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Hermine Granger

Töchterlein LIEBT die Harry Potter Geschichten, und vor allem Hermine Granger ist ihre absolute Heldin. Sie spielt seit Monaten, dass sie Hermine Granger ist, zaubert herum und erlebt viele heldenhafte Abenteuer.

Also war es kein Wunder, dass sie sich für Halloween gerne als Hermine verkleiden möchte.

Seit sie das Kostüm hat zieht sie es kaum noch aus, und sie bittet mich dauernd, sie noch einmal und noch einmal zu fotografieren, weil sie sich so freut.

Also haben wir heute mal ein wenig das Wohnzimmer dekoriert und ein bisschen fotografiert. Wenn sie vorher schon stolz war, JETZT strahlt sie regelrecht! Aber seht selbst!

Kind glücklich <3

Wir haben übrigens auch versucht, ein Foto zu machen, auf dem sie erschrocken guckt- dashat aber nicht so geklappt wie sie es geplant hatte. Ich sagte zu ihr: „Irgendwie guckst Du so angeekelt, als hätte Dir jemand auf die Füße gepinkelt!“ Das brachte zwar kein erschrockenes Gesicht, aber dieses hier:

Hat Spaß gemacht!

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Sieben! Und Igel!

Krümel ist jetzt schon sieben. Krass. Und am Sonntag haben wir seinen Geburtstag mit seinen Freunden und Freundinnen gefeiert!

Weil ich so unsicher war, wie das Wetter wird, haben wir nur ganz vorsichtig eingeladen, denn eine ganze Bande ungezähmter sechs- bis siebenjähriger Kinder im Haus wäre…. anstrengend ^^ Auch so schon war es ziemlich wild, es wurde viel gestritten und viel wieder vertragen, aber hinterher verließ niemand mit den Worten „Du bist nicht mehr mein Freund“ das Fest. Ein ganz normaler Kindergeburtstag eben!

Weil Krümel in die Igelklasse gekommen ist wünschte er sich einen Igelgeburtstag mit Schnitzeljagd. Weil, wie gesagt, ich ja sehr unsicher war wegen des Wetters habe ich die Schnitzeljagd nur für den Garten konzipiert. Außerdem, und das ist neu, war es eine Schlaumach-Schnitzeljagd. Krümel liebt Wissenssendungen, Wissensbücher, Wissenshörspiele, und er hat schon eine ganze Menge an Informationen in seinem Kopf gespeichert.

Also gab es bei der Schnitzeljagd Igelwissen zu finden. Dazu habe ich über Pinterest eine Seite über Igel-Grundschulwissen gefunden, auf denen es fertige Arbeitsblätter gibt.

Ich habe es mir angeguckt- und es dann sehr stark abgespeckt. Es war zwar schon sehr toll, aber meine Erstklässler und Kindergartenkinder auf dem Fest sollten ja nicht das Gefühl haben, in der Schule zu sein. Ich habe mehrere Stationen vorbereitet, an denen ich einen kleinen Text- naja,nicht vorgelesen, aber die Infos erzählt habe. Dazu gab es jeweils eine kleine Aufgabe- etwas suchen, etwas ankreuzen, Bilder verbinden. Wenn das (manchmal mit meiner Hilfe 😉 ) gelöst wurde, gab es den nächsten Hinweis. Am Schluss gab es einen „Schatz“, aber dazu nachher mehr.

Aber jetzt mal zur eigentlichen Party!

Als die Kinder kamen habe ich schon direkt gemerkt, dass alle ganz schön aufgedreht sind, und so flitzten und hüpften sie durch das Wohnzimmer, guckten dem Krümel beim Geschenke auspacken zu und waren schon alle sehr aufgeregt.

Dann gab es Kuchen für die Bande! Schoko-Kirsch-Marzipanigel…

…und Regenbogen- Mascarpone-Torte !

Kuchen kam dieses Mal nicht so gut an, das ist jedes Mal wie russisch Roulette. Entweder stürzen sich alle alle auf den Kuchen, oder sie knabbern nur etwas dran. Ich habe noch nichts dazwischen erlebt ^^ Was der Renner war: Die salzigen Cracker, Knabbergemüse und Creme Fraiche Dip.

Dann ging es los. Irgendwie hat es sich eingebürgert, dass die Kinder erst mal T-Shirts bemalen. Dieses Mal habe ich vorne drauf Igelchen gemalt, außerdem den Namen jedes Kindes. Letzteres ist auch nötig, denn Krümels Zwillingsmädchenfreundinnen werfe ich immer durcheinander… (Die kennen das aber schon 😉 ). Und so wussten dann auch die anderen Erwachsenen, wer da grade vor ihnen stand !

Und dann ging es raus in den Garten, die Schnitzeljagd sollte beginnen!

Ich bemerkte meinen Fehler schnell- die Kinder hätten erst mal herumrennen wollen, sie waren nicht wirklich bei der Sache, und dann musste man ja noch stillstehen und etwas zuhören- das war schwierig. Aber es war nicht weiter schlimm, ich habe dann immer einfach mit mindestens drei Kindern (wechselnde Besetzung, die, die grade Lust hatten) die Aufgaben gelöst. Oft habe ich auch vorgesagt, und die Kinder haben genickt- das zählte auch als gelöst . Ich bin aber überrascht, wieviel tatsächlich hängen geblieben ist.

Die letzte Aufgabe war ein Igel-Puzzle, da waren auch wieder fast alle von der Partie. (Wir hatten übrigens einen extrem großen hellblond-Anteil bei den Kindern ^^ )

Beim Schatz waren dann wieder alle dabei: Igelfutter! Und was fressen Igel? Ja, da haben alle gut aufgepasst: Käfer, Würmer, Schnecken… Käfer gab es zwar keine, aber Würmer und Schnecken wurden mit Freude komplett aufgefuttert!

 

Gummi-Würmer und -Schnecken, natürlich. Süßkram, yaaay!

Die Kinder, die schon bei unseren Parties dabei waren, kennen es quasi nicht anders, als dass jedes Mal eine große „Endschlacht“ gemacht wird: Mit abgeschnittenen Poolnudeln auf die anwesenden erwachsenen Männer eindreschen. Nun, bei einer Igel-Wissens-Party gibt es natürlich keine wirkliche Endschlacht- außerdem erst recht nicht, wenn es noch nicht mal Halbzeit ist 😉 Weil die Kinder aber dringend rennen mussten, haben sich die anwesenden Papas und Patenonkel zum verkloppt werden zur Verfügung gestellt!

Dann haben wir Stopptanz gespielt- in der leicht modifizierten Igelversion. Statt stehen zu bleiben mussten sich die kleinen Igel zu einer Kugel zusammen rollen, wer als letztes zusammengerollt war schied aus. Das war gar nicht so einfach, wenn man jahrelang auf NORMALEN Stopptanz konditioniert wurde. Aber die ersten Versuche zählten noch nicht, und erst als alle Kinder das Konzept verinnerlicht hatte, wurde auch rausgeworfen.

Krümel hat gewonnen ^^ Zumindest beim ersten Mal. Stopptanz ist sehr beliebt, und die Kinder wollten es öfter spielen.

In der Zeit, in der die Kinder Stopptanz gespielt haben, haben meine Helferlein im hinteren Teil des Gartens Papierschnippsel ausgelegt. Darauf waren Insekten augedruckt, Spinnen und Frösche, ein Glas Milch, Obst, Gemüse… Die kleinen Igel sollten dann auf Futtersuche gehen, denn die Ration aus Schnecken und Würmern reichte nicht für Winterspeck. In Schüsseln sollten die Kinder dann die Zettel sortieren- in essbar für Igel, und nicht essbar für Igel. Die Zettel waren gut versteckt- einer sogar in einem Spinnennetz am Gartenhäuschen ^^ Nach kurzer Zeit waren beide Schüsseln gut gefüllt, und es fanden sich keine weiteren Zettel mehr. Und die Igel haben kein Bauchweh bekommen von falschem Futter! Gut aufgepasst, Igelchen!

