Martinszug

Heute war der Martinszug der Grundschule, welcher der „große“ Umzug ist, der offizielle Dorfumzug. Und weil die Kinder ja schon wegen unserer Maul und Klauenseuche den Kindergartenumzug verpasst hatten waren sie ganz aufgeregt, dass sie wieder gesund sind und daran teilnehmen konnten.

Die Laternen dieses Jahr sind wieder super geworden!

Der große Sohn hat eine Libelle gemacht, aus Pappmachee um einen Luftballon herum, mit ganz riesigen Augen- ich war hin und weg, eine Laternenlibelle hatte ich noch nie gesehen bisher!

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Die Tochter, die ja in die Pinguinklasse geht, hat dieses Jahr einen knuffigen Pinguin mit baumelnden Füßen gemacht!

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Krümels Laterne aus dem Kindergarten ist mit Herbstblättern gemacht- die Kinder haben Blätter gesammelt und mit Fingerfarbe auf Transparentpapier gedruckt. Die Erzieherinnen haben noch etwas Herbstwind dazu gemalt.

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Alle Laternen sahen toll aus, und weil dieses Jahr sogar alle Laternenstäbe funktioniert haben *hüstel* leuchteten sie auch die ganze Zeit sehr schön! Hier noch mal ein Gruppenfoto: Laternen auf der Treppe, abfahrbereit!

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Krümel und ich haben die beiden Großen zur Schule gebracht, wo sie mit ihren Klassen zuerst in die Kirche gingen. Krümel und ich fuhren wieder nach Hause, weil der Abend eh schon lang genug werden würde, da war es mir lieber, wenn er später noch halbwegs wach und froh ist 😉

Wir wollten uns eigentlich kurz vor 18 Uhr auf den Weg machen, damit wir rechtzeitig am Umzug ankämen, aber dann war der Krümel so aufgeregt, dass er mir ganz viele Sachen über Martin und den Bettler erzählen musste. Dabei hat er dann vergessen die Schuhe anzuziehen, nochmal zur Toilette zu gehen, die Jacke zu holen… bei jeder Geschichte blieb er stehen und erzählte mit einem Strahlen im Gesicht!

Schön dann auch diese Szene, die er mir völlig ohne Zusammenhang vorbrachte- kurz zuvor erzählte er noch von seiner Minion-Plüschfigur:

Krümel: „Mama, soll ich Dir mal das coole Lied von dem halbnackten Mann vorsingen, der sich einfach in Unterhose in den Schnee gesetzt hat und deswegen fast gestorben wäre?“
Ich: äh, okaaaaaay, jaaaaaaa, dann sing mal….
Krümel: „Im Schneeee saß, i-him Schneeee saß, i-him Schnee da saß ein armer Mann….“

Okay. So kann man das natürlich auch ausdrücken 😀

Jedenfalls.

Wir waren dann tatsächlich grade zu spät, um den Anfang des Zuges zu erwischen. Mist. Also dachte ich mir, da wir da geparkt hatten, wo bisher immer der Zug lang ging, könnten wir natürlich auch einfach da warten. Aber weil keine Straßen gesperrt waren, keine anderen Leute da waren, kam es uns doch etwas komisch vor… und erfuhren schließlich von einem vorbeikommenden Mädchen, dass der Zug vielleicht dieses Jahr die lange Route gehen würde, und das würde nicht da entlang gehen.

Hmpf, nagut. Also gingen Krümel und ich runter zur Schule und zur Schulwiese, wo das Feuer nach dem Umzug angezündet werden sollte. Wir trafen schon ein paar andere Kinder, die mit ihren Eltern und Großeltern die gleiche Idee hatten, und während Krümel mit anderen Kindern Laternen verglich und sich von mir über das bevorstehende Feuer informieren ließ warteten wir kurz, bis der Umzug dann auch bei uns ankam.

