Monatsarchive: Juli 2010

Entschärft

…ist die Situation!

Ab Montag kommt eine Haushaltshilfe der FAK Düren.
Gestern war ich noch etwas verzweifelt, weil ich beim DRK angerufen hatte. Die hatten mir vorher gesagt dass es kein Problem sei, wenn ich eine Haushaltshilfe genehmigt bekommen habe und quasi „akut“ jemanden brauche kann ich direkt am nächsten, spätestens aber am übernächsten Tag jemanden bekommen.
Darauf hatte ich mich verlassen und mich nicht weiter umgeschaut.

Gestern habe ich also da angerufen, denn ab Montag wirds ja wirklich akut- Superpapa™ ist arbeiten und meine Eltern sind nicht mehr hier. Ich wäre also alleine mit den Kindern. Die vom Roten Kreuz meinten, die würden mich dann später zurückrufen um mir Bescheid zu geben, nach 13 Uhr.
Um etwa 17 Uhr riefen die an und sagten- voraussichtlich finden die niemanden, der dann kann. Morgen könnten sie mir aber genaueres sagen.

17 Uhr war natürlich ne unglaublich gute Zeit, um möglichst KEINE andere Sozialstation mehr zu erreichen. Also habe ich heute morgen noch etwas rumtelefoniert, denn ich wollte es nicht darauf ankommen lassen, dass die vom Roten Kreuz heute wieder um 17 Uhr anrufen und alles komplett absagen. Das wäre dann wirklich ein riesen Mist.

Aber bei der FAK hatte ich dann sofort Glück- ich musste kurz auf den Rückruf der Pflegedienstleiterin warten, denn sie war in einem Gespräch, aber dann ging alles ganz schnell. Kein Problem, am Montag kommt jemand um 9 Uhr. Für 3 Wochen erst mal, in der Zeit muss ich versuchen das Attest vom Urologen zu bekommen und es zur Krankenkasse zu schicken. Und dann hoffen, dass alles glatt läuft und die sich nicht wieder mal quer stellen.

Aber daran denke ich jetzt erstmal noch nicht, jetzt freue ich mich erstmal über einen kleinen Erfolg, eine kleine Verschnaufpause!

Juhuuu!
Alles wird besser!! =)

Nachtrag: Das DRK hat angerufen und mir mitgeteilt, dass sie mir jetzt doch jemanden schicken könnten. Tja, schade für die, haben die halt Pech gehabt ;-)…Aber darauf wollte ich es jetzt auch nicht mehr ankommen lassen. Besser so als irgendwas riskieren!

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There- and back again

Ich sag es ja, ich finde es im Krankenhaus so schön, ich muss immer wieder hin.

Also habe ich Sonntag morgen spontan wieder einen Nierenstau bekommen. Und zwar kurz bevor der Superpapa™ Kinder abholen wollte. Also haben wir meine Eltern angerufen und gesagt dass sie die Zwerge noch etwas dabehalten müssen- und sind wieder los ins Krankenhaus.

Wieder mal- viel aua, CTG, Nierenultraschall (Stauung III°, mittlerweile…), immer noch aua, irgendwann endlich Zugang gelegt, Schmerzmittel- und wieder entspannen…
Und dann aufs Zimmer.

Diesmal gabs kein Antibiotikum, dafür nen Besuch im Städtischen Klinikum in der Urologie, denn im Marienhospital gibt es keine solche.

Der Urologe machte mir keine wirklichen Hoffnungen- da der Nierenstau jetzt zum dritten mal so schnell aufgetreten ist ist es höchstwahrscheinlich, dass es immer wieder auftreten wird, bis der Kleine geboren wird. Und das sind noch knappe 3 Monate…

Ich habe 2 Möglichkeiten- die Schienung des Harnleiters von der Niere in die Blase, das wird unter örtlicher Betäubung mit Hilfe einer Blasenspiegelung gemacht. Die Schiene liegt da drin und hilft den Stau zu vermeiden. Das Ganze kann aber Wehen auslösen, außerdem ist es Möglich, dass die Blase dadurch gereizt wird. Vor allem ist es ganz einfach ein Eingriff, bei dem etwas passieren kann. Wenn es nicht nötig ist dann möchte ich es auch nicht machen müssen

Nicht, wenn ich noch Möglichkeit 2 habe: Wenn ich ruhig liege, auf der linken Seite, dann tut nichts weh. Das möchte ich jetzt versuchen.

