Sprechkrümel

So klein er noch ist, der Krümel ist schon ein ganz fleißiger Sprecher. Es ist so unglaublich, was er alles sagen kann- er ist tatsächlich schon besser als seine schon sehr früh sprechenden Geschwister in dem Alter waren.

Der Krümel ist ein großer Nachplapperer. Wenn er ein Wort hört, das ihm gefällt, oder ein Geräusch aus der Umgebung, dass macht er es ziemlich exakt nach. Lastwagenbrummen, Hundegebell, Hühnergackern- und natürlich auch etwas was wir ihm sagen. Neulich wollte er zur Terrassentür hinaus, und ich habe zu ihm im üblichen ich- spreche- mit- Babys-Tonfall mehrmals wiederholt gesagt: „Na, willst Du weg, ja? Du willst weg? Ja? Weg?“ Woraufhin er mich strahlend anschaute, und sagte- klar und deutlich-  „Ja, Weg!“

Oder ein anderes mal krabbelt  er so im Wohnzimmer herum, als ich hereinkomme. Ich sage zu ihm (wieder mehrmals wiederholt): „Naaaa, Baby?“ (ja, ich nenne mein Baby ab und an „Baby“ 😉 ) Und er sagt zu mir „Naaaa, Baby?“

Wenn ich das so noch mal lese klingt das beinahe unglaublich, aber es ist tatsächlich so passiert. Das waren allerdings nur so einmalige Sachen, das hat er seitdem nicht noch einmal gesagt.

Aber er benutzt mittlerweile  auch einige Worte sehr regelmäßig. „Mama“ sagt er seit einiger Zeit schon zu mir, und da er schon ein paar Male jauchzend „Papa!“ gerufen hat als dieser von der Arbeit nach Hause kam, kann ich das ebenfalls als Wort vermelden! (Aber Mama war früher 😉 )

Wenn er etwas nicht möchte sagt er immer noch „nei nei nei“ oder „nee nee nee„. Wenn er nicht mehr krabbeln möchte sondern auf meinen Arm sagt er „Mama nee nee nee/nei nei nei!“

Wenn etwas kaputt gegangen ist, ein Bauklotzturm beispielsweise, sagt er dazu „Ha-PA!“ und strahlt (weil er den Turm umgeworfen hat 🙂 )

Alles was schaukelt und wackelt ist Tick Tack, bzw Di-Dah. Das kommt von dem Kinderreim „Große Uhren machen Tick Tack“, was er sehr liebt.

Er „zählt“ auch schon bis drei 😉 Wir haben ab und an mal die Situation, dass wir zu den Großen sagen müssen „Ich zähle bis drei, und dann hast Du dieses und jenes zu tun…“. Als wir einmal in dieser Situation waren und zählten „Eins…Zwei…“ da kam doch tatsächlich ein lautes „Drei!“ unter dem Küchentisch hervor. Mensch, was waren wir baff! Seitdem „zählt“ der Krümel immer so: „Ei, hei, drei“ (Nein, ich glaube natürlich nicht, dass er wirklich zählt, aber er hat den Klang der Worte auswendig drauf)

Wenn er etwas in den Mund nehmen will von dem er weiß, dass er es nicht darf, dann sagt er „Bah!und nimmt es trotzdem gaaaanz breit grinsend in den Mund.   Das sagt er auch, wenn er etwas matschiges an den Händen hat.

Brust heisst bei ihm „Didi„, schließlich sagen wir ja auch, dass er die Titti bekommt, wenn er gestillt wird. Auf die Frage, ob er gerne Titti möchte hat er übrigens auch schon einige Male mit einem klaren „Ja!“ geantwortet. Zu anderen Dingen hat er allerdings noch nicht ja gesagt.

Wenn er in Wasser reinpatscht sagt er dazu immer „Pa“, und zu Tschöö sagt er „hööö!“. „Hecker“ hiess bei ihm eine Zeit lang lecker, aber das sagt er nur noch selten, jetzt sagt er „Hmmmmmm“ wenn er etwas essen möchte das ihm schmeckt. Das „Namnamnam“ von vorher benutzt er auch immer noch.

Sein absolutes Lieblingswort im Moment ist aber „Ei“, also streicheln, „Ei-machen“. So werde ich von ihm auch schon einmal geweckt: eine liebevolle Patschehand wischt doch sehr vorsichtig durch mein Gesicht und ich höre ein langezogenes „Aaaaaaaaaaaaaaaaaaiiiiiiiiiiiii„. Manchmal möchte er auch gestreichelt werden, dann nimmt er meine Hand und patscht sie sich selber ins Gesicht und sagt „Ei„. Streichelt man ihn dann auch wirklich hält er ganz still und genießt das. Manchmal streichelt er aber auch einfach so etwas, was ihm grade gefällt- sein verkleckertes Essen auf dem Tisch, beispielsweise, oder die Badewanne, während er drinnen sitzt. Natürlich nicht ohne „Aaaaaaiiii“ zu sagen!

Meistens plappert der Krümel aber in einer lustigen Babysprache vor sich hin, die für ihn sicher so klingt wie wir sprechen 😉  Man kann es tatsächlich manchmal für Worte halten, die er da produziert, und das lustigste von allen war (für mich 😉 ), als er eines Tages mitten im Spiel inne hielt und mit völlig ernstem Gesichtsausdruck sagte „Grummpen-Babba!“ – und danach einfach weiter spielte. Da hätte ich mich ja wegschmeißen können vor Lachen 😀

Es ist so beeindruckend zu sehen, wie sich in diesem vor kurzen noch so winzigen Menschlein die Intelligenz entfaltet- wahnsinn!! Und dabei ist er doch noch immer soooo klein- so zart. Hach.

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3 Kommentare zu Sprechkrümel

  1. Steffi sagt:

    Hach. 🙂 Süß! … ich kann es mir gar nicht mehr vorstellen, wie das war, als meine Kleine zu sprechen begonnen hat… jetzt redet sie jedenfalls IMMER und UNAUFHÖRLICH 🙂
    Übrigens: Hast du eigentlich meine Post bekommen? Gerade, als ich das Packerl abgeschickt hatte, hab ich gelesen, dass ihr im Urlaub seid… Ich hoffe, es ist angekommen?!
    Glg, Steffi

  2. Miriam sagt:

    Süß – ist ja ne richtig kleine Plappernase 🙂

  3. Steffi sagt:

    Oh, das tut mir leid, dass das mit den Burgern nicht geklappt hat. Vielleicht liegt es an den roten Linsen? Jedenfalls hab ich noch nie rote dafür verwendet. Ansonsten hab ich schon bemerkt, dass bei solchen Laibchen dasselbe Rezept manchmal funktioniert und manchmal alles zerfällt. Ich glaube, dass liegt daran, wie heiß das Fett ist, in dem man sie rausbratet. (kurz und heiß braten geht besser als lang und nicht so heiß…)
    LG Steffi

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