Gehirnwäsche

Meine Kinder mögen meine Musik. Ganz ehrlich! Und meist läuft sie im Auto auch nur deswegen, weil die Kinder wieder verlangt haben „Mamamusik“ zu hören. Mir selber würde es auch reichen wenn ich nur den Kindern zuhören kann, ohne Hintergrundgedudel, aber okay 😉

Neulich fuhren wir dann zusammen zum Einkaufen, mein Tageskind war auch dabei. Ich liess das Auto an, und der Cassettenspieler ging ebenfalls sofort  an. Mamamusik.

Tageskind N der zugegebenermaßen gedacht hat es handele sich um zufällige  Radiomusik fing sofort an zu lachen und sagte: „Boooaaaah, hört mal, was ist DAS den für ein SCHEISS!!!“

Das hätte er nicht sagen sollen… Sofort fingen alle meine drei Kinder an zu schreien, dass das ja wohl kein Scheiß ist, sondern tolle Musik, außerdem ist es MAMAS Musik, und das ist GAR kein Scheiß, und er so etwas mal gar nicht sagen darf, außerdem ist das kein Scheiß, und das ist KEIN Scheiß. Nämlich.

Der arme Kerl wusste gar nicht wie ihm geschah, er zog den Kopf ein und wurde ganz ruhig. Ich erklärte ihm dann mal (ohne ihn anzuschreien 😉 ) dass ich das halt tatsächlich gerne höre, ich würde es aber auch aus machen wenn es ihn stört. Ganz kleinlaut schüttelte er den Kopf: „Nein, eigentlich ist das ja gar nicht sooo schlimm….“

Und kurz darauf wurde er von den Kindern instruiert, wie man dazu „tanzen“ muss. Mittlerweile ist er Profi. Wenn im Auto wieder einmal eine Mamamusikcassette an ist sitzt er mit den anderen dreien im Auto und alle headbangen. („bangen head“? „sind am headbangen tun“? Egal. Alle wackeln mit dem Kopf im Takt zur Musik 😉 )

Ich würde mal sagen: Fünfzig Punkte für Gryffindor, was? 😀

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8 Kommentare zu Gehirnwäsche

  1. Daniel sagt:

    Sehr gut. Holt sie, wenn sie jung sind… der Gruppengeschmack: perfekte Indoktrination!

  2. t0bY! sagt:

    Ich kann Deine Kinder hier nur unterstützen 😉

  3. In Krefeld, wo ich herkomme, würde es: „sind am head bangen _am_ tun.“ … In Österreich wohl eher „machen’s a hädbängin’…“

    Off topic und kryptisch: Die Situation, dass man viel zu weit weg ist, um „mal eben“… 1000 Kilometer zu fahren, um auszuhelfen, kenne ich auch — schön blöd. Innschbruck ist aber von uns aus auch ein paar Hundert Kilometer weg, sonst hätte ich angeboten, mal zu schauen… Sag aber trotzdem Bescheid, falls es Dich doch in die Richtung verschlagen sollte.

    LG,
    Corinna

    • Maufeline sagt:

      „Machen’s a hädbängin'“ ist so gut, das werde ich glaube ich so in meinen aktiven Wortschatz übernehmen 😀

      Ja, und dass Innsbruck zu weit weg ist habe ich auch schon bemerkt- ich habe mir mal die Karte von Österreich angeschaut mit der Idee zu schauen, wie man einen Urlaub dort planen kann UND alle meine Lieblingsösterreicher zu besuchen. (bekannt und noch nicht in echt bekannt 😉 )
      Und ich habe festgestellt: Das geht eigentlich nicht 😉 Alles viel zu weit auseinander…
      Naja. Und es steht jetzt sowieso erst mal kein Österreichbesuch an…

  4. Andrea sagt:

    hihi – super !

    War neulich seit gefühlten Ewigkeiten mal wieder allein – ganz allein !!! im Auto unterwegs, als mir das endlich bewußt wurde, musst schnell „carry on“ aufgedreht werden… und ich dachte an dich (und die Frau die im Auto nebenan zur gleichen Musik mitsingt (oder mitheadbangt / headbangen tut))…

    LG Andrea

    • Maufeline sagt:

      So. Wenn jetzt die KinderCD aus ist werde ich SOFORT Carry on hören müssen. Meine Güte, wie kann das nur sein dass ich das schon seit eeeewigkeiten nicht mehr gehört habe???

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