Die Kinder tobten noch etwas herum, dann durften sie Dosenwerfen, was einfach immer Spaß macht- auch wenn man manchmal etwas warten muss,bis man eeeendlich dran ist. Da kann man schon mal ein bisschen streiten. Aber bis man dran war hatte man sich auch schon längst wieder vertragen und darf doch wieder auf den Geburtstag des anderen Kindes… ^^

Einige Kinder haben sich in den Sandkasten gesetzt, mit Sand, Wasser und Matsche gekocht, einige rannten herum und haben Fechtübungen mit Poolnudeln gemacht. Eigentlich waren alle gut beschäftigt und schienen viel Spaß zu haben- aber ich hatte noch eine Bastelarbeit vorbereitet. Wohlwissend, dass die Kinder vielleicht nicht wollen würden, habe ich mal vorsichtig gefragt, wer Lust hat, aus Modelliermasse einen Igel zu basteln.

Ich hätte auch alles weggepackt und sie spielen lassen, aber es wollten tatsächlich ein paar Kinder mitkommen. Das war für die Übrigen so spannend, dass tatsächlich am Ende jeder etwas gebastelt hatte. Und sie haben sich auch wirklich Mühe gegeben, es sind viele tolle Igelchen entstanden, ganze Igelfamilien!

Es war total schön, wie die Kinder mir von ihren Igeln erzählten, und wie sie feststellten, dass 8000 Stacheln (soviele Stacheln hat ein ausgewachsener Igel etwa, das hatten sie ja jetzt gelernt !) ganz schön viele sind. Wenn man aber jeden Zahnstocher einfach „tausend“ nannte, war es ganz einfach! Oder ein Igelbaby mit 100 Stacheln, sogar das war nicht wenig, wenn man nur Modelliermase benutzt….

Dann war die Party auch zuende, die Kinder wurden abgeholt.

Mein Fazit zu so einer Wissensparty: Viel mehr Freiraum lassen, um herumzurennen, und auch vorher. Die Kinder waren zwar interessiert, aber eben auch am Garten und am Spielzeug und daran, miteinander herumzurennen. Ansonsten: Prima! Auch mit einem Sachthema kann man gut feiern.

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Minecraft Geburtstagsparty

Juli ist Geburtstagsmonat bei uns, und wenn der Superpapa fertig ist, kommt sofort der große Sohn dran.

Für dieses Jahr hat er sich wieder eine Minecraftparty gewünscht. Dieses Jahr habe ich aber DEUTLICH weniger Aufwand betrieben als letztes Jahr, da zwei Wochen zuvor eine sehr aufwändige Harry Potter Party gefeiert wurde- dazu aber demnächst mehr! Jetzt erst mal: Minecraft!

Zuerst bekamen die Jungs jeder ein Shirt mit einem Creepergesicht drauf. Eigentlich wollte ich das mit den Kindern zusammen machen, aber dann hab ich mir gedacht, ob eine Bande von 10-12 jährigen Jungs überhaupt Lust dazu hat, sich Shirts zu machen…? Also habe ich dann doch alle vorbereitet, was wahrscheinlich weniger Arbeit war als das alles mit den Kindern zusammen zu machen 😉

Es gab wieder einen Schokoladen Kuchen-Kuchen, der aber nicht so toll aussah wie der vom letzten Jahr- aber egal, ich habe mir extra vorher vorgenommen, dass ich nicht perfekt in allem sein muss, und schon gehts ganz gut 😉 Und geschmeckt hat der Kuchen auch so, ohne dass er perfekt ausgesehen hat!

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Dann gab es noch einen spontanen Enderman-Zitronenkuchen- ich hatte irgendwie nur Schokoladensüßkram, aber weil einige Jungs dabei waren die ich noch gar nicht kannte dachte ich mir, dass ein nicht-Schokoladen-Kuchen vielleicht nicht schlecht wäre. Ich habe auf gut Glück eine Stunde vor der Party einen eckigen Kuchen gebacken. Beim Zuckerguß machen habe ich die schwarze Lebensmittelfarbe wiedergefunden, die ich mal gekauft hatte und wusste sofort, dass ich mit wenig Aufwand den Enderman machen kann. Den Kindern hats gefallen, und eins der mir bis dahin unbekannten Kinder hatte tatsächlich nix für Schokolade übrig!

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So viel Kuchen wurde dann aber gar nicht gegessen, das kenne ich von Jungspartys so gar nicht. Statt dessen haben sich die Jungs über das Obst und Gemüse her gemacht und mit Salzstangen und Chips zu Spießchen verarbeitet.

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Dannging es los mit den Partyspielen! Wir hatten eine Schatzsuche vorbereitet, die teils mit herkömmlichen Hinweisen, teils mit GPS und Kompass gelöst werden musste. Außerdem gab es eine Minecraft-Geschichte dazu. Ein Griefer hat den Öffnungsmechanismus zu einer Schatztruhe geklaut. Die Kinder kamen also nicht an den Inhalt. Aufgabe also war es, die Batterie und den Öffnungsmechanismus zu finden und wieder anzubauen.

Der erste Hinweis (zwei sich an der Hand haltende Kinder haben etwas gesehen, fragt sie) war mit GPS-Koordinaten, was mit Superpapas Handy zielsicher gefunden wurde!

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Die händchenhaltenden Kinder waren etwas schwierig zu finden- denn es handelte sich um das „Achtung, spielende Kinder“ Schild, an dem ganz oben der Hinweis hing. 😉 Aber danach waren die Jungs kaum zu stoppen- gut, dass ich mein Fahrrad dabei hatte, denn das Lauftempo hätte ICH nicht mithalten können…

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Weg waren sie…. aber nicht ohne vorher Kabel, ein „Batteriegehäuse“ (Pappkarton mit Aufschrift „SUPER STROM, REDSTONE GEPRÜFT!“) und mehrere Hinweise gefunden und verstanden zu haben!

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Nachdem nun auch die Flaschen mit der Batteriesäure gefunden wurde kam eine Aufgabe, bei der ich mir nicht sicher war wie sie ankommen würde… Minecraft am Computer ist ja mit Minen bauen, Gänge graben, Festungen errichten. Unser Part hat eine riesige Sandgrube, und Superpapa und ich haben uns überlegt, dass die Jungs 10 Minuten Zeit haben, um eine Befestigungsanlage gegen den Griefer zu bauen.

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Stellte sich sehr schnell heraus, dass 10-12jährige Jungs es LIEBEN, gemeinsam eine riesige Sandfestung zu bauen- man ist noch nicht zu cool dafür (uff!) Ich habe die 10 Minuten Festung bauen dann einfach verlängert und den Jungs gesagt, sie sollen mir einfach bescheid sagen wenn sie fertig sind 😉 Nach einer guten halben Stunde habe ich dann doch mal das Ende eingeläutet- wir mussten ja noch weiter! Und da stand diese wunderschöne Festung!

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Dann ging es weiter, „Strom“ suchen. Wir haben im Park mehrere Sportgeräte, eines davon ist eine Walze, auf der man laufen kann. Diese war unser „Dynamo“, mit der wir die Batterie laden konnten. Die Batterie war natürlich erst noch in ihre Einzelteile zerlegt, und die Jungs bekamen Schrauben, Kabel, Metallteile (die vom Möbelbau mal übrig geblieben sind) und Klebeband um sie zusammen zu bauen. Als ich nach dem Bauplan gefragt wurde habe ich geantwortet, dass sie einfach etwas bauen können, und es hinterher dann eine Batterie ist, egal was sie bauen. Und dann bauten sie.

