. )

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Planung ist alles

Der große Sohn schrieb heute seine erste Klassenarbeit an der neuen Schule.

Allerdings hat er auch eine entzündete Stelle, die immer schlimmer statt besser wurde. Also rief ich morgens beim Kinderarzt an, ob der da mal drauf gucken kann. Kein Problem, um 11.45 Uhr sei heute noch ein Termin frei. Prima, das kollidierte nicht mit der Klassenarbeit, er würde nur im Unterricht kurz fehlen, aber weil der Kinderarzt seine Praxis quasi direkt neben der Schule hat wäre er in Nullkommanix wieder da.

Ich rief noch in der Schule an, damit das Sekretariat bescheid weiß und schon mal den betreffenden Lehrer informieren kann, und damit der große Sohn auch weiß, wann er überhaupt abgeholt wird. Notiert wurde es, aber Lehrer informieren, das würde nicht gehen. „Und der große Sohn?“ Na, der würde das schon merken, wenn er abgeholt wird, sie gehen einfach zum Klassenraum.

Naja.

Ich habe ihn dann abgefangen, er durfte seine Sachen noch in die Klasse bringen, und wir sagten der Lehrerin bescheid, dass Sohn nun zum Arzt gehen würde.

„Aha. Naja, gut, dann soll er jetzt gehen. Aber beim nächsten Mal lasse ich ihn nur gehen, wenn der Arzttermin 2 Wochen vorher angekündigt ist!“

Ich: „…“

Wir klärten noch eben, dass es akut sei, und NEIN, er ist nicht ansteckend, und OBWOHL es akut ist,  ist er durchaus in der Lage, den Unterricht zu besuchen, und JA, trotzdem war es wichtig zum Arzt zu gehen, und nein, nachmittags war kein Termin frei…

Argh…

Auch der Kinderarzt guckte wie ein Auto, als ich ihm mitgeteilt habe, dass wir ab heute akute Beschwerden 2 Wochen vorher anzukündigen haben…

„Aber wehe Du bist dann nicht krank!“ sagte er grinsend zum großen Sohn…

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10 Dinge, die das Gärtnern/mein Garten mich gelehrt hat

Bei den Gärtnerinnen forderte Pia mich in den Kommentaren dazu auf, auch mal 10 Dinge aufzuschreiben, die mich das Gärtnern so gelehrt hat. Also, los gehts!

1.: „Kann man wie Spinat verwenden“ heisst noch lange nicht, dass es auch so schmeckt. Oder überhaupt schmeckt. Ja, ich schaue Dich an, Giersch, und Dich, Brennessel! Also doch weiterhin konventionell mit Stumpf und Stiel ausreißen und hoffen, jedes Wurzelfädchen erwischt zu haben.

(Zum Glück mögen die Kinder den Giersch. Ehrlich…die laufen quasi grasend… gierschend… im Garten herum, und wenn ich anmerke, dass es jetzt vielleicht auch mal gut sei, weil die Zähne so langsam ganz grün sind, meinen sie immer nur: „Aber is doch so lecker!!“ * schüttel * )

2.: Wenn ich im April glücklich denke, dass ich den Wildwuchs aber ECHT gut im Griff habe, dieses Jahr so, dann belehrt mich der Mai eines besseren. Je-des Mal!

3.: A Propos Wildwuchs: Ein Garten kann noch so wildromatisch verwuchert sein, wenn die Rasenfläche ordentlich gemäht ist sieht es gleich nach Parkanlage aus! Hach!!!!

4.: Auch wenn anderenorts das Töten leicht von der Hand geht, ich bin kein Fan davon, Käfer zu zerquetschen, Schnecken zu zerschneiden, Raupen zu zerschreddern. Ich sammele mit den Kindern vorsichtig die Tierchen ein, sachte, dass keinem ein Haar gekrümmt wird, denn es sind ja Lebewesen. Wir legen sie vorsichtig in ein Eimerchen oder in eine Dose. Dann bestaunen wir die kleinen Beinchen, die Flügelchen, de Fortbewegungsarten, und sind ganz eins mit der Natur…

…und wenn wir uns alles angeschaut haben, schütten wir den Hühnern das Festmahl aus Krabbeltieren ins Gehege und erfreuen uns am guten Appetit unserer gefiederten Freunde!