Ich weiß, es ist ziemlich unangenehm, jetzt noch die letzten 3 Monate zu liegen, aber das andere muss ich mir und dem Baby wirklich nicht antun- wenn es nicht zwingend notwendig ist.
Klar, wenn die Staus trotzdem immer wieder zurück kämen, oder ich Fieber bekäme (was möglich ist), dann sehe ich es ein und wäre wirklich die letzte, die die Gesundheit von Baby und von mir aufs Spiel setzen würde.

Aber da auch der Urologe sagte dass ihm bei schwangeren Frauen am liebsten die konservative Behandlung ist- also liegen, und KEINEN Eingriff- fühle ich mich bestätigt. Der Oberchefgynäkologe vom Marienhospital ist zwar der Ansicht, dass es auf „meine“ Art und Weise eh nicht auf Dauer funktionieren kann, hat aber trotzdem zugestimmt. Ich kann das ganze zuhause machen und muss nicht im Krankenhaus bleiben. (Okay, 3 Monate Krankenhaus hätten mich auch überzeugt, die Schiene zu bevorzugen…)

Und wieder einmal bin ich beim Thema Haushaltshilfe angekommen.
3 Monate „konsequente Bettruhe“, wie es im Entlassbrief stand, kann ich zuhause natürlich nur haben, wenn die Kinder und der Haushalt versorgt sind.
Vom Krankenhaus werde ich „in den nächsten Tagen“ ein Attest bekommen in dem dann alles hoffentlich genau genug diagnostiziert wird dass der medizinische Dienst der Kasse von meinem Plan überzeugt werden kann…

Ich hoffe, dass die vom medizinischen Dienst dann nicht sagen: „Och nöööö, kriegst keine Hilfe, hätteste mal besser der Schienung zugestimmt, dann kannste ja alles wieder machen, denn dann tut ja nix mehr weh.“

Und dann geht das Gerenne los- ich müsste zum Orthopäden, der mir bescheinigt dass mein Rücken auch im Eimer ist, was ich ja ursprünglich eh vor hatte, im Moment aber natürlich nicht konnte. Und wenn ich so viel unterwegs bin WIRD sich die Niere zwangsläufig wieder stauen und eine Schiene wird unausweichlich. Aber TROTZDEM kann ich mich kaum bewegen, weil sich dann der Rücken ja definitiv wieder melden wird. Bisher hält der sich wenigstens zurück, weil ich mich ja auch nicht bücken muss, wenn ich liege.

Vielleicht sehe ich jetzt etwas zu schwarz in die Zukunft, aber so, wie ich das bisher erlebt habe, traue ich dem medizinischen Dienst so einiges zu.
Und ich hoffe, dass die drei Monate schnell vorbei gehen. Es ist irgendwie nicht so schön im Moment, schwanger zu sein. So als wollte mir der kleine Mann sagen, dass er definitiv keine jüngeren Geschwister mehr haben möchte. Schade ist das, denn ich hatte mir so gewünscht diese letzte Schwangerschaft soweit es geht zu genießen.
Außerdem leidet das Familienleben sehr. In den letzten 2 Wochen habe ich meine Kinder gar nicht gesehen, und den Superpapa™ auch nur abends für ne Stunde. Ich habe alle so sehr vermisst.

Umso mehr freue ich mich, dass ich jetzt, zumindest für eine Zeit, zuhause sein kann. Zumindest 3 Wochen Haushaltshilfe stehen mir tatsächlich schon zu, und falls das rote Kreuz oder sonstige Sozialstationen jemanden finden der Zeit hat *seufz* habe ich ab Montag Hilfe.