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So tun als ob man eine Batterie bastelt aus zusammengewürfeltem Kram macht offenbar auch deutlich mehr Spaß als ich gedacht hatte, und die Jungs bastelten mit großem Elan. Ein bisschen sah es so aus als würden sie eine Bombe bauen… 😉

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Dann musste ich die Gruppe verlassen, und Superpapa ging die restlichen Stationen mit den Jungs ab- es galt nur noch den Hebel zu finden durch peilen mit dem Kompass, dann musste dem Rest der Hinweise gefolgt werden. Zu einem Parkplatz, auf dem ich mittlerweile mit dem Auto wartete. Im Auto: Eine Kühlbox voller Eis, außerdem Getränke. Es gab eine kurze Pause in der sich die Kinder stärkten, dann ging es wieder zurück zu uns nach Hause.

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Die Jungs mussten dann ihre geladene Batterie und den Hebel an die Kiste anschließen, und plötzlich funktionierte der „Mechanismus“. Die Kiste öffnete sich und es kamen Wasserspritzdinger heraus. Das war der Auftakt zum nächsten Spiel!

Bedwars„. Die Kinder teilten sich in zwei Gruppen auf. Jede Gruppe bekam Pappkartons (Verpackungsmaterial von unserem Fußboden 😉 ), Malerkrepp, Papprohre und Poolnudeln, um sich eine „Festung“ zu bauen, in denen sie ihr Bett sichern konnten. Das Bett ist in Minecraft Bedwars der Punkt, an dem man respawned, also wiederbelebt wird. Ist das Bett zerstört hat die Mannschaft verloren.

In der Mitte zwischen den beiden Mannschaften war ein Lavabecken, in dem ein selbsternanntes Lavamonster sein Unwesen trieb!

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Beide Mannschaften haben sich vorbereitet!

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Sie haben auch Attrappen gebaut, damit keiner das bett findet…

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Und los ging es!

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Das Spiel HÄTTE gut sein können, wenn die Umstände besser gewesen wären. Es waren nicht alle der eingeladenen Kinder da, das heißt die Mannschaften waren sehr klein. Und unser Garten ist lang und schlauchförmig, keine Chance sich von der Seite anzuschleichen. Als nach kurzer Zeit die Stimmung kippte habe ich beschlossen, dass beide Mannschaften gewinnen, und und jetzt die Wasserschlacht eröffnet ist-jeder gegen jeden. Minecraftparty2_18

Um das zu unterstreichen habe ich mir eine Wasserspritze geschnappt und einfach alle nass gemacht. Ein Junge schaute mich freundlich lächelnd an, fragte: „Spielen Sie auch mit, ja?“, und als ich bejahte bekam ich gleich eine große Ladung Wasser frontal ab 😉

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Hinterher waren alle klatschnass und glücklich, und freudig überrascht, dass sie ihre Shirts als Partymitbringsel mitnehmen durften 🙂

Fazit: War super! Die Jungs hatten großen Spaß am selbermachen, sie hatten Spaß an der Geschichte und an der Wasserschlacht.

Merker für mich: KEINE Wettbewerbssachen mehr, auch wenn die Kinder schon groß sind- die Stimmung kippt dann zu schnell! Das ist es nicht Wert!

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Minecraft Geburtstagsparty

Minecraft ist DAS Thema des großen Sohnes (und er sitzt auch grade neben mir und erzählt mir minecraftiges 😉 ). Klar also, was das Thema der Geburtstagsparty sein sollte!

Ich habe mir wieder einmal eine Geschichte ausgedacht, die gespielt werden sollte, und alles so, dass man sich vorstellen kann, es sei auch tatsächlich Minecraft. Damit niemand der anwesenden Minecraftfans sagen kann: „DAS IST ABA FAAAAHAAAALSCH!!!“ habe ich vorgesorgt- mit einem Türschild!

(Klick aufs Bild macht wie immer das Bild groß und besser erkennbar… weiß garnicht, warum die in kleiner immer so extrem matschig aussehen! *grummel*)

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(Luftballons in einen Rosenbusch zu hängen war übrigens eine meiner weniger brillianten Ideen 😉 )

Damit man erkennt, was das alles so heißen soll ist das Bild an der Tür hier nochmal in „echt“ zu sehen:

Minecraft Party2Version 2.4.3 gibt es noch garnicht, die aktuelle Version ist 1.9. Aber somit war allen klar: Es gibt viele Elemente bei der Party, die in der Computerversion ganz einfach noch nicht erfunden waren! (Und das Argument musste ich auch ein paar Mal anwenden, aber es zog, und einer der Jungs will jetzt unsere Version programmieren ^^)

Server, das unkenntlich gemachte, ist unsere Adresse;-) Bei „Schwierigkeitsgrad: Survival“ hab ich wohl irgendwas falsch gemacht, das hätte anders heißen müssen, wurde mir vom Sohn mitgeteilt, aber- das ist in Version 2.4.3 eben auch anders 😉 Er konnte es mir verzeihen!

Dann kamen die Kinder, und es gab Kuchen!

Okay, das war noch vorher, in der Vorbereitungszeit am Morgen 🙂

Minecraftp13Es gab einen typischen Minecraft-Block-Kuchen. Im Spiel sieht der Kuchen tatsächlich genau so aus (naja, NOCH etwas eckiger), und der Sohn war sehr zufrieden! Es war, wie gewünscht, ein Schokoladenkuchen!

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Dazu gab es Slime aus grünen Wackelpuddingwürfeln und Magmaslime aus roten. Alles immer in Blockform, weil Minecraft 😉 Dann noch Melonenblöcke, und einen unverzierten Vollkorn-Mandelkuchen in Blockform, letzterer wegen eines anwesenden Unverträglichkeitskindes, aber trotzdem extrem lecker!

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Die Kinder haben gefuttert und gefuttert… so, dass ich irgendwann mal vorsichtig fragen musste, ob wir nicht vielleicht bald mal anfangen könnten 😉

Minecraftp17 Minecraftp18Und dann durften wir beginnen!

Wenn man Minecraft spielt, dann kann man einstellen, dass man am Anfang eine Bonustruhe bekommt, in der ein paar essentielle Dinge drin sind, die fürs Weiterkommen wichtig sind. Also gab es auch bei uns eine Bonustruhe, die, wie im Spiel, von 4 Fackeln umringt war. (Fackeln kaufen stellte sich als eine schwierige Angelegenheit heraus- nach 5 Läden, in denen es sonst IMMER Fackeln gab, nur natürlich jetzt nicht, fand ich im 6. wenigstens ein paar Minifackeln in quietschebunt. Ich kaufte 2 Packungen, damit wenigstens keine pinken und lila Fackeln herumstanden… (Die gab es dann nachts, als es eh dunkel war 😉 )

Minecraftp19 Minecraftp03In der Bonustruhe fanden sich eine Anleitung für ein Multitool und 4 Bretter. Die Minecraftprofis wussten, dass sie sich aus 4 Brettern einen crafting table bauen konnten- also eine Werkbank, aber wer sagt sowas schon? Der crafting table wurde gebaut, und stand dann wie durch Zauberhand aus Pappe vor den Kindern 😉

Die Kinder sollten also ein Multitool bauen. Im echten Spiel braucht man Axt, Schwert, Spitzhacke, Feldhacke… aber wenn wir das alles einzeln herstellen würden, könnten wir eine ganze Woche nur mit „craften“ verplempern. Also ein Multitool, das alles kann. Wenn es alles können soll, muss es auch aus vielen Materialien hergestellt werden. So ein crafting table hat 9 Kästchen, also mussten auch alle 9 Felder ausgefüllt werden!

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Die Kinder sollten Holz, Steine, Blätter, Federn, Schrauben, Sand, Papier, Stoff und Glassteine finden. Alles „wuchs“ irgendwo im Garten (Damit die Kinder den Hühnern die Federn nicht ausreißen habe ich ein paar Federn ausgestreut 😉 )

Minecraftp21 Minecraftp22Gewissenhaft wurde alles gesucht, und man fand auch den Schraubenstrauch, den Papierstrauch, und den Stoffetzenstrauch! DMinecraftp08 Minecraftp06 Minecraftp07Die Glassteine waren in einem Glas voll mit glibbrigen Wasserperlen…

Superpapa sah sich das Ganze entspannt von der Seite an, sein Einsatz sollte erst später kommen 😉

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Die Mädels haben Anfangs ein bisschen mitgemacht, aber dann das Interesse verloren und für sich gespielt. Egal, Hauptsache alle haben Spass!