5.: Topinambur ist sehr vermehrungsfreudig, wird von Wühlmäusen gerne ausgegraben und in Vorratslagern versteckt, und dann hat man den ganzen Garten mit hübschen Topinamburpflanzen voll. Man kann die Knollen natürlich prima essen- roh und auch gekocht, aber sie machen unglaubliche Blähungen. Legendär ist Opas Suppe mit Topinambur, von denen die Kinder heute noch erzählen: „Erinnerst Du Dich noch an Opas Pups-Suppe?“ Ja. Tun wir alle. Sehr lebhaft…

6.: Wenn mich der Ausreißwahn packt, dann ist nichts mehr vor mir sicher,dann muss alles raus! Zum Glück haben wir genug wilde Stellen im Garten, die sogar mit meinem Ausreißwahn nie so ganz… ordentlich werden, so dass mir immer genug zum Ausreißen und abhacken bleiben wird! (Außerdem: Siehe Punkt zwei 😉 )

7.: Man kann einen absolut verwilderten Dschungelgarten tatsächlich in ein wunderschönes Stück Land verwandeln. Und ja, auch 1300 Quadratmeter Efeu, das über 150 noch auszureißenden Bäumen wächst, bekommt man in den Griff! Okay, weniger als 1300 Quadratmeter, irgendwo muss ja auch noch unser Haus stehen und so 😉 Aber! Efeu! Baumwurzeln! Nahezu weg!!

Oder um mal meinen Schwiegervater, mögeerinfriedenruhen, zu zitieren, der uns damals beim Hauskauf im Frühling dieses sagte: „Ihr müsst Euch damit echt keinen Stress machen, es muss ja nicht alles auf einmal gemacht werden! Wenn der Garten im Herbst fertig ist reicht das völlig!“ (Wir haben still in uns hineingelacht, und uns unseren Teil gedacht. Die Fertigstellung des Gartens hat dann auch nur wenige Jahre gebraucht, und immer noch gibt es eine wilde Ecke, in der noch viel Arbeit nötig ist… und wir wohnen hier schon 8 Jahre! Außerdem: Siehe Punkt zwei 😉 )

8.: Merke: Hänge kein Schild „Unkraut zu verkaufen, bitte selber pflücken“ in den Vorgarten, sonst könnten sich manche Nachbarn aufgefordert fühlen, ein paar Rosen abschneiden zu kommen…

9.: Spinat ernten, Wäschekörbe voll, und ihn zu Tiefkühlportionen für die Familie zu verarbeiten ist irgendwie wie Meditation. Klar, es ist viiiiel Arbeit, viel Gematsche und ziemlich zeitaufwändig- aber weil man ja weiß, dass das so ist nimmt man das so hin und macht einen Schritt, einen Atemzug, einen Besenstrich, bis die ganze Straße gefegt ist, und plötzlich ist man fertig, ohne dass man aus der Puste ist. .. Zumindest im Übertragenen Sinn, ganz frei nach Beppo Straßenkehrer. Und am Schluss hat man leckeren Spinat, den die ganze Familie gern isst!

10.: Gärtnern mit freilaufenden Hühnern ist immer ein Spass!

Wenn man buddelt hat man immer ein bis zwei Federbälle um die Beine, die aufgeregt das aufpicken, was man grade freigelegt hat, vorzugsweise das zappelnde da in der Erde. Und dann gucken die einen so lustig von der Seite an, wenn sie einen auffordern wollen, weiter zu buddeln!

Oder der Superpapa, der schreiend und mit den Armen wedelnd im Garten herum läuft, um seine geliebten Salatpflänzchen vor den gefiederten Monstern zu beschützen- Salat mögen die Damen nämlich genau so gerne wie der Superpapa…

Ich sag ja- alles immer wieder ein lustiger Anblick, wenn man Hühner hat 😉

So, und weil das hier ja ein Stöckchen ist, das geworfen werden will, werfe ich es einmal zu Jana!

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Keine 7 Sachen

Heute nur ein bisschen Blabla.

Die Nacht war nämlich etwas anstrengend, und den Tag verbrachte ich mit einem durchgehenden Durchhänger.