Naja, irgendwie müssen wir das schaffen. Mich in Selbstmitleid zu suhlen ist nicht Hilfreich (habe ich am Sonntag im Krankenhaus mal versucht, hat kurz gut getan, aber irgendwann sind auch die Tränen alle…). Es muss weiter gehen, und wenn nötig hangeln wir uns von Tag zu Tag, so wie im Moment. Irgendwie werden wir das schon schaffen- auch wenn ich jetzt noch nicht so genau weiß wie. Sehen wir morgen. Und übermorgen. Und so weiter.

Achja- einen schönen 30. Geburtstag wünsche ich mir heute….

Danke an alle, die an mich gedacht haben!

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Hallo Sonja!

Ich habe deinen Kommentar gefunden und habe mich riesig gefreut! =)
Magst Du mir ne Email schicken?
…Ich weiß ja garnicht, ob ich Dich so, über den Blog, überhaupt noch erreichen kann, aber einen versuch ist es wert! 😉

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Nachtragend

…war ich heute!

Ich habe alle Posts, die ich im Krankenhaus vorbereitet habe, eingetragen. Ist echt ne Menge geworden…
Auf dass Euch nicht die Augen wehtun beim lesen *gg*

(Ich habe es ganz Blog-like chronologisch eingetragen, hier fängt es an!)

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Das Warten hat ein Ende

Der letzte Tag im Krankenhaus war echt lang…
Ich hatte kaum noch was tu tun- außer eben CTG und Warten.

Mittags kam dann die Ärztin zur Visite und meinte, ob ich denn nach Hause möchte, Antibiotikum ist zuende. Klar wollte ich nach Hause.
Sie hat mir aber direkt gesagt dass sie noch nicht so genau weiß wann sie die Abschlußuntersuchung machen kann weil sie noch in den Kreißsaal und in den OP muss.
Blut hat sie mir aber kurz danach schon mal abgenommen.

Und dann hab ich gewartet… und gewartet… und gewartet… aus lauter Verzweiflung habe ich sogar Nachmittagsprogramm im Fernsehen gesehen, aber damit wars mir NOCH langweiliger. Bisschen am Laptop getippt und gespielt, aber der Nachmittag zog sich wie Kaugummi. Noch nicht einmal schlafen konnte ich, weil ich Nachts so gut geschlafen hatte.

Irgendwann bekam ich dann eine neue Bettnachbarin, aber da war es schon halb vier. Immerhin hat es schon gereicht um sich noch etwas zu unterhalten, denn sie war echt nett, und sie war schon ganz enttäuscht, dass ich nicht da geblieben bin.

Gegen 17 Uhr kam dann endlich die Ärztin zur Untersuchung, und wir sind zum Ultraschallraum gegangen. Weil sie noch ziemlich unerfahren war hat es eine Weile gedauert, außerdem war es die erste Beckenendlage die sie begutachten musste, sie musste also noch etwas umdenken.
Danach die Nieren geschallt…

Nach einer Stunde war ich dann endlich fertig, und sie meinte, dass alles in Ordnung ist, ich kann nach Hause. Puh! Geschafft!

Bis meine Papiere allerdings fertig waren dauerte es noch etwas. Aber der Superpapa™ war auf einmal auch da *freu*
Ich habe in der Zeit noch zu abend gegessen im Krankenhaus, und als ich dann fertig war waren auch meine Entlasspapiere fertig- und wir konnten nach Hause, juhuu!

Und jetzt hoffe ich, dass es die letzte Harnwegsinfektion war… Autsch!

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Lost- verschollen im Kreißsaal 23.07.2010

Freitag, Tag der Entscheidung. Naja, zumindest klingt es dramatischer, wenn man es so ausdrückt. Ich bin heute etwas spät aufgewacht- eine Folge davon, dass ich alleine im Zimmer war und nicht gestört wurde. Weil ich heute auf die Visite warten wollte habe ich mich dann beeilt alles fertig zu haben. Schnell gewaschen, gefrühstückt und auf die Schwestern gewartet. Vor allem um zu fragen ob ich im Zimmer auf die Visite warten soll oder ob ich doch zum CTG gehen soll- denn verpassen wollte ich die Visite heute auf garkeinen Fall.