Minecraftp24 Minecraftp20Als alle ihre „Zutaten“ gefunden haben ging es ans craften. Die gefundenen Gegenstände mussten in der richtigen Reihenfolge auf den crafting table gelegt werden!

Minecraftp25Wer das geschafft hat, bekam sein Multitool- eine Poolnudel!

Es hat eine Weile gedauert, bis alle fertig waren, und in der Zeit entbrannte schon der erste Poolnudelschwertkampf!

Minecraftp26Gut, dass die Jungs schon so heiß darauf waren, mit den Poolnudeln Monster zu schlachten, denn im Garten wurden Spinnen gesichtet!

Minecraftp11 Minecraftp12Schuhkartonspinnen, die von den Bäumen geschlagen werden mussten!

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Die Spinnen wurden recht schnell besiegt, und was für eine Überraschung, sie enthielten ja auch noch verschiedene Gegenstände!

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Eine Tesafilmrolle? Warum nur…?

Die Kinder sammelten alle Spinnen ein und brachten sie zum Tisch, um die Schätze zu begutachten. Plötzlich, ein Knall: Ein Creeper ist explodiert! Schnell hin und nachsehen!

Der Creeper hat die Schaltung zu einer Tür kaputt gerissen, jetzt kommt niemand mehr darurch. Außerdem stand ein weiterer Creeper daneben. Leider explodieren Creeper in Minecraft 2.4.3, wenn man sie mit einem Multitool haut, also musste eine andere Idee her. Aber praktischer Weise fand sich eine Anleitung für ein Blasrohr mit Pfeilen.

Die Kinder gingen also zurück zum Tisch und begannen, aus Papier Pfeile zu rollen, mit Tesafilm zusammenzukleben, und mit den dicken Strohhalmen zu einem Blasrohr zusammenzufügen.

Minecraftp30 Minecraftp31 Minecraftp32Irgendwann wurden aus den Pfeilen dann Papierkugeln, aber hey, das geht ja schließlich auch =)

Mit den Pfeilen, den Blasrohren und dem Töpfchen rote Farbe gingen wir zum Creeper zurück, der netterweise noch nichts kaputtexplodiert hat.

Jedes Kind durfte nun einen Pfeil in die Farbe tunken und mit dem Blasrohr auf den Creeper schießen.

Minecraftp33 Minecraftp34 Minecraftp35Der Creeper hatte relativ bald verloren, und der Weg zur Tür und zum kaputten Schaltkreis war frei!

Leider waren die Redstoneleitungen zerstört, also mussten die Kinder erst einmal in eine Mine, um Redstone abzubauen!

Dazu muss ich nochmal abschweifen und eine Geschichte erzählen ^^

Ich überlegte, wie ich die Minecraftblöcke für die Party darstellen kann. Meine Idee war es, einfach viele Pappkartons zu benutzen, ohne groß etwas daran herumzubasteln. Aber Pappkartons mussten ja erst mal hergeschafft werden. Also rief ich bei meinen Eltern an, und hatte meinen Vater am Telefon. Hm, Pappkartons, klar, könnte er sammeln… wozu ich die denn bräuchte? Ich erzählte, dass es Minecraft Blöcke sein sollen, die leicht abgebaut werden können. Damit die Kinder nach „Steinen“ und „Erzen“ graben können, genau wie im Spiel.

Und an dieser Stelle ist es wirklich, wirklich eine gute Sache, wenn man einen Vater hat, der Künstler ist 😉

„Steine und Erze? Ich habe da genau das, was Du brauchst“

Er hat sich nämlich aus Pappkartons, Pappmacheé und Farbe selber ein paar Sockel gebaut für seine Kunstwerke, und die lagen jetzt im Lager herum und wurden nicht gebraucht. Ich bemerkte, dass es aber eine Party von einem 10jährigen ist, der wilde 7-11jährige Freunde hat- es könnte sein, dass die Blöcke das nicht überleben!

„Dann mach wenigstens genug Fotos davon, damit die Zerstörung der Klötze als Aktionskunst durchgehen kann!“

Klar, das kriegen wir hin!

Und so hatte der große Sohn ECHTE Minecraftblöcke auf seiner Party!

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Aber weiter mit der Party! Weil ich meine Pappenheimer  kenne war die Anweisung natürlich, dass Redstone nur ganz VORSICHTIG abgebaut werden darf. Nix mit einfach alles niederrumpeln und so, nein! Die Multitools mussten verwendet werden, um gemeinsam die Steine abzuheben. Teamwork war gefragt!

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Es ging ein klein wenig wuselig und durcheinander, aber die Kinder haben es wirklich gut gemeinsam geschafft, die Blöcke „abzubauen“ und die dazwischen verstecken Dinge zu finden. Das waren Papp-Redstone, Zahnstocher und Anleitungen, wie man eine Redstoneleitung und eine Redstonefackel „craftet“.

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Der Sohn hat eine Anleitung gefunden!

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Minecraftp39Und der abgebaute Blockhaufen. „Ganz spontan“ kam mir die Idee, dass aus dem Haufen doch ganz prima eine Festung gebaut werden kann, gegen eventuell auftretende Endgegner….

Aber erst einmal mussten Schaltungen geschaltet werden. Superpapa, der die Aufgabe entwickelt hat, half den Kindern, selber die Lösung zu finden.

Minecraftp40Am Ende war die Schaltung geschaltet und die Tür ging auf. Dort stand eine Truhe, die eine Braustation war.

Minecraftp05Eine der Aufgaben war es, einen Stärketrank zu brauen. Dafür wurde Feuer benötigt.

Aber die Kinder brauchten kurz eine Auszeit. Also wurde das Planschbecken freigegeben für die Kinder, die wollten, andere wollten lieber beim Zündeln dabei sein. Außerdem musste ja noch eine Festung aus Blöcken gebaut werden! Jeder konnte ein bisschen herumlaufen und toben und spielen- bis das Feuer so richtig in Gang war. Dann ging es weiter.

Minecraftp42 Minecraftp41Die Zutaten für einen Stärketrank mussten gesucht werden. Pfefferminze, Wasser, Honig….

Minecraftp43 Minecraftp44 Minecraftp45Während der Stärketrank blubberte wurde ein „Wurftrank der Schwäche“ gebraut- aus Softbällen und einem Eimer mit Wasser, dazu 3 „Spinnenaugen“, die die Kinder beim Spinnenzerschlagen gefunden haben.

Und dann wurde der Enderdrache gesichtet! Schnell  den Stärketrank… äh… nicht getrunken, der war noch zu heiß, also nur daneben gestellt, die Dämpfe helfen natürlich auch, ganz klar 😉

Alle Mann auf Gefechtsstation!

Minecraftp46 Minecraftp47 Minecraftp48 Minecraftp49 Minecraftp51 Minecraftp52Uuuuuund besiegt! Yaaaaay!

Das „Programm“, also die Geschichte, war damit durch. Weil es aber eine Übernachtungsparty war gab es natürlich noch Abendessen für die Bande!

Minecraftp57Blockfrikadellen (bzw aufgeschnittener Hackbraten) mit grüner Frischkäsecreme, damit es aussieht wie eine Minecraft Glasblock.   Die Oma hat das Grasblockmachen netterweise übernommen!

Minecraftp04Zu den Grasblöcken gab es Blockbrötchen! Sehr lecker, aber bitte schlagt mich das nächste Mal, wenn ich bei 284653 Grad Außentemperatur die tolle Idee habe, Brötchen zu backen 😉

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Zwei Steves kämpfen noch gegen ein Skelett, auf dem Abendessen =)

Minecraftp56Außerdem gab es Rohkost und Dip, Eier, Obst, wer wollte noch Kuchen und Käseblöcke. Dann gab es als Nachtisch noch Marshmallows, über dem Feuer geröstet.