Wir waren jetzt eine Woche lang so halbwegs gesund, und ich dachte- yeeeeah, wir haben es geschafft! Da meldete der Krümel gestern abend, dass er sich übergeben hat. Das wiederholte er dann noch so 12x in der Nacht, im Schnitt alle halbe Stunde, bis 5 Uhr morgens. Kein Wunder, dass wir heute Morgen ein klein wenig müde waren und ich um 9.30Uhr, als ich aufstand, immer noch ziemlich erschlagen war. Krümel war allerdings überraschend munter und verlangte nach Müsli zum Frühstück. Trockene Cornflakes taten es dann auch…

Dem Krümel geht es jetzt auch schon wieder gut, er hat ein bisschen Mittagsschlaf gemacht (semi-freiwillig, er ist mit etwas Zwang ins Bett gegangen, aber als er gähnend da lag meinte er: „Ich glaube, ein bisschen schlafen ist nicht so schlecht…“ und war weggeratzt). Ich bin erstaunlicher Weise nicht eingeschlafen, dafür könnte ich jetzt grade eigentlich ins Bett fallen. Naja, mache ich gleich, nach dem Bloggen.

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Autonews!

Ich habe Samstag morgen im Autohaus angerufen und NOCHMAL bescheid gesagt, dass das Auto kaputt ist. „Haben Sie denn die Handynummer vom Chef? Nur der kann ihnen helfen!“ Nein, hatte ich nicht, aber das scheint Wunder zu wirken, wenn man sie hat…

Ich rief danach also beim Chef auf dem Handy an, und er meinte: „Oh, da müssen wir das Auto wohl abholen kommen…“ Jep, sah ich genau so!

Ein bisschen lachen musste ich, als er sagte, dass uns jemand zwischen 13 und 14 Uhr anrufen würde um uns mitzuteilen, wann das Auto abgeholt würde. Mein Plan war es, um 14 Uhr da anzurufen und zu fragen- denn bisher hat ja noch nie jemand zurückgerufen (oder FAST nie).

Um 13.01 Uhr klingelte das Telefon, jemand vom Autohaus rief an, und wir bekamen mitgeteilt, dass im Laufe des Nachmittags jemand vorbeikommen würde. Ob wir da wären…? Naja, was glauben die, wegfahren können wir doch sowieso grade nicht… 😉 „Im Laufe des Nachmittags“ war natürlich immer noch etwas schwammig, aber um 15.30 Uhr klingelte es an der Tür und der Chef des Autohauses war da mit dem Abschleppauto. Das Auto wurde daran festgemacht, er fuhr von dannen, und wir sind seitdem autolos. Morgen werde ich im Laufe des Vormittags mal anrufen und fragen, ob man schon etwas gefunden hat, man muss ja offensichtlich immer mal ein bisschen nerven um Aussagen zu bekommen.

Jedenfalls gibt es grade gar nichts zur Realsatire zu schreiben, außer natürlich, dass das Auto schrotti ist. Ausnahmsweise hat alles mal so richtig wie am Schnürchen geklappt. Hoffen wir, dass es beim Reparieren auch so bleibt.

Wie wir das jetzt allerdings die Woche über machen müssen wir mal sehen- „zum Glück“ ist der Krümel grade krank und kann nicht in den KiGa, dann können wir uns die Tour auch sparen.

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„Oma, die Sonnenfinsternis ist heute ausgefallen!“ rief ein Mädchen am Sonnenfinsternis-Tag, der bei uns sehr nebelig war, man sah einfach nichts. Es wurde ein bisschen dunkler, ein bisschen kälter, aber wenn man nicht wusste woran es lag hätte man auch meinen können, dass es gleich regnen wird.

Für die Tochter war das übrigens gut, dass die Sonnenfinsternis ausgefallen ist. Sie hatte eine regelrechte Panik davor, denn in der Schule wurde den Kindern gesagt, dass sie nur mit einer Schutzbrille raus dürfen, weil sonst die Augen verbrennen. Wir hatten aber keine Schutzbrille, und Töchterlein musste sehr weinen, weil doch jetzt garantiert ihre Augen verbrennen!

Sie hat es so verstanden, dass die Sonnenfinsternis definitiv die Augen verbrennt, allein die Tatsache, dass es finster wird macht ihre Augen kaputt. Arme Maus, ich musste sie sehr trösten und erstmal ein Video zeigen, was so eine Sonnenfinsternis überhaupt ist. Als ich ihr erklärte, dass man ganz einfach NIE in die Sonne sehen darf, und das bloße Aufhalten im Sonnenlicht ja auch die Augen nicht verbrennt, da war sie etwas beruhigt. Aber so ganz geheuer war es ihr nicht, weil wir ja auch keine Brillen mehr bekommen haben, und mit einer Lochkamera alleine hätte sie nicht raus gedurft.

So war sie schon ganz froh, dass das gruselige Ereignis „ausgefallen“ ist, wie das Mädchen auf dem Schulhof sagte.

