Monatsarchive: Januar 2013

Ein großer Schritt

…in Richtung Selbständigkeit!/ A big step to independence!

Der große Sohn hat noch nicht viele Sachen selber gekauft weil er eigentlich nie die Gelegenheit hatte, so etwas komplett alleine zu machen- die Geschäfte sind für ihn nur erreichbar wenn ich mit ihm hinfahre. Außerdem ist er auch oft etwas ängstlich wenn er Dinge allein tun muss./ The big son hasn’t bought  a lot of things in a shop on his own yet, because he had never the opportunity to go there on his own. I always have to drive him there because there are no shops within reach. He is also very anxious when he has to do things on his own.

Heute brauchte ich ein Päckchen Butter, das ich Mittags beim eigentlichen Einkauf vergessen hatte. Ich fragte ihn ob er Lust hat das Päckchen alleine kaufen zu gehen- ich würde derweil im Auto warten. Erst wollte er nicht, das sei zu schwer, das könnte er nicht, neee, geht nicht./ Today I needed Butter, and I asked him if he likes to go and fetch ist. At first he didn’t like the idea, because it was too hard, he said, and that he just could not do that.

Dann sagte ich, dass er das Wechselgeld behalten darf./ Then I told him he could keep the change.

Er überlegte, und meinte dann, okay, er könne es ja mal versuchen. Ich gab ihm etwas Geld- so dass er auskommt UND auch noch genug hat um etwas Wechselgeld zu bekommen, und dann ging er los. Und nach kurzer Zeit war er wieder da, stolz  das erste Mal alleine einkaufen gewesen zu sein!/ He thought about it and then he said- okay, I’ll do it! I gave him enough money to pay the butter AND enough that he’ll get some change, and there he went. After a short while he came back to the car, with the butter!

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Er guckt zwar nicht so stolz auf dem Bild, was aber daran lag, dass ich so eeewig gebraucht habe die Kamera einzustellen- als das Bild endlich was wurde hatte er keine Lust mehr aus Foto 😉 /He was very proud, even if he doesn’t look so proud on this photo- it took me ages to set up the camera and he was bored…

Gut gedacht von ihm: Wenn er die billigste Butter kauft bekommt er das meiste Wechselgeld raus 😉 Das ist wäre zwar nicht meine Wahl gewesen, aber er hat sein Ziel erreicht, und wir haben Butter!/ He thought very clever: If he would buy the cheapest butter he’ll get the most change 🙂

Gut gemacht, Großer! Demnächst dann mit kleinem Einkaufszettel :)/ Well done, big boy! And soon you can do it with al little shopping list!

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Halbkryptisches Seufzen

* Sehr doof, dass Krankenwagenfahren für Kinder nur dann spannend ist, wenn sie den Krankenwagen in gesundem Zustand betreten- wenn sie so krank sind dass sie mit dem Krankenwagen ins Krankehaus gefahren werden müssen können sie das kein bisschen genießen.

* Sehr doof auch, wenn Notärztin und Rettungssanitäter versuchen einem einzureden, dass das Kind halt bloß nen Schnupfen hat und deswegen unwillig ist sich untersuchen zu lassen. Und dass es denen egal ist, wenn die Mutter steif und fest der Meinung ist, dass das Verhalten des Kindes auch schon vorher eben NICHT das Normale ist…

* sehr gut aber, dass es nichts lebensbedrohliches war, trotzdem war ein Krankenhausaufenthalt notwendig (soviel zu nem Schnupfen und ner überreagierenden Mutter *grummel* )

* Sehr gut, dass wir jetzt wieder zu Hause sind und alles gut ist…

* Sagte ich schon mal dass ich froh bin, dass jetzt alles wieder gut ist?

* Alles ist gut.

* Morgen wieder Leben nach Plan!

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7 Sachen #90

Frau Liebe machts vor, ich mach es nach: 7 Sachen, die ich mit meinen Händen gemacht habe!

Seven things I used my hands for on this sunday, as seen at Frau Liebes Blog ! Once again in english, I had no mind translating my posts the last weeks…

1. Sache/ first thing: Breakfast. Das kann man so auf englisch lassen, denn es war ja englisches Frühstück 😀

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Die Bommelfrau hatte letzten Sonntag ebenfalls englisches Frühstück, und da habe ich so einen Appetit auf baked beans bekommen dass ich sofort eine Familienpackung Fertigbohnen gekauft habe. Die habe ich mit Toast gegessen. Der Superpapa sah das und war schwer entzückt- deswegen schlug ich vor, heute englisches Frühstück zu machen. Dem Superpapa und mir hat es auch gut geschmeckt, den Kindern nicht unbedingt… Ich habe mich aber so dermaßen überfressen, dass ich denke, dass es das so schnell nicht noch mal gibt 😉 Außerdem- WOW, was für eine Arbeit- das Vorbereiten und das Aufräumen hinterher… Aber lecker 🙂 / I had a craving for an english breakfast since I saw the Bommelfrau having hers last sunday! So we had english brakfast today! The children didn’t like it, but Superpapa and I did- but I ate so much that I think I don’t have to eat that again in the near future. But that doesn’t matter- it was so much work, preparing it and then cleaning it up afterwards… But it was really good 😀