Minecraftp58 Minecraftp61 Minecraftp62 Minecraftp63Und nebenan am Tisch wurde eine Magicrunde eröffnet!

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Die Creeperfreundin mit dem Lippenstiftunfall durfte auch mitmachen!

Minecraftp59Irgendwann saßen aber alle am Feuer, und es wurde gezündelt was das zeug hält!

Minecraftp65 Minecraftp66Abends, genau rechtzeitig zum reingehen, fing es dann an zu Gewittern. So gab es kein Murren und Knurren…

Bis alle im Bett lagen dauerte es natürlich ein Weilchen (auch wenn nicht alle bei uns übernachteten)…

Minecraftp67Aber um 12 Uhr war Ruhe! (Ernsthaft!! Ich war auch verwundert!!)

Morgens ging es aber weiter, wie es abends aufgehört hat 😉

Nach dem Frühstück gingen aber alle nochmal raus zu Spielen, und um 11 waren alle Eltern da, um ihre Kinder abzuholen!

Minecraftp68Sohn glücklich. Mutter platt ^^

 

 

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Imkerkurs, Varroabehandlung

Uppsi, schon wieder ne Weile her, dass der letzte Kurstermin stattgefunden hat, ich muss doch noch meine Hausaufgaben erledigen und meine Kursmitschrift aufarbeiten! Nicht, dass ich später alles vergesse…

Ich kam sehr zeitig im Neuland an… so zeitig, dass ich noch eine ganze Weile im Schatten der Bäume sitzen konnte und den schönen Tag genießen konnte! So hatte ich dann auch noch Zeit, Ideen zu sammeln für die Geburtstagsparty des großen Sohnes – die war heute, am Freitag, und es war ziemlich super 😉 Mehr davon später mal =)

Aber ich schweife ab, bevor ich anfange!

Zu den Fotos: Anklicken macht wie immer das Foto größer und nicht so unscharf, sondern gut und klar erkennbar!

Als alle eintrudelten, suchten wir uns einen Ort, an dem wir uns zusammen hinsetzen konnte. Zuerst erzählte Frank uns allgemein ein paar Sachen, die Ende Juli bei den Bienen so passieren.

Die Tracht, also die Blüten und die Pollen, die die Bienen sammeln können, wird weniger. Es gibt also allgemein weniger Futter zu finden. Trotzdem sammeln die fleißigen Damen natürlich weiter- und auch gerne mal bei anderen Völkern.

Wenn ein schwaches Volk sein Heim nicht genug verteidigen kann, kann es sein, dass ein anderes Volk sich den Honig klaut. Räuberei heißt das, und es ist für so ein geschwächtes Volk eigentlich das Todesurteil. Das raubende Volk wird das schwache Volk komplett leer räumen, und es bleibt den Bienen des schwachen Volkes nur noch die Möglichkeit, sich in andere Völker „einzubetteln“- also zu versuchen, in einem anderen Volk aufgenommen zu werden.

Eine Kursteilnehmerin hatte tatsächlich einen Fall von Räuberei, ich habe netterweise die Erlaubnis bekommen, die Fotos zu veröffentlichen! Danke an Lisa dafür! Man sieht: Keine Bienen mehr da. Alle weg, die Waben leer. Und der gesamte Honig ist weggefuttert.

Räuberei02Hier sieht man noch mal deutlicher, wie die Waben regelrecht aufgerissen wurden!

Räuberei01Um der Räuberei vorzubeugen kann man das Einflugloch der Beute verkleinern. Bei der Bienenbox geht das mit der mitgelieferten Fluglochverkleinerung, die einfach nur eingeschoben wird. So haben die Bienen bessere Chancen, eventuelle feindliche Bienen abzuwehren.

Bei der Honigernte ist peinlich genau darauf zu achten, dass kein Honig verkleckert, denn andere Bienen riechen das, finden es, und teilen es dann dem gesamten Volk mit. Und dann geht es rund…

Die Fluglochverkleinerung hilft den Bienen übrigens auch, sich gegen Wespen zu verteidigen. Die Wespen spazieren nämlich sonst einfach hinein und fressen Bienen… Das habe ich sogar die Tage beobachtet: Eine  Wespe  und eine Biene kämpften, irgendwann hatte die Biene offensichtlich verloren. Die Wespe fing genüßlich an, Kopf und Beine abzutrennen, um sich dann am Filetstück gütlich zu tun.

Wow. Das war ein Anblick… Ich dachte ja, dass die Wespen nur hinter dem Honig her sind, aber offensichtlich schmecken Bienen auch echt gut…

Dann die Varroa.

Mistbiester! Diese Viehcher machen unseren Bienen das Leben schwer. Man wird es zwar nie schaffen, diese Milbe komplett aus der Beute herauszubekommen, aber man kann den Bienen helfen, dass die Schädlinge nicht die Oberhand gewinnen.

Aber erst einmal muss man immer mal wieder den Befall, den sogenannten Varroendruck, mit der Gemüllwindel überprüfen. Wie das geht schrieb ich ja schon mal hier! Wenn man dann bemerkt, dass viele Milben da sind (viele heisst schon, dass nach einem Tag etwa 5 Milben zu sehen sind), dann muss man etwas tun! Aber was?

Zuerst gibt es einmal die Broschüre „Varroa unter Kontrolle“. Da gibt es viele wertvolle Tipps! In der Broschüre ist wirklich alles wichtige erklärt!

Dann gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Das Herausschneiden der Drohnenbrut
  • Ablegerbildung
  • Behandlung mit Thymol
  • Behandlung mit verschiedenen Säuren

Arbeiten wir das doch alles mal ab:

Herausschneiden von Drohnenbrut. Drohnenbrut braucht ein paar Tage länger, um sich vom Ei bis zur fertigen Biene zu entwickeln. Somit ist die Brut der Drohnen auch länger mit einem Wachsdeckel verschlossen als das bei den Arbeiterinnen der Fall ist. Perfekte Bedingungen für die Milben, die es auch gerne kuschelig haben, und denen es entgegenkommt, länger Zeit zu haben sich zu entwickeln.

Pro: Man kann den Varroendruck senken, ohne Chemie zu verwenden.

Contra: Es ist eine ziemliche Sauerei, und natürlich auch ein Massenmord. Außerdem, auch wenn die Drohnen außer dem Hochzeitsflug scheinbar nichts anderes zu tun haben und „faul“ in der Beute herumlaufen, ist es doch wahrscheinlich, dass die Drohnen noch weiter von Nutzen sind. Die genaue Rolle im Volk ist zwar noch nicht geklärt, aber wahrscheinlich spielen sie für das Sozialleben der Bienen durchaus noch eine Rolle. Oder, wie sagte Frank einmal: Jungs kann man ja auch ab und zu mal gebrauchen!

In der Bienenbox und auch bei allen anderen wesensgemäßen Bienenhaltungen ist es außerdem auch gar nicht so einfach, die Drohnenbrut rauszuschneiden, weil die Waben für die Drohnen in der Mitte liegen. In den konventionellen Beuten gibt es im Gegensatz dazu für den Drohnenwabenbau einen vom Imker vorgegebenen Platz, den die Bienen ausschließlich zur Drohnenaufzucht nutzen, da ist das Ausschneiden dann einfacher.

Trotzdem… die armen Bienen!

Ableger bilden Ööööhm… also, jetzt muss ich sagen, dass ich grade gar keine Ahnung habem wie das funktioniert. Habe nur aufgeschrieben: Ableger bilden. Na toll. Werden die Ableger behandelt? Wird der Varroendruck einfach nur so kleiner, wenn man einen Ableger des Volkes macht? Ich habe es vergessen und muss es herausfinden. Bis es soweit ist, wisset: Ableger machen ist eine Methode bei der Varroabehandlung!! 😉

Behandlung mit Thymol

Thymol ist ein Bestandteil aus dem ätherischen Öl, das aus Thymian (unter anderem) gewonnen wird. Das Thymol tötet die Varroamilben zwar nicht, aber es bewirkt, dass die Sinne der Mistviehcher gestört werden. So können sich die Milben nicht fortpflanzen.