Schade finde ich es allerdings schon, dass wir es nicht sehen konnten…

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Der große Sohn hat jetzt eeeeeeeeeendlich (so sagt er) ein RICHTIGES Handy. Ein Smartphone, das auch was taugt. Er ist glücklich und kann vor allem endlich mal seine Spielverabredungen selber machen. Man telefoniert heutzutage nämlich nicht mehr (was ihm übrigens sowieso sehr  entgegen kommt, er telefoniert nicht gerne), man schreibt sich über WhatsApp. Er war tatsächlich das einzige Kind in der Klasse, dass das noch nicht konnte.

Ich bin jetzt ganz froh, denn das macht mir ein etwas besseres Gefühl, wenn ich den Sohn mit dem Fahrrad zu seinen Verabredungen „zwinge“- Taxi Mama ist ja vorbei, wenn es um Verabredungen innerhalb unseres Ortes geht. Wie haben Mütter das früher eigentlich ausgehalten, ohne das Wissen, dass das Kind im Zweifelsfall mal anrufen kann?!?

Sohn nutzt das Ding natürlich auch zum Spielen, und seitdem hören wir nichts anderes mehr. Aber ob es jetzt Minecraft, StarWars oder Clash of Clans ist, mit dem wir zugetetxtet werden ist ja im Endeffekt eigentlich egal 😉 Und bisschen spielen ist ja auch super.

 

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Es heizt!

Wir haben wieder ein Auto! Das hat allerdings ein paar Tage gebraucht…

Nachdem uns das Autohaus ein paar Tage vergessen hat und mich der Chef sogar während des Telefonates vergessen hat haben wir irgendwann ausgemacht, dass die unsere Werkstatt anrufen. Da wollten sie fragen, was genau kaputt ist, welches Ersatzteil benötigt wird, und wenn das Teil dann da wäre, dann würde man es uns bringen, weil ich mich geweigert habe, mit dem Auto bei Schneeregen 40 Kilometer über die Autobahn zu fahren- bei offenem Fenster, natürlich, weil ja die Lüftung nicht funktionierte und die Scheibe immer beschlug, wenn das Fenster zu war . . Unsere Werkstatt sollte dann das Einbauen übernehmen.

Netter Plan.

Freitag sollte das Teil da sein, ich rief an- und siehe da, es WAR da. Allerdings meinte der Autohausmann, dass seine Mechaniker sagen dass das, was kaputt ist, nur das Symptom ist für etwas anderes kaputtes. Ich war schwer „überrascht“, weil seine Mechaniker somit genau das gleiche gesagt haben wie unsere Werkstatt im Ort- der Autohaustyp hat es einfach nur vergessen!

Das Autohaus wollte das Reparieren nun selber übernehmen, und der Chef wollte selber vorbei kommen, unser Auto abzuholen.

Samstag morgen um sieben Uhr.

Ich war mir ziemlich Sicher, dass es nix wird, war aber trotzdem um 7 Uhr pünktlich fertig, gewaschen, gestriegelt und angezogen. NATÜRLICH kam niemand. Im Autohaus war auch noch keiner, erst als ich um kurz vor 9 ein zwanzigstes Mal anrief war jemand da. „Ach, Chef hat gesagt er würde das Auto abholen? Um sieben? Ach neeeeee, und jetzt ist neun…“ Echt??? Toll.

Um halb Zehn klingelte es dann endlich, und jemand vom Autohaus holte das Auto ab. Und entschuldigte den Chef, der sei grade unterwegs, ein anderes Auto abholen. Grrrrr.

Tagsüber telefonierte ich wieder mit dem Autohaus, wann das Auto denn nun zurück käme. Schließlich sollte das noch am gleichen Tag sein. Aber: Es musste noch repariert werden, sie würden da aber morgen dran arbeiten, und wir würden das Auto dann bekommen. Nunja, ich war skeptisch, vorsichtig ausgedrückt. Der nächste Tag war schließlich ein Sonntag…

Wie erwartet meldete sich den ganzen Tag niemand, und auch im Autohaus war keiner zu erreichen- es war ja Sonntag! Ich war schon ziemlich grummelig und habe mich mit dem Gedanken angefreundet, am Montag morgen ziemlich wütend im Autohaus anzurufen, nachdem ich die Kinder mit dem geliehenen Nachbarsauto zu Schule und KiGa gebracht hätte. Ich habe mir in Gedanken die Worte zusammengelegt, die ich dem Sauhaufen an den Kopf werfen würde….