Weil „mein“ CTG-Raum heute besetzt war hat man mich auf die Liege im Badezimmer verwiesen, angeschlossen und die Tür hinter mir zugemacht.
Es war ein angenehmer Platz, denn ich saß direkt am offenen Fenster, hatte Luft und konnte ein bisschen rausgucken, direkt auf den Haupteingang. Wenn ich schon nix zu lesen mehr hatte- etwas Beschäftigung hatte ich dann doch.

Und das Gerät schrieb und schrieb, ich war echt begeistert wie brav der Kleene war- kein wegdrehen, es hat einfach super funktioniert.

Und das Gerät schrieb und schrieb…
Zwischendrin wars dann mal echt wild im Bauch, und weil ich ein altes Gerät bekommen hatte sah man jede Bewegung vom Krümel als großen Zacken auf der Kurve. Aber Herztöne wurden brav weiter geschrieben.

Und das Gerät schrieb und schrieb…
Irgendwie war aus dem Fenster gucken nicht ganz so spannend wie gedacht, denn als die 10. ältere Dame auf Krücken vorbeigekommen ist, die genauso aussah wie die anderen neun- nur zu unterscheiden an der Krückenfarbe, habe ich so das Gefühl…- wurde es doch etwas langweilig. Blöd war auch, dass meine Uhr grade heute Nacht den Geist aufgegeben hatte, da konnte ich garnicht sehen ob die 45 Minuten schon um waren…

Und das Gerät schrieb und schrieb….
So langsam war ich mir sicher, dass die 45 Minuten um waren- aber es dauert ja schon mal länger, wenn die Hebammen grade mitten in einer Geburt sind ist es ja verständlich dass die, die nur am CTG hängen, etwas warten müssen. „Tut mir leid, halten Sie das Kind kurz mal zurück, ich muss eben jemanden vom CTG abmachen!“- das ist ja nichts, was man unter der Geburt hören möchte 😉

Und das Gerät schrieb und schrieb…
Und mein Hintern fing an weh zu tun. Mein Rücken schon eine Weile länger. Ich habe mich umgesehen- der Rufknopf war für mich völlig unerreichbar, und ich habe mich nicht getraut das CTG-Gerät selber ab zu machen. Also mal vorsichtig gerufen… aber direkt vor dem Krankenhaus war eine Baustelle, die alles übertönt hat.

Und das Gerät schrieb und schrieb…
Immer, wenn jemand an der Tür vorbeigekommen ist habe ich gerufen, aber offensichtlich hat mich keiner gehört- oder das „Haaaaaaallo!!!!“ und „Ist da jemaaaaaand???“ nicht auf sich bezogen.

Und das Gerät schrieb und schrieb…
Irgendwann hat mich eine Praktikantin endlich mal erhört und sich kaum getraut rein zu kommen- schließlich war ich ja im Badezimmer, ich HÄTTE ja auf dem Klo sitzen können. Ich habe gefragt ob ich nicht vielleicht langsam mal fertig wäre. Sie ist dann zur Hebamme gegangen… und die kam dann sofort zu mir.
Sie hat sich tausendmal bei mir entschuldigt, es sei ihr noch nie passiert dass sie jemanden vergessen hätte… Und ob ich ihr jetzt sehr böse sei.
Naja, eigentlich war ich ihr kein bisschen böse, habe ich ihr auch gesagt. Ich hab nur gesagt dass ich halt genau HEUTE unbedingt die Visite bräuchte, damit ich weiß wie es weiter geht. Sie hat sich wieder tausendmal entschuldigt und gesagt ich solle wiederkommen wenn die Visite verpasst sei, sie würde mir dann eine persönliche Visite organisieren.

Als ich dann zurück auf dem Zimmer war habe ich gesehen, dass ich nicht 45 Minuten am CTG gesessen habe, nein, es waren 2 Stunden. Kein Wunder, dass mir so langsam etwas langweilig und unbequem wurde…

Aber die Visite hat sich heute auch Zeit gelassen… jetzt ist es mittlerweile schon halb zwölf, und immer noch keine Ärzte zu sehen…

Daran hängt jetzt auch, ob ich mein letztes Antibiotikum bekomme, oder noch weiter, oder wie oder was.
Eigentlich hätte ich heute morgen noch einmal mindestens Antibiotikum bekommen müssen, da mein Zugang aber gestern Abend ziemlich weh getan hat hat die Nachtschwester ihn rausgezogen. Und es konnte kein neuer gelegt werden, weil die Ärztin im Kreißsaal war, und danach in den OP musste.
Weil aber auch noch kein Arzt hier war konnte auch niemand nachfragen, ob ich das Antibiotikum jetzt als Tablette bekommen soll oder ob es einen neuen Zugang gibt. Echt toll.