Pro: Es ist ein natürlicher Wirkstoff, der nicht giftig ist.

Contra: Der Geschmack und die Farbe des Honigs kann sich verändern. Frank erzählte, dass die Völker, die mit Thymol behandelt wurden, plötzlich grünen Honig hatten, der leicht minzig schmeckte. Das ist wie gesagt nicht schlimm oder giftig, aber wenn man nach Honig schmeckenden und wie Honig aussehenden Honig haben möchte, dann ist das nicht das Mittel der Wahl.

Behandlung mit verschiedenen Säuren

Imkerkurs3_01Zur Behandlung benutzt man Oxalsäure, Milchsäure oder Ameisensäure. Außerdem steht dabei noch „Bienenwohl“, das ist eine Mischung aus verschiedenen Inhaltsstoffen.

Für alle Behandlungen mit Säure gilt: Die Behandlung erfolgt über Verdunstung. Dazu muss die Temperatur hoch genug sein, damit es auch zur Verdunstung kommt. Die Temperatur darf aber auch nicht über eine bestimmte Temperatur steigen, weil es sonst zu Verätzungen bei den Bienen kommen kann.

Man kann herausfinden, ob das Wetter mitspielt, in dem man das richtige Varroawetter im Internet herausfindet. Hier gibt man seine Postleitzahl ein und findet heraus, ob es zu warm, zu kalt oder genau richtig ist für eine Behandlung!

Der Boden muss während der Behandlung in der Box sein, damit die verdunstenden Säuren auch wirken können.

Zu den einzelnen Säuren.

Oxalsäure wirkt nur an den Bienen, jedoch nicht an der Brut. Deswegen ist die Behandlung mit Oxalsäure bei neuen Schwärmen geeignet, denn die haben ja noch keine Brut, oder bei Ablegern.

Wenn man sein Volk mit Oxalsäure behandeln möchte, wartet man darauf, dass der erste Bodenfrost auftritt. Die Königin wird dann aufhören, Eier zu legen. Nach 2-3 Wochen sind alle Bienen geschlüpft, und es entsteht keine neue Brut.

Dann kann man mit der Behandlung anfangen: Die Säure wird entweder per Sprühflasche gesprüht, oder mit einer Träufelflasche eingeträufelt.

Milchsäure muss verdünnt aufgebracht werden, und kommt ebenfalls in ein brutfreies Volk. Zur Herstellung von Demeterhonig, also in Bioqualität, ist die Behandlung mit Milchsäure auch zugelassen.

60%ige Ameisensäure  ist bei Frank die Milbenbehandlung der Wahl. Bienen produzieren selber Ameisensäure, um sie in den Honig zu geben, damit der sich länger hält. Natürlich ist die Konzentration und die Menge der Säure eine ganz andere, als das, was wir den Bienen zumuten müssen. Ameisensäure tötet Milben! (HARRHARR!!!)

Zuerst muss der zu erntende Honig aus der Box heraus, dann werden die Bienen angefüttert. Mit Zuckerwasser aus weißem Zucker, mit kleinen Rettungsringen für die Bienen, damit sie nicht ertrinken! (Rettungsringe: Korkscheiben oder so, oder Stöckchen).

Dann wird behandelt!

Entweder geht das über die Schwammtuchmethode. Dabei wird  auf ein vorgewaschenes Küchen-Spül-Schwammtuch  4 ml von der Säure geträufelt, das dann in die Box hinein kommt. Das gilt zumindest für eine konventionelle Beute, wie die Menge bei den kleineren Ausmaßen in der Bienenbox ist wusste Frank noch nicht, das ist noch herauszufinden. Und ob die Schwammtuchmethode für die Bienenbox überhaupt geeignet ist, muss ich noch herausfinden!

Dann gibt es auch Verdunster, die eine Vorratsflasche haben, wie zum Beispiel der Nassenheider Verdunster.

Imkerkurs3_02 Imkerkurs3_03Das ist quasi eine Vorratsflasche, die langsam Säure abgibt über einen Docht.. Man kann sie entweder in eine Beute hineinlegen, was aber bei der Bienenbox nicht gut funktioniert, weil nicht genug Platz vorhanden ist. Dann kann man aber auch einen solchen Verdunster in ein Rähmchen einbauen und zwischen die Rahmen mit den Waben hängen.

Nach den ganzen Informationen gingen wir erst einmal an die Bienen. Der Neulandschwarm in der Bienenbox ist ja einen Tag vor Gracia in die Box eingezogen, deswegen war ich sehr gespannt, wie es da aussehen würde.

Imkerkurs3_04Ich wurde wirklich überrascht: Alles voller Honig! Viele, viele Rähmchen sind vollgefüllt. Dafür ist die Brut weniger geworden, denn gegen Ende des Sommers verkleinert sich das Volk. Es gibt schließlich sowieso nicht mehr so viel Tracht zu Sammeln! Bei Gracia ist es übrigens noch umgekehrt: Es gibt noch wahnsinnig viel Brut, und vergleichsweise wenig Honig.

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Dann guckten wir noch einmal nach den Stiften- also den Eiern. Das ist nicht ganz einfach, weil die so winzig sind, also haben wir das „geübt“. (Ich habe bei meinen Bienen schon Stifte gesehen, deswegen habe ich den anderen den Vortritt gelassen, kenne ich ja schon!)

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Niedlich waren aber die zwei schlüpfenden Bienen, die aus den Waben herausschauten!

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Bevor wir die Box wieder verschlossen nahm Frank einen mit Honig gefüllten Rahmen heraus und schüttelte die Bienen ab. Die Waben packte er dann ein, daran wollte er uns die Honiggewinnung zeigen.

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Weiter ging es! Wir wanderten zu Franks Garten, wo er noch ein paar Völker stehen hat. Dort lasen wir die Gemüllwindel aus und stellten fest: Viele Milben, es ist dringend notwendig, bald zu behandeln!

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Noch ein bisschen wanderten wir, bis zu Franks Wohnung! Als erstes schnitt er die Waben aus dem Rahmen!

Imkerkurs3_10 Imkerkurs3_11

Probierzeit!! Alle durften mal Wabenhonig löffeln! Lecker!

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Wenn Bienen wesensgemäß gehalten werden, also ihre eigenen Waben bauen dürften, ohne dass ihnen die Wabengröße durch Mittelwände vorgegeben wird, dann kann man den produzierten Honig nicht aus den Waben schleudern. Die Waben würden zerbrechen und der Honig könnte nicht herausgeschleudert werden. Also muss der Honig entweder herausgepresst werden, oder man lässt ihn in der Wabe und nimmt bei Bedarf etwas davon.

Herauspressen hat Frank uns mal vorgeführt:

Imkerkurs3_13Zerschneiden…

Imkerkurs3_15 …zermatschen…

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…und durch ein Sieb laufen lassen! Und der Honig, der da herausläuft, ist toll!!

Der Honig läuft übrigens auch schon so aus den Waben und siehr großartig aus!

 

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Umherauszufinden, ob der Wassergehalt im Honig stimmt, benutzt man ein Refraktometer.

Imkerkurs3_17 In dem Fall hier ist es ein verschwommenes Refraktometer…

Man muss den Wassergehalt messen, wenn man den Honig verkaufen möchte, da gibt es Richtlinien. Wenn der Wassergehalt zu hoch ist, dann ist der Honig nicht lagerfähig und beginnt zu gären. Unser geernteter Honig hatte laut Refraktometer einen Wassergehalt von 15%, was sehr gut ist! Bis 18% ist wohl erlaubt.

Aber der Honig sollte ja nun nicht verkauft werden, sondern nur zum zeigen, probieren, üben. Die restlichen Stücke wurden dann noch auf die Kursteilnehmer verteilt,die Lust auf Honigwaben hatten, und damit war es dann auch schon zuende!