Abends saß ich mit Superpapa auf dem Sofa und wir schauten eine Serie. Ich trug aus Gemütlichkeitsgründen bereits meinen Schlabberschlafanzug, ein kuscheliger Einteiler mit Kapuze, ganz besonders unsexy und bequem. Dann, um 21.45 Uhr, klingelte es an der Tür. Superpapa öffnete.

Es war der Autoabholertyp. Weil unser Auto doch noch länger als geplant in deren Werkstatt verbringen müsste, würde er uns ein Ersatzauto bringen, damit wir wenigstens mobil sind. Und Chefs persönliches Auto!

Ein Mini Cooper. Für eine fünfköpfige Familie…

Nunja, mobil waren wir nun also wieder, aber ich bin echt froh, dass unsere beiden jüngeren Kinder noch so kurz sind, dass sie auf die Rückbank passen und Superpapa im Ausland weilte. Größere Kinder und eventuell eine fünfte Person hätte ich nicht mehr transportieren können…

Am nächsten Morgen packte ich alle Kinder ins Auto, und im Schneidersitz sitzend passte Krümel auch hinter mich . Ich startete das Auto (was etwas abenteuerlich war, weil es einfach so anders funktionierte als alles was ich bisher so kannte) und löste die Bremse.

Das Symbol „Angezogene Handbremse!!!!!“ leuchtete immer noch. Ich ruckelte etwas am Handbremsenhebel herum, drückte extra feste auf das Knöpfchen zum Lösen der Handbremse, aber das Symbol ging nicht weg. Außerdem leuchtete beim losfahren ein Bild auf, das ziemlich eindeutig „Bitte das Auto zur Wartung bringen!“ auf. Argh…

Ich fuhr die Kinder schnell an ihre Bestimmungsorte, und zügig wieder nach Hause, wo ich im Autohaus anrief. Ich erzählte dem Chef, dass in seinem Auto immer das Handbremslämpchen leuchtet, egal was ich tun würde. Ich bekam den sehr wertvollen Hinweis, es doch mal mit dem Lösen der Handbremse zu versuchen…. Danke. Endlich sagt mir mal jemand, wie das funktioniert, ich dachte, ich müsste das Lämpchen nur lange genug anstarren…

Naja, jedenfalls konnte ich ihm irgendwann klar machen, dass ich das wohl TASÄCHLICH überraschender Weise schon versucht hätte, es aber nicht von Erfolg gekrönt war. „Nagut“, sagte er, „Dann ist da wohl was am Schalter kaputt, fahren sie einfach trotzdem weiter damit!“ Gut, kein Problem. Kann ich.

Ich fuhr nun also zwei Tage mit dem Mini Cooper in der Gegend herum …und meine Güte, der ist WIRKLICH Mini! Wenn meine beiden Großen ihre Schulranzen im Kofferraum hatten, passte meine Handtasche nur noch gequetscht irgendwie mit da hinein. Die Kinder quetschten sich in die Sitze und waren froh, wenn sie wieder aussteigen durften.

Aber, ich will ja nicht nur meckern- es fuhr, und wir kamen überall hin wo ich hin musste. Ich habe keine Extratouren gemacht, sondern bloß die wichtigen Fahrten, aber das reichte auch.

Am Dienstag rief dann endlich jemand vom Autohaus an- unser Auto werde grade im Moment fertiggestellt,und später würde jemand kommen und uns das Auto bringen. Ob ich irgendwann unterwegs sei…? Ja, abends hatten die Kinder Pfadfinder, und ich musste sie abholen.

GENAU in der Zeit, in der ich wie angekündigt nicht da war, kam der Fahrer bei uns zu Hause an…

Naja, musste er halt ein paar Minuten warten.

Wir tauschten die Autos, und er fuhr mit dem Mini wieder von dannen…

Jetzt sind wir alle wirklich echt erleichtert, unsere neue Karre wieder zurück zu haben. Viel Platz im Auto, es fährt gut, und außerdem hat es eine funktionierende Heizung. Was will man mehr?

Und ich hätte ja sonst garnix zu schreiben, wenn es nicht so  speziell gewesen wäre, die Reparatur zu bekommen….

Trotzdem: Autochen, jetzt wollen wir keine Macken mehr, okay? Es reicht!