Jetzt warte ich einfach mal weiter, dass jemand kommt… und warte… und warte…

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Das große Loch 22.07.2010

Da bin ich heute reingefallen…
Ich habe jetzt 3 Bücher der „Twilight-Saga“, wie sich diese Vampirgeschichte so hochtrabend nennt, ausgelesen- jedes Buch in etwas weniger als 24 Stunden, mit Pausen zwischen den Büchern, weil ich ja noch mit meiner (netten) Zimmernachbarin quatschen musste.. Okay, als sie dann weg war habe ich etwas mehr Zeit mit lesen verbracht, aber es haut doch in etwa hin.

Und jetzt liegt der 4. Teil zuhause und ich kann ihn nicht lesen, weil der Superpapa™ Magen-Darm-Grippe hat.

Als ich das dritte Buch weggelegt hatte war es wirklich schwierig wieder in die Realität zurück zu finden. Ich hatte ja den ganzen Tag nicht viel anderes gemacht, sogar beim CTG durfte ich lesen- dankeschön, Minisöhnchen!! 🙂
Und dann war das Buch zuende- und ich wusste, jetzt hab ich nix mehr. Jetzt ist Schluss, bis der nächste Teil bei mir ist. Und das würde dauern…

Ich habe mir den ganzen Restnachmittag regelrecht um die Ohren geschlagen, damit ich wieder „zurückkomme“, ich bin sogar alleine draußen spazieren gegangen, aber ich hatte das Gefühl dass alles so… unecht ist. Noch dazu die komische Situation im Krankenhaus ganz alleine zu sein…

Wenn man so lange nichts anderes tut als eine bestimmte Geschichte zu lesen ist man natürlich irgendwann doch so richtig reingezogen. Der dritte Band war sogar deutlich spannender als die ersten zwei. Zar war auch da unübersehbar, dass die zwischenmensch-vampir-wölfischen Beziehungen eindeutig im Vordergrund standen trotzdem wurde eine echte Spannung aufgebaut- denn jetzt drohten die wirklich bösen Bösen schon die ganze Zeit aufzutauchen.
Aber es war wirklich bemerkenswert- sogar direkt vor der großen Schlacht gab es Seitenweise große Gefühle, alles wurde ausgesprochen und besprochen und geknutscht und gekuschelt, das war fast länger als die Geschehnisse während der Schlacht. Aber da man ja eh daran gewöhnt war war es auch ganz Okay…

Wie schon mehrfach erwähnt, es war genau die richtige Krankenhauslektüre, einfach zu lesen, und wenn man grade nicht gelesen hat konnte man sich mit jedem darüber unterhalten, es gab (und gibt) jede Menge Smalltalkmöglichkeiten. Optimal =)

Und ja, nett war es auch. Nicht mein Stil, aber auch ganz definitiv kein Griff ins Klo.
Und ja, ich freue mich auch aufs weiter lesen. Wenn man sich einmal so tief in eine Geschichte eingelesen hat ist es gar nicht so einfach wieder damit aufzuhören, wenn sie noch nicht zuende ist.

