Mein Weg zur perfekten Hausfrau

Nele hat uns in ihrem Blog an einem Kurs teilnehmen lassen, auf dass wir alle lernen können, wie sich die perfekte Hausfrau aus dem Jahre 1966 zu verhalten hat, Regeln, die einem den Haushalt erleichtern, gute Tipps zum Hausputz, wie eine gelungene Party zu veranstalten ist- alles wirklich wichtige Dinge, die wir vielleicht betrüblicherweise nicht mehr wissen. Gut, dass Nele uns da helfen konnte!

Jeder gute Kurs endet natürlich mit einer Prüfung, in der man ein absolut authentisches Diplom erhalten kann- und so auch bei Nele. Um das Hausfrauendiplom zu erhalten, müssen 3 Fragen beantwortet werden- hier sind sie!

1. Welche Schürze ist im Alltag der Hausfrau deiner Ansicht nach am wichtigsten, und weshalb?
2. Bei welcher Freizeitbeschäftigung kannst du dich am besten entspannen, um im Haushalt wieder voll da zu sein? Hast du genug Grazie zum Kegeln, oder eher Talent zum Sticken?
3. Die Schwägerin bekommt ein Baby, und der Ultraschall hat gezeigt, dass es ein Junge wird. Darf man ihr die gelben und grünen Strickjäckchen aus dem Babyalter der eigenen Kinder schenken, oder ist das ein No-Go?

Frage Nummer eins liegt mir wirklich sehr am Herzen, denn das Schürzentragen nehme ich sehr ernst!

Am wichtigsten finde ich beim Schürzentragen