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Uff, geschafft…

Als wir zu unserem Silvesterurlaub aufbrechen wollten, sprang erst das Auto nicht an. Batterie alle, Batterie schon alt. Auf dem Weg zur Jugendherberge zog das Auto nicht richtig und wir schlichen die Autobahn entlang. Im Februar müsste neu getüvt werden, und da wäre eine Menge Geld zum Instandsetzen weggegangen. Also muss ein neues gebrauchtes her.

Wir suchten überraschend kurz, und fanden unser Traumauto: Das gleiche wie vorher, in 10 Jahre jünger, sogar die gleiche Farbe, und mit besserer Ausstattung. Das mussten wir haben!

Superpapa rief sofort da an, man machte einen Termin aus, und das Auto war gekauft. Zackpeng.

„Wir melden das Auto nur noch an, dann können Sie es abholen.“ Sehr gut!

Wir erwarteten, es Donnerstag oder Freitag schon abholen zu können. Aber dann telefonierte ich mehreren Leuten, die alle nicht miteinander zu sprechen scheinen…

Mittwoch die Info: Der Brief ist noch in der Post, wir können erst morgen anmelden.

Donnerstag: Ääääh, ja, anmelden klappt heute nicht, wird morgen gemacht!

Freitag: „Ja, wir melden an, sobald der Tüv neu gemacht wurde, der läuft ja bald ab, wissense? Aber wir nehmen mal an, dass der durchkommt, hahaha!“…ahaaaa? Stand nicht was von neuem TÜV auf der Info? Jedenfalls: „Heute wird das nix mehr mit anmelden, bis der TÜV durch ist, hat die Zulassungsstelle schon geschlossen! Samstag abholen geht natürlich auch nicht, Samstags hat die Zulassungsstelle ebenfalls zu! Aber am Montag kann ich Ihnen das Auto vorbeibringen!“ OH! Das ist natürlich auch nicht schlecht!

Montag. Ich fragte, nach, wann ich mit dem Auto rechnen kann. Man ruft mich an wenn es soweit ist. Irgendwann nachmittags rief jemand an: „Wir können nicht anmelden, es fehlt noch eine Unterschrift!“ Argh. Glücklicherweise arbeitet der Superpapa am anderen Ende der Stadt, in der auch das Autohaus ist, und ein Mitarbeiter konnte schnell hinfahren, die Unterschrift abholen. Als er fertig war, war es aber zu spät um das Auto noch zu bringen (Superpapa konnte es auch nicht einfach mitnehmen, weil es ein Autotausch werden sollte, alt gegen neu). Aaaaaalso wieder nix. Aber morgen dann!

Dienstag! Es rief tatsächlich bald jemand an, der uns mitteilte, dass er in etwa 2 Stunden losfahren würde. uns das Auto zu bringen. Etwa 6 Stunden später rief er an und meinte: „Upps, schaffe ich doch nicht mehr!“ Graaaaah! Ist ja auch nicht nur das Auto, die hatten ja außerdem auch noch Superpapas Personalausweis wegen der Zulassung. Also haben Superpapa und ich die großen Kinder zu den Pfadfindern gebracht, den Krümel ins Auto gepackt, und sind losgefahren.

Wir wickelten alles relativ zügig ab, und sollten nur noch die Zulassungsgebühr bezahlen. 90 Euro wurde mir am Telefon gesagt, hatten wir dabei- Bargeld zusammengekratzt und sogar an SohnGroß’s Sparglas gegangen (sonst hätte ich noch zum Automaten gemusst). Autoverkäufer sagte: „Guckense hier, Sie müssen aber 150 Euro bezahlen!“ Ähhh… aber…. nein? Sagte der andere aber nicht! Also telefonierte der Chef nochmal und musste feststellen, dass wir recht hatten, und was der andere uns gesagt hat galt dann. Uff…

Wir räumten die Kindersitze von alt zu neu, setzen uns ins Auto und fuhren heim. Alles super, Auto fährt gut, wir kamen auch gut durch. Superpapa setzte mich und den Krümel  zu Hause ab und fuhr dann die beiden Großen abholen- wir hatten es genau in der Pfadfinderzeit geschafft!

Ich bereitete zu Hause das Abendessen vor, der Krümel spielte noch etwas am Tablet… als plötzlich ein Anruf kam. Superpapa! „Gleich kommt *Papavomtageskind* mit unseren Kindern, kannst Du ihm bitte unsere Luftpumpe mitgeben? Wir haben seit der Baustelle im Dorf, durch die wir gefahren sind, einen großen Nagel oder so im Reifen….“ Aaaaargh….