Aber ich finde die Werwölfe immer noch besser 🙂

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Immer noch im Krankenhaus 22.07.2010

Irgendwie ist hier alles so ungewiss. 7-10 Tage, hieß es, bekomme ich mein Antibiotikum. Morgen ist Tag 7. Wenn ich dann die Visite nicht verpasse kann ich erfahren, wann ich nach Hause gehe. Ich bin gespannt, denn bisher hat es mir noch keiner genau sagen können. Ich werde morgen früh versuchen den CTG-Termin auf nach der Visite zu verschieben, damit ich wenigstens auch mal weiß was Sache ist…

Schlimm finde ich es jetzt aber nicht. Auch, wenn ich noch hier bleiben müsste, dann wäre es eben so. Es gibt zwar schönere Orte auf der Welt, aber zum gesund werden ist so ein Krankenhaus irgendwie einfach gut geeignet 😉 Und das will ich ja. Es hat so überhaupt keinen Sinn schnell nach Hause zu kommen und nächste Woche alles von vorne anzufangen. Dafür hatte ich diese Schwangerschaft einfach schon zu viele Antibiotika…

Diesmal ist es für mich ja auch etwas…entspannter, weil ich weiß, dass die Kinder gut untergebracht sind. Okay, waren sie vorher auch, aber da hatte ich irgendwie ein schlechtes Gewissen weil der Superpapa™ eigentlich dringend zur Arbeit gemusst hätte. Jetzt kann er einfach arbeiten gehen, ich kann gesunden, und die Kinder sind trotzdem gut aufgehoben.

Hoffentlich kann er morgen überhaupt „einfach arbeiten“, denn heute hat ihn die Magen-Darm-Grippe erwischt…..

Achja, weitere Neuigkeiten aus der Haushaltshilfeangelegenheit…:

Meine Unterlagen sind angekommen, dem medizinischen Dienst vorgelegt worden- und der hat beschlossen, dass ich eine Haushaltshilfe bekomme. Für drei Wochen…..
Alles was darüber hinaus geht muss ich- tadaaaaa- neu beantragen….
Sehr geil, echt…

Meine Kundenberaterin der Krankenkasse meinte, ich solle mir am besten schon mal einen Termin bei einem Orthopäden geben lassen, denn wenn ich ne Chance auf weitere Hilfe haben möchte muss mir ein Orthopäde bescheinigen, dass ich die Schmerzen habe…
Ich bin gespannt, ob ich den Termin noch dieses Jahr bekommen, oder vielleicht erst im Januar oder so? Werde also morgen mal durchtelefonieren…

Naja. Sobald ich weiß wann ich hier raus komme werde ich beim Roten Kreuz anrufen, da bekomme ich eine Hilfe wenn es gut läuft schon am nächsten Tag…
Und drei Wochen sind ja schon mal besser als gar nichts. Vor allem habe ich dann die Ferienzeit überbrückt in der ich beide Kinder den ganzen Tag zuhause habe. Das ist doch schon mal was.
Wenn danach BEIDE Kinder im Kindergarten sind habe ich den ganzen Vormittag „frei“ und kann alles was nötig ist langsam erledigen- auch Pausen, wenn die nötig sind =). Und ich kann mir zur Not noch die Hilfe einer Freundin holen- nicht zum Pause machen, sondern zum Haushaltshelfen.
Also auch, wenn drei Wochen nicht unbedingt ausreichen ist es ein guter Anfang. Wäre ja auch ein Wunder gewesen, wenn das Attest meiner Ärztin für mehr ausgereicht hätte- da steht ja auch nur drin, dass ich ins Krankenhaus muss wenn ich keine Hilfe bekomme, nicht dass ich jeden Augenblick tot umfalle…

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Manchmal sollte Dummheit wehtun… 22.07.2010

…damit man merkt wie blöd man ist.
Und nein, t0bY!, diesmal meine ich mich NICHT selber 😉

Meine verbleibende Zimmergenossin ist heute ausgezogen. Nicht, dass es mich stören würde wenn sie nicht da ist, bewahre! Ich habe nur das ganze Drumherum mitbekommen… und kann es kaum fassen, wie dämlich die ist!

Sie ist in der 31. Schwangerschaftswoche und hat wohl schon seit einiger Zeit Wehen. Sie lag hier also schon eine Weile mit wehenhemmendem Mittel, das Tag und Nacht von einer Maschine in sie reingepumpt wurde. Sogar mit diesem Mittel hatte sie einige Wehen- ich habe das ja alles mitbekommen, denn CTG wurde immer im Zimmer geschrieben. Sie musste ja liegen und durfte eigentlich nur aufstehen um zur Toilette zu gehen oder sich zu duschen- letzteres aber auch nur alle 2 Tage, weil es zu anstrengend wäre.
Sie hatte aber keine Lust mehr im Krankenhaus zu bleiben, weil sie schon so lange hier war.