Viel gelernt, und spannend wie immer!

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Lange nichts mehr…

…von den Bienen berichtet!

Ja, sie sind noch da, und es scheint ihnen gut zu gehen!

Oder, wie Superpapa gerne fragt: „Alle noch da?“, und ich antworte: „Jep, alle da, ich hab gezählt!“

Durch Urlaub und Hitze und Sommerferien und sooooo viel los hier habe ich das letzte Mal vor anderthalb Wochen kontrolliert, und bin heute mit einem etwas schlechten Gewissen hingegangen. Aber sie haben mich nicht vermisst und fröhlich weiter gebaut 😉 (Gut so!!)

Mittlerweile expandieren sie nicht mehr, sie sitzen auf… öööhm…. 17?18? Rähmchen und bauen nichts neues mehr an. Nachwuchs produzieren sie aber weiterhin en masse, darüber muss ich mir keine Sorgen machen! Die letzten 2-3 Rähmchen, auf denen aber auch gar nicht so riesige Waben drauf sind, sind nur noch mit Honig gefüllt, sie sammeln also schon für den Winter. Schlaue Tierchen!

In den letzten anderthalb Wochen haben sie aber fröhlich Propolis verbaut, alle Rähmchen, die Juteabdeckung und die Seitenwände waren ziemlich zugeklebt. Und da komme ich einfach und reiße wieder die Rähmchen auseinander…neeeneeeneee….

Dinge, die mir in der letzten Zeit aufgefallen sind: das Volk Gracia denkt wohl, es sei eine Motte! Auf den Rähmchen liegt eine Juteabdckung, die ist teilweise angefressen, mit schönen, kreisrunden Löchern, von Propolis umsäumt. Noch ein paar davon, und ich kann die Abdeckung als hübsche Hardanger Stickerei verkaufen! (und müsste dann eine neue Juteabdckung auflegen 😉 )

Dann kam neulich ein Anruf: “ EURE Bienen sitzen an UNSEREM Pool und trinken einfach, Frechigkeit!“ Zum Glück war das nicht ganz so ernst gemeint (denn es waren doch mehr Wespen, Hummeln, Fliegen und auch ein paar Bienen), aber es hat mir ganz gezeigt, dass ich in unserem Garten in der heißen Zeit deutlich mehr Wasserquellen aufstellen muss. Die eine vor der Beute reicht einfach nicht, und die Wasserquelle bei den Hühnern, nutzen die schlauen Bienen nicht- wollen ja nicht gefressen werden! (Die Nachbarn haben jetzt aber zur Durchführung einer statistischen Erhebung, wie viele von UNSEREN Bienen denn nun an ihrem Pool trinken, gefordert, einfach allen Bienen einen roten Punkt auf den Rücken zu machen, komm, das müsste doch gaaaaanz einfach gehen!! 😉 )

Wenn ich den Smoker benutze, um die Bienen ein bisschen einzuräuchern, benutze ich gar nicht das mit der Imkerausrüstung mitgeschickte Rauchkraut und die Anzünder, ich gehe in den Hühnerstall und hole Sägespänestreu aus dem Stall. Mit etwas Pappe zünde ich es an, und es brennt- bzw es qualmt- sehr gut und vor allem ausdauernd. Das Rauchkraut habe ich einmal getestet, aber die Bienen zeigten sich völlig unbeeindruckt davon. Obwohl es gequalmt hat haben sie einfach weiter gemacht wie vorher, und wurden auch sehr schnell ärgerlich, wenn ich mich den Waben genähert habe. Nach dem Rauchkrauttest habe ich mich auf Imkerseiten umgesehen, und auf einer war dann eben der Tipp, Sägespäne zu benutzen. Naja, müssen unsere Hühner eben etwas abgeben 😉

Überhaupt, die Hühner! Wenn man deren Gehege betritt, kommen sie alle sofort angelaufen und wollen etwas zu Essen. Denn sie verhungern, keine Frage, sie wurden heute noch nicht gefüttert! Bestimmt nicht! Also, egal, wie oft man ihnen an dem Tag schon Futter gegeben hat 😉 Wenn ich aber mit der Schutzausrüstung und dem Smoker ins Gehege gehe, um etwas Sägespäne zu besorgen, laufen sie immer ganz misstrauisch in einem Bogen um mich herum, wissen nicht genau, ob ich ein Futterspender bin, oder doch nur ein Außerirdischer, oder ein Monster? Sehr praktisch jedenfalls, denn durch den Schleier sehe ich nicht ganz so gut, und habe eh keine Lust, über aufgeregte Hühner zu stolpern!

Was mir noch aufgefallen ist: Ich habe immer noch Angst vor Bienen. Nicht vor einzelnen, die an mir vorbei fliegen, oder neben mir herumkrabbeln, das mag ich gerne und ich finde Bienen ja auch echt süß. Ich traue mich aber einfach nicht, kleine Kontrollen ohne Schutzkleidung im Gewusel der Bienen zu machen. „Echte Imker“ machen das, auch für die eine oder andere Arbeit an der Beute- aber ich nicht. Ich habe eine extreme Panik davor gestochen zu werden, denn ich bin bisher in meinem Leben noch NIE gestochen worden. Ich würde es nur ungerne jetzt mal ausprobieren…Mit Schutzkleidung allerdings ist das gar kein Problem. Da bin ich entspannt und weiß, dass mir nichts passieren kann. Meine Handschuhe wurden auch schon ein paar Mal gestochen, aber an mich ist nichts dran gekommen. Toller Imker bin ich, mit Angst vor Bienen 😉

Abschließend stelle ich fest: Der Imkeranzug schützt vorm dick werden! Habe heute den Anzug angezogen, und dann versucht ein Stück Schokolade zu essen. Das war nicht von Erfolg gekrönt 😉 (Wenn man aber die Schokolade unter der Imkerbluse nach oben durch schiebt, kann man auch so Süßkram essen, und jeder Dickmachschutz ist für die Katz!)

Sonntag dann wieder Imkerkurs! Es geht um die Bekämpfung der Varroamilbe, und da ich bei den Kontrollen doch schon die ein oder andere entdeckt habe bin ich sehr gespannt, was zu tun ist!

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Double digits

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, großer Sohn!!

10!!!

Und wie immer: Wann ist das denn passiert??

Der Sohn hatte einen sehr guten, entspannten Geburtstag, bei dem er fast den ganzen Tag lesend verbracht hat. Er bekam 3 Bücher, von denen zwei schon durchgelesen sind… Ich dachte mir zwar, dass das schnell gehen wird, aber SOOO schnell… 😉

10jahre01 10jahre02

Nach dem Geschenkeauspacken (und dem Frühstück) ward der Sohn nicht mehr gesehen, weil er mit seinem Buch verschwunden ist.

Die beiden jüngeren Kinder sind mit ihrer Großcousine im Garten verschwunden und sind geklettert und haben im Sandkasten gespielt.

10jahre04

Krümel war dann irgendwann sehr müde, weil wir grade bei Oma und Opa im Urlaub sind, und es abends natürlich immer später wird als normalerweise. Gesicht musste allerdings unter meiner Hand versteckt sein 😉

10jahre05

Es gab sogar keine Zankereien, als dann plötzlich das Töchterlein ebenfalls lesend neben dem großen Sohn saß!

10jahre06

Nachmittags haben wir dem großen Sohn eine Freunde gemacht und sind Eis essen gegangen. Also Superpapa, Töchterlein, Krümel und ich sind Eis essen gegangen, damit der Große weiter in Ruhe lesen kann ^^ Er bekam seine Portion Eis dann später, als er mit Lesen fertig war.

Danach hat er sogar seine Großcousine überzeugen können, mit ihm eine Runde Magic zu spielen, und sie hat sich auch wacker geschlagen!