Naja. Superpapa hat es nach Hause geschafft, wir haben zu Abend gegessen, und dann hat er noch  Reifen gewechselt. Wir haben 2 Winterreifen und 2 Sommerreifen auf dem Auto, bis wir neue Winterreifen haben. Yay, super!

Und morgen, bei Tageslicht, wird das neue Auto dann mal unter die Lupe genommen. Oder sollte ich sagen: Mein Ehepartner? Am Telefon mit dem Chef des Autohauses wurde ich nämlich einmal begrüßt mit: „AAAAAAAH, Sie sind die Frau vom Seat Alhambra!“ Ja, genau, weil ich nämlich Autos eigentlich viel besser finde als Menschen, heirate ich doch einfach mal den Seat…

Jedenfalls. Auto. Bin gespannt wie er sich fährt, ich bin in meinem Leben nicht viele verschiedene Autos gefahren und hoffe, dass ich mich nicht zu doof anstelle.

Und was all die vielen Knöpfe bedeuten muss ich morgen dann auch mal herausfinden.

Ich bin gespannt!

 

 

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Adventskalender, Tag10

Heute feiern wir in der Schule mit Töchterleins Klasse eine Adventsfeier! Es wird Kuchen, Kekse und Getränke geben. Oma M. und *Tageskind* kommen auch mit!

Es gab MASSENHAFT Kuchen, noch mehr Kekse, und in Getränken hätten wir baden können- Verhungert und verdurstet wären wir wohl bestimmt 2 Tage lang nicht 😉

Die Kinder haben ein paar süße Lieder, Gedichte und Tänze aufgeführt, und in den Aufführungspausen sind sie wie wild in der Gegend herumgerannt. Und haben hin und wieder etwas getrunken und gegessen.

Zwei schlechte Handyfotos gibt es heute nur, ich habe vor lauter Pack,-Back- und Kinderkutschier-Stress die Kamera vergessen. Tja, pech…

Adventskalender10_02 Adventskalender10_01War ein lustiger Nachmittag!

Er hätte allerdings nicht damit enden müssen, dass sich alle meine 4 Kinder (also auch das Tageskind) den matschigen Hügel an der Schule herunterrollen. Mehrfach. Ich hatte also hinterher 4 schlammverkrustete Kinder… (Aber weil die anderen Kinder aus Töchterleins Klasse das auch gemacht haben sind sie nicht auf die Idee gekommen, dass es vielleicht nicht die allerschlaueste Idee war… Argh. Ich bin dann mal los, Wäsche waschen…)

 

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Mein Flehen wurde erhört!

In unseren aktuellen Fußballsammelpäckchen haben wir gestern das hier gefunden: Der Torbart hat nen Bart 😀

Torbart01

Krümel war sehr erfreut- ein ECHTER Torbart!

Aber….

„Mama, ist das denn jetzt auch ein Torbart? Die Karte hat aber die falsche Farbe!“

Torbart02Mannoooo… vielleicht sollte ich lauter flehen…?

(Immerhin haben wir schon herausgefunden, dass die Kartenfarbe etwas mit der Spielposition zu tun hat- das ist fast so gut wie verschiedene Frisuren. Wenn die Spieler diese Karten bei den Spielen dabei haben, oder sich an den Farbcode halten, dann kann ich dieses Jahr auch mitreden!!)

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Wenn einer eine Reise tut…

…dann kann er was erzählen.

Als ich am Samstag zu Nele gefahren bin (Hier übrigens ihre Sicht der Dinge, besser hätte ich es nicht formulieren können!) , bin ich mit dem Zug gefahren. Das habe ich schon wirklich lange nicht mehr gemacht, aber ich dachte mir, dass ich, wenn ich schon ein freies Wochenende habe, auch die Fahrt schon mal zur Entspannung nutzen kann, und vielleicht etwas lesen oder dösen… Beim Kaufen der Karten einige Tage zuvor überlegte ich, ob ich reservieren soll oder nicht… naja, eigentlich ist es ja nicht nötig… aber… ach, gönnen wir uns den Luxus einfach mal.

Und dann stellte ich im Zug fest: Es ist ja der erste Ferientag! Viele Leute wollen Zug fahren! GUT, dass ich reserviert hatte!