Deswegen hat sie gestern die Stationsärztin gefragt ob sie wirklich, wie ihr der Arzt anfangs gesagt hat, in der 32. Woche nach Hause darf. Ihrer Rechnung nach wäre das jetzt, laut Rechnung der Ärzte wäre das aber erst nächste Woche. Die Stationsärztin hat ihr geraten noch etwas zu bleiben weil es noch zu früh ist und zuhause niemand etwas tun kann- wenn das Kind dann kommen will kann keiner es aufhalten.

Kurze Zeit später rief meine Bettnachbarin eine Schwester und fragte, ob sie mal eine andere Ärztin sprechen darf, auf KEINEN Fall die Stationsärztin.
Weil aber keine andere Ärztin da war kam kurz danach doch die Stationsärztin, um ihr zu sagen, dass keine andere mehr im Dienst ist. Die Ärztin kam danach zu mir um – mit Gesten- zu fragen, ob die Nachbarin geweint hat. Das wusste ich aber nicht, weil ihr Bett so steht dass ich es nicht sehen konnte.
Mehrmals kam die Ärztin an diesem Tag noch vorbei und hat versucht meine Nachbarin zu überzeugen dass sie noch nicht nach Hause sollte.
Sogar den Ober-Kinderarzt hat sie vorbei geschickt um ihr klar zu machen was eine so frühe Geburt für Schäden bei einem unreifen Baby anrichten kann und was das für Spätfolgen haben kann. Sie hat immer sehr verständig getan und es klang so, als wäre sie doch überzeugt.

Im Endeffekt hat nichts genutzt- das einzige was sie aus den Gesprächen mitgenommen hat war, dass die Ärzte sie natürlich nicht festhalten können, wenn sie nach Hause möchte. Und das war alles. Sogar einen Rechtsanwalt hat sie eingeschaltet, damit sie nach Hause gehen kann. Sie hat durchgesetzt, dass sofort eine Abschlussuntersuchung gemacht wird- und kaum war sie zurück fing sie mit packen an.

Die ganzen letzte Tage hat sie Wehen gehabt, sich aber nur an die Anweisungen der Schwestern gehalten wenn diese in der Nähe waren. Sie ist sogar selber zum Buffetraum gegangen, obwohl sie wusste, dass sie alles von den Schwestern bekommen kann, wenn sie darum bittet. Wie wird das dann wohl erst sein, wenn sie zuhause ist und sie keiner mehr beobachtet?!? Die wird doch keine 5 Minuten liegen…

Außerdem, was passiert, wenn ihr Stecher wieder ungehindert ran darf?? Das löst doch auch Wehen aus!!!

Ich finde das Ganze echt unfassbar und erwarte sie eigentlich in den nächsten Tagen zurück… dass sie dann das Kind bekommt… Wobei, vielleicht bin ich dann ja schon nicht mehr da, mal sehen…

Aber- das ist ja eigentlich alles nicht mein Problem…

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Neckereien unter Kollegen… 21.07.2010

Es ist lustig mit anzusehen, wie die Schwestern und SchülerInnen sich gegenseitig auf die Schippe nehmen…

Am Anfang der Woche war hier ein Pflegeschüler, der offensichtlich grade das erste Mal auf einer Station war- und dann das große „Glück“ hatte, auf der Gynäkologischen zu starten. Also nur Weiber um ihn herum. Die Schwesternschülerin, die schon länger hier ist hat es sichtlich genossen ihm zu sagen, was er zu tun hat: „Und nicht vergessen, Du musst jeden Morgen nachfragen ob die Patientin schon Stuhlgang hatte!“

Er wurde merklich rot, und als sie sich von ihm weg und zu uns hin gedreht hat war ein seeeehr breites Grinsen auf ihrem Gesicht zu sehen…

An diesem Tag hat er übrigens „vergessen“ nachzufragen… erst am nächsten Tag, als die Schülerin nicht mehr dabei war hat er gefragt. Und er ist auch nicht mehr rot geworden 😉

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