Zum Glück warteten wir genau da, denn so konnten wir sehen, wie die Feuerwehrleute das Feuer anzündeten- und es entzündete sich mit einem riesengroßen WUUUUSCH, beim zweiten Versuch 😀

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Weil wir genau vor dem Trommler- und Pfeifercorps standen wurde es dem Krümel dann schnell zu laut und wir gingen- mitsingend, natürlich- zum Schulhof. Krümel und ich besorgten dort erstmal warmen Kakao und Bockwürstchen für die Kinder, und weil er vor Kälte zitterte gingen wir in die Schule hinein, wo er schonmal mit essen anfing.

Krümel bekam dann die Aufgabe, unser Abendessen zu bewachen, und auf garkeinen Fall irgendwo hin zu laufen (Bin ich froh, keine Kleinkinder mehr zu haben!!!), während ich schnell hochgeflitzt bin um die Tochter aus der Klasse abzuholen. Als ich zurückkam hatte Krümel Gesellschaft von Freunden von uns (Papa mit Kindern), und der große Sohn kam auch schnell dazu.

Wir aßen Bockwurst, tranken Kakao, die beiden Großen gingen ihre Martinslose einlösen, und dann gab es auch einen Weckmann für den Krümel (die beiden Schulkinder bekamen ihren in den Klassen). Ich packte unseren Kladderadatsch zusammen, und dann ging es für uns schon nach Hause. Ein „alle zusammen mit Laternen für den Papa“ Foto mussten wir aber auch noch machen, damit Superpapa auch etwas davon hat…

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…denn leider konnte der dieses Jahr nicht mit- er weilt grade beruflich in Saudi Arabien, und da war die Anfahrt für einen Martinszug dann doch etwas zu lang…

Für mich war es somit das erste Mal komplett alleine mit den Kindern beim Martinszug (immerhin nur 3, die letzten Jahre war auch noch mein Tageskind dabei gewesen 😉 ), aber weil die Kinder eben doch schon echt groß sind, war es zwar wuselig, ich hatte zu wenig Arme, Beine, Ohren, Augen…  aber alle haben meine Anweisungen verstanden und ausgeführt. Große, große Erleichterung. Kein Kind – vor allem kein Krümel- ist in den Menschenmengen verloren gegangen, alle waren guter Dinge, und alle haben prima mitgemacht- so macht das wirklich Spass!

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3 Kommentare zu Martinszug

  1. Boah, sixt, so sehr ich Österreich (und vielleicht auch bald China) liebe, so sehr vermisse ich doch die Martinsumzüge… Das war immer sooooo schön, das schönste Fest im Jahr!

    Und Euren Laternen sieht man an, dass Ihr wirklich Übung habt im Martingsgehen, ;-). Toll sind die geworden!

    Gibt’s das eigentlich noch, dass die Kinder nach dem Umzug von Haus zu Haus gehen?

    So long,
    Corinna

  2. Nele sagt:

    Hihi, die Geschichte mit dem Lied ist super! 🙂 Ist aber ja auch ganz schön doof von dem Mann, sich einfach so nur mit Unterhose in den Schnee zu setzen…

    Ich habe als Kind wohl mal irgendwann im Frühling (= Sankt Martin schon lange vorbei) meine Mama aufgefordert, noch mal das Lied zu singen von dem „Frost sein Tod“. Muttern wunderte sich natürlich über die typische Ruhrdeutsch-Grammatik (der Katha ihr Auto… dem Frost sein Tod…) und kam nicht drauf. Aber klar, unter diesem Artikel ist sofort logisch, was ich meinte: „So-honst ist der bittre Froooost saaaain Tooood!“ 😉

    Liebe Grüße!

  3. Maje sagt:

    Eine Laternenlibelle hab ich auch noch nie gesehen. Wirkt sehr aufwändig. Voll schön auf jedenfall und auch die anderen Laternen natürlich. Klingt nach einem sehr netten Abend.

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