Schnell war ich an meinem Platz, verstaute meinen Rucksack im Gepäcknetz und setzte mich hin. Puh, geschafft. Die anderen 100000 Leute, die ebenfalls mitfahren wollten, saßen allerdings noch nicht, sondern versuchten, mit ihren Monsterkoffern durch den schmalen Gang zu gelangen. Von beiden Seiten, das heisst es kam wirklich NIEMAND mehr durch. Und niemand kam auch nur ansatzweise auf die Idee, den anderen vielleicht erst mal durch zu lassen, damit man selber durchkommt, nur eben ein oder zwei Minuten später als der andere..

Am lautesten und am unnachgiebigsten waren zwei ältere Damen, sehr gepflegt, in schicken Kostümchen. Während die eine eine lamentierte, dass sie ja WIRKLICH gerne allen Platz machen würde, aber diese PERSON da vor ihr würde sie ja NICHT durchlassen, keifte die andere zurück: „Sie haben ja keine Ahnung was ich hier schon durchgemacht habe, und das geht sie auch einen SCHEISSDRECK an!“

Die Sitzplatzsuche gestaltete sich übrigens auch deswegen schwierig, weil es gar nicht alle reservierten Platznummern gab- viele existierten in dem Zug gar nicht. Irgendwie kamen dann aber alle durch, und nach 20 Minuten hatte jeder einen Sitzplatz.

Die erste der beiden lauten Damen musste allerdings erst noch etwas warten, bis nach der ersten Haltestelle Plätze frei wurden. Denn, so konnte man sie rufen hören, sie würde NIE reservieren, denn man würde schließlich IMMER Plätze finden, wenigstens nach kurzer Zeit. Dann war es eine Weile ruhig im Zug.

Bis an einem Bahnhof einige Zeit später ein Paar einstieg, das reserviert hatte. Und zwar genau die Sitze, die die Dame mit ihrer Enkelin besetzt hatte. Zuerst hörten wir nur leise Diskussionen bei denen nichts zu verstehen war, aber schon kurze Zeit später hörte man die Dame in jammerndem Tofall rufen: „Aber wo sollen wir denn dann sitzen?“ Die Antwort bestand nur aus einem genervten „Ist mir doch scheissegal!“

Die weitere Fahrt verlief dann auch tatsächlich ruhig. Lesen konnte ich zwar nicht, weil die Sonne ungünstig stand, aber ab und zu habe ich mich mit meinen Reisegenossinnen unterhalten, was auch okay war.

Zwischendrin kamen dann die Durchsagen des Schaffners, die ziemlich schwer zu verstehen waren, denn er hat sehr gelallt… ob er sich wohl aufgrund des zu erwartenden Andranges ein bisschen Mut angetrunken hat? Man weiß es nicht…

Dann, die beste Durchsage des Tages: „Meine Damen und Herren, wir erreichen in wenigen Minuten den Mond von Wanne-Eickel!“

Stille.

Dann fragte jemand: „Hat der jetzt tatsächlich ‚der Mond von Wanne-Eickel‘ gesagt??“ Bestätigendes Murmeln, wundern. Wir überlegten noch, was es stattdessen hätte heissen können, waren uns aber Sicher- er hat Mond gesagt! Beim Einfahren in den Bahnhof schauten wir uns extra genau um… aber es gab keinen Namenszusatz zur Stadt oder sonst etwas, was den „Mond“ rechtfertigen könnte…

Kein Mond. Echt nicht. Nur Bahnhof, ganz normal, nicht sonderlich schön. Immerhin, haben wir rumgesponnen, wenn das hier jetzt der Mond von Wanne -Eickel ist, sind wir wenigstens mit einem Raumschiff da hin geflogen. Sonst wären wir ja schließlich nicht da… Oder, meinte eine andere Mitfahrerin, vielleicht wollte er uns nur auf das Werwolfproblem von Wanne-Eickel aufmerksam machen, aber traute sich nicht, das öffentlich zu sagen?

Das Mysterium von Wanne-Eickel jedenfalls haben wir nie klären können, die Zugfahrt, die jedes Unterhaltungsprogramm toppen konnte, haben wir aber sehr genossen 🙂

Und nach ganz ganz kurzer Zeit war ich auch schon in Münster angekommen… Und da war es auch toll 🙂

 

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Kryptisch

Winkewinke an N.D. aus A!

Ich würde doch nie ein passwortgeschützten Beitrag schreiben in dem ich über Dich lästere, auch wenn ich behaupte, so etwas tun zu wollen… 😉  Dafür hast Du noch zu wenig (bis gar nichts) böses angestellt ;-p

(abgesehen davon klappt das mit dem Passwortschützen eh im Moment nicht… *seufz*)

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