10jahre07(Nein, sie ist nicht kurz davor, einzuschlafen 😉 )

Den Abend haben wir dann ausklingen lassen, indem wir versucht haben, ein paar Marshmallows zu Kohle zu verabeiten zu rösten. Jetzt liegt er im Bett und kann hoffentlich bald einschlafen, nach dem entspannten Geburtstag!

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Alles voller Kerle!

Neulich bei der Ducrhsicht der Bienenbox gab es für mich einen Schock- naja, zumindest einen ordentlichen Schrecken.

Ich sah nach wie sich die Bienen so machen- und fand nur Drohnenbrut. Oh Schreck! (Etwas unscharfes Bild, die buckeligen Zellen sind die Drohnenbrutzellen, Klick macht aber glaub ich alle Bilder größer)

Drohnenpanik01

Ich habe im Kurs gelernt, dass ein Volk dem Untergang geweiht ist, wenn es nur noch Drohnenbrut produziert. Das liegt daran, dass es wegen schlechter Witterung nicht zu einer Begattung der Königin kommen konnte, oder eine Arbeiterin wurde zu einer Königin „umfunktioniert“ und legt nur unbefruchtete Eier- woraus die Drohnen entstehen. Der Schwarm ist also nicht mehr lebensfähig.

Ich fragte das Internet um Rat- sozusagen- und auch da fand ich nur: Tja, Pech gehabt! Ich war schon ganz traurig, dass ich schon nach wenigen Wochen den ersten Völkermord an den Bienen auf dem Gewissen haben würde, fragte aber zur Sicherheit noch einmal in der Emailliste des Kurses nach.

Unser Kursimker beruhigte mich direkt- ich solle doch noch mal in Ruhe ganz genau gucken, vielleicht habe ich vor lauter Schreck ja erst mal nur die normale Brut übersehen. Er wäre sich sicher, dass alles gut ist. Außerdem, die Jungs bräuchte man ja irgendwie auch, oder?

So beruhigt ging ich am nächsten Tag wieder nachsehen. Und siehe da, meine Panik war absolut unbegründet. Obwohl ich in sehr vielen Rahmen sehr viel Drohnenbrut fand, gab es doch auch viele Rahmen mit Arbeiterinnenbrut- hier auf dem Bild kann man am Pfeil die Larven ganz gut erkennen, zusammengerollt in den Waben. Außerdem sieht man unten in den Waben Pollen, der unter anderem Lila ist- witzig!

Drohnenpanik02

Andere Rähmchen waren dann so voll von Arbeiterinnenbrut, dass ich gar nicht weiß, wie ich das am Vortag übersehen konnte… da muss irgendwie die Panik mein Denkvermögen ausgeschaltet haben…

Drohnenpanik03

Viel Drohnenbrut bedeutet auch, dass es viele Drohnen gibt. Die hatte ich ja bisher noch nie  gesehen, jetzt hatte ich aber Gelegenheit sie genau anzusehen. Drohnen sind um einiges größer als Arbeiterinnen, und haben riesengroße Augen, die ihnen beim Paarungsflug helfen, die Königinnen zu erkennen, die sie zu begatten haben.

Drohnenpanik04

Die Drohnen laufen auf den Waben umher und lassen sich ein Weilchen füttern, zumindest so lange, bis die Bienen beschließen, dass Drohnen nicht mehr gebraucht werden. Dann gibt es ein Massenschlachten, und die armen Kerle können sich nichtmals wehren, weil sie keine Stachel haben…

Noch laufen die allerdings herum, so dass Gracia im Moment  ihre maskuline Seite genießen kann.

Der Abschlussblick: Alles in Ordnung, ich bin keine Völkermörderin!

Drohnenpanik05Sehr beruhigend!

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Kindergeburtstag mit Bienen

Töchterleins 7 1/2ten Geburtstag feierten wir im Garten, quasi direkt neben der Bienenbox.

Ich habe den meisten Eltern gar nicht gesagt, dass wir Bienen haben, weil ich es ganz einfach vergessen hatte. Bienen zu haben ist für mich mittlerweile sowas von normal, und auch dass die Kinder angstfrei einfach drumherum spielen. Aber als dann die Gäste ankamen fiel mir ein, dass ja vielleicht auch panische Kinder dabei sein könnten- oder, schlimmer, panische Eltern 😉

Als alle Kinder da waren trommelte ich sie an der Box zusammen und erklärte erst einmal die Regeln. Ich hatte mit einem Balken auf dem Boden eine gut sichtbare Linie gemacht, als Grenze. Ich erklärte den Kindern, dass sie nicht vor das Flugloch laufen sollten, und, weil ihre Flugbahn bei uns auch tatsächlich hinter der Box verläuft, am besten gar nicht weiter ran gehen. Man weiß ja nie, wie die Kinder so reagieren, wenn sie in Horden herumbalgen 😉

Da die Hauptspielzone sowieso weiter vorne im Garten war, kamen sich Kinder und Bienen auch nicht weiter in die Quere.

Als die Kinder gegen Ende der Party müdegespielt und sattgefuttert waren, aber noch etwas Zeit übrig war, holte ich meine Imkerausrüstung hervor und öffnete für die Gäste die Bienenbox.

Ich wies die Kinder an, erstmal hinter der Balkenlinie zu bleiben, falls die Damen in der Box ärgerlich über die Störung würden, da ich aber vorsichtshalber wieder Rauch verwendete, waren die Bienen sehr ruhig.

Als ich die Box geöffnet habe und die Juteabdeckung zu Seite geschlagen habe durften die Kinder erst einmal nacheinander von oben in das Gewusel hinein sehen, was schon beeindruckend für sie war. Die kleineren hob ich hoch, die größeren konnten bequem selber schauen.

Bienenkinder03Die Kinder dachten, damit sei alles vorbei, und wollten spielen gehen, aber sie kamen ganz schnell wieder angelaufen als ich sagte, dass ich jetzt die Waben herausnehmen würde!

Ich nahm Waben von verschiedenen Stellen, und konnte tatsächlich alles zeigen, alles war dabei. Arbeiterinnenbrut, Drohnenbrut, Pollen (unter anderem in lila 😉 ),  Honig und auch ganze Waben nur mit Honig gefüllt (die Vorratshaltung hat offensichtlich angefangen !!). Und sogar Spielzellen, also große, ausgebeulte Zellen, die mich immer erst mal in Schrecken versetzen, weil ich denke, jetzt kommen die Weiselzellen, die den Schwarmtrieb eines Volkes zeigen…

Bienenkinder02Ganz schnell konnten die Kinder die verschiedenen verdeckelten Zellen auseinander halten und saugten jede Information auf. Dafür, dass sie den ganzen Nachmittag im Freien in der Sonne getobt hatten waren sie überraschend ruhig und aufmerksam- und kein bisschen ängstlich! Als der Krümel, der das ja alles schon kennt, immer näher heran kam, musste ich ihn und einige andere doch wieder etwas zurück schicken, damit sich die Kinder nicht vor dem Flugloch herumtummeln.

Ich kann nur sagen: Kinder und Bienen sind eine tolle Kombination! Keine Unfälle, keine Kinder gestochen worden, keine Todesfälle bei den Bienen (Ich glaube, ich habe sogar ausnahmsweise keine gequetscht… o.O ). Nur großes Interesse, gute Fragen, und schlauere Kinder hinterher!

Bienenkinder01Danke übrigens an Jana für die  tollen Fotos!! (Aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen habe ich nämlich selber davon keine Fotos gemacht 😉 )

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Draußen Spielen!

„Ich habe mir heute extra alte Sachen angezogen, weil man bei Euch ja immer draußen spielen muss!“- sagte mir der Freund vom großen Sohn grade, als er zum Spielen kam.

Äh, ich nehme das mal als Kompliment, oder wie…?

(Und nicht als „Ey Mannoooo, ich will aber nur am Computer rumhängen!!“, wie es vermutlich gemeint ist 😉 )

Es sieht so aus, als hätten sie viel Spass draußen…

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