2. Sache/ 2. thing: Spielen mit der Tochter/ Playing a game with my daughter

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Während ich in der Küche aufräumte, rief die Tochter: Bist Du JETZT soweit? Und JETZT? Jetzt aber! …Nein, Töchterlein… es war VIEL aufzuräumen… Aber danach haben wir gespielt! Und wir haben den Dieb gefasst! Es war der Barde!/ While I cleaned the kitchen after breakfast the daughter called: Are you finished yet? And now? But now!… No, daughter, it was quite a lot to clean up… But afterwards we played, and we won, we caught the thief! It was the bard! 🙂

3. Sache/ 3.thing: Nachmittagsaktivität vorbereiten/ Preparing our afternoon activity

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Sonntag heisst auch, dass ich auf unsere Nachbarskinder aufpasse, und wir machen jedes Mal etwas miteinander. Mein Plan heute war, dass die Kinder auf vorgemalte Bilder Playmaisstücke kleben, um es so mit Farbe zu füllen. Ich habe also auf große Blätter Bilder vorgezeichnet. / Sunday means that I attend my neighbours children, and we always do something together. Today I drew some pictures, and my plan was that the children colour them with playmais!

4. Sache: Nachmittagssnack vorbereiten/ Preparing an afternoon snack

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Obst geht immer weg wie warme Semmeln!/ The children like fruit very much!

5. Sache: Nachmittagsaktivität/ afternoon activity

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Es sellte sich heraus dass die Kinder kein Interesse an vorgefertigten Bildern hatten, sie haben lieber kreativ gearbeitet! Das hat mich wirklich gefreut, denn das ist für autistische Kinder eigentlich sehr schwer! So entstanden Bauernhöfe, Zoos und wirklich jede Menge Ententeiche! Die vier großen Kinder waren 2 Stunden lang beschäftigt!/ It turned out that the children were not interested in ready made pictures, the wanted to be crative! I was really happy about that because beeing creative is very hard for autists, but they did so well! So in the end we had farms and zoos and a lot of duckponds! All four big children were occupied for two hours!

6. Sache: Abendessen/ Dinner

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Der große Sohn wünschte sich gestern Fisch, aber nicht gekocht sondern geräuchert, und dazu Rollmops. Kein Problem 🙂 / The big son ordered fish,  not cooked but smoked, and rollmop! No problem! 🙂

7. Sache: Kostümvorbereitungen/ Preparations for a costume

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Luke Skywalker, für den großen Sohn/ for the big son!

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Das Enti-Lied

„Mama, bitte das Enti-Lied für mich singen, ja?“ fragte der Krümel.
„Das Enti-Lied?“ fragte ich zurück, „Ich kenne kein Enti-Lied. Oder meinst Du ‚Alle meine Entchen‘?“
„Nein, nis alle meine Entsen, nur das Enti-Lied!“
„Hmmm… Meinst Du das Quietscheentchenlied von Erni?“
„Neeeein Mama, nis das Quietseentsenlied! Das Enti-Lied!“
„Dann sing DU mir doch mal vor wie das geht! Ich weiß grade nicht welches Du meinst“
„So: S-A-N-T-A, S-A-N-T-A, S-A-N-T-A, and Santa was his name-o!“

Enti. Oder auch N-T…

Wie soll man denn darauf kommen? 😉 (Und ja, er benutzt tatsächlich die richtigen englischen Worte- aber ich glaube nicht dass er auch versteht was er da singt…)

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Neues Lieblingskinderlied

Also, meines 😀

Das Erfinderlied:

[video]http://www.youtube.com/watch?v=Ty41Wpv4GJo[/video]

Das ist doch toll, oder?!

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Das ist ein Kompliment. Oder?

Als der Krümel und ich eben zusammen auf dem Sofa saßen- das heisst, ich lag eher als dass ich saß- zog er meinen Pulli hoch und streichelte meinen Bauch: „Mama, das ist ein ganz schöner Bauch!“ Er legte seinen Kopf darauf: „Und ganz kusselis!“ Er streichelte noch ein bisschen, wurde aber wibbelig und patschte irgendwann mehr als das er streichelte.

Plötzlich lachte er: „Und das ist ein wackeliger Bauch! Guck: Wackel, wackel, wackel!“ …und piekste mit seinen Fingern kichernd daran herum 🙂

Ich befürchte, mein Lachanfall hat zu noch mehr Wackelei geführt 😀

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Das Bakterienspiel

…oder auch: Warum ist Händewaschen so wichtig?

Händewaschen ist bei uns jedes Mal ein Streitthema: Warum muss ich SCHON WIEDER Hände waschen, ich habe das doch erst vorgestern heute Morgen gemacht und man sieht jetzt auch keinen Dreck daran!

Eigentlich wissen die Kinder ja, dass es Bakterien und Viren gibt, aber man vergisst es gerne wieder weil es bequemer ist sich NICHT die Hände zu waschen… Außerdem ist es wirklich schwer sich vorzustellen, dass da was Unsichtbares ist. Also was tun um ihnen das klar zu machen? Klar, man muss die Bakterien sichtbar machen! Und das haben wir getan 😀

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Als erstes: Hände eincremen- die Creme darf keine schnell einziehende sein, sondern sie muss einen Film auf der Haut hinterlassen. Wir haben es erst mit einer Lotion versucht, dann haben wir aber noch etwas Vaseline dazu gecremt. (Die Tochter hat übrigens kein blaugeschlagenes Auge, da auf dem Bild, das ist ihr erster Versuch sich mit ihrem Schminkzeug zu schminken 😉 )

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Auf die gecremten Hände wird Glitzer gestreut- jedes Kind bekommt eine andere Farbe. Das Glitzer soll die Bakterien darstellen. Die Bakterien kleben also nun gut sichtbar an den Händen!

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Und jetzt wird „gegessen“. Jedes Kind hat (gut abwaschbare) Plastiklebensmittel aus dem Kaufladen vor sich liegen und darf nun so tun als würde es die Lebensmittel essen. Nachdem man einmal „reingebissen“ hat und es zurück legt kann man sehen: Alles voller Bakterien!

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Vielleicht kann man die Bakterien ja mit einem Tuch einfach abwischen…? Hm, klappt nicht so wirklich gut… es bleibt immer irgendwas was neues kleben.

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Und was passiert wohl, wenn man anderen Leuten die Hand gibt? Was hier in unserem Spiel in schönen bunten Glitzerhänden resultierte- denn jetzt hatte ja jedes Kind nicht nur eine Glitzerfarbe, sondern drei)- wäre in echt ein spannendes Bakteriengemisch… Und wenn man dann wieder etwas „isst“… klebt auch das auf den Lebensmitteln drauf!

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Um das Ganze wieder ab zu bekommen muss man wohl die Hände waschen! Wir haben das zuerst in Schüsseln gemacht, was schon ganz gut ging, aber ein bisschen blieb doch immer noch hängen- am besten klappt es mit fließendem Wasser, haben die Kinder festgestellt!

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Und hinterher alles gut abtrocknen, und alle glitzernden Bakterien sind verschwunden!

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Der Krümel hat dann noch die Aufgabe übernommen die Küche zu fluten die  Lebensmittel wieder sauber zu waschen!

Das hat Spass gemacht, auch wenn ich mir sicher bin, dass die Kinder trotzdem beim Hände waschen weiterhin erst mal nölen, weil es sooooo lästig ist…

Aber ich kann jetzt sagen: Überleg mal, wie Deine Hände jetzt glitzern würden! Und damit willst Du Dein Essen anfassen?

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Böh..

[video]http://www.youtube.com/watch?v=bV60US0KEHs[/video]

Hmpf… Und natürlich auch grade dann, wenn ich den enormen Wäscheberg bewältigt habe und froh bin, erst mal für nen Tag keine Wäsche zu haben… *seufz*

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„Mama, weißu was? Du bis meine Süßer! Meine süßer, süßer Mama! Komma her, is geb dir eine Kuss! Meine süßer Mama!“

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Pixel auf dem Kopf

Nele zeigte ihren unglaublich genialen (wenn auch zu spät eingetroffenen) weihnachtlichen Türkranz, und in den Kommentaren noch ein paar Links zu anderen tollen Dingen.

Ich dachte mir sofort: sowas kann man mit Bügelperlen bestimmt nachmachen! Also legte ich los… Und raus kam….

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…eine pixelige Haarschleife!

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Ich habe die „Pixel“ auf Stoff gebügelt, damit es nicht direkt auseinanderbricht- Bügelperlenbilder tendieren nämlich dazu genau das zu tun, vor allem wenn der Krümel sie in die Finger bekommt. Den Stoff legt man auf die Bügelperlen, und darüber dann das Papier bevor man losbügeln kann. Das Bild wird von beiden Seiten gegügelt (der Stoff kommt selbstverständlich nur auf die Rückseite), so lange bis (beinahe…*hüstel*) alle Löcher verschmolzen sind. Beim Abkühlen sollte das Bild mit einem Buch oder so etwas beschwert werden, denn sonst wellt es sich an den Rändern nach oben. Mit Heisskleber habe ich dann eine Haarspange aufgeklebt. Davon brauchte es reichlich, denn es wollte erst nicht halten. Jetzt sitzt es aber fest!

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Ein Tragebild… Es hätte sicher schöner ausgesehen, wenn ich mir fürs Foto extra noch mal die Haare gekämmt hätte, und selber den Hinterkopf fotografieren ist auch nie so prickelnd… aber man erkennt, dass es funktioniert.

Fürs nächste Mal merke ich mir aber, dass der Stoff, den ich aufbügele, besser die gleiche Farbe hat wie der Rand, denn der unvermeidliche weiße Stoffrand sieht gar nicht sooo doll aus…

Mehr tolle Dinge gibts hier zu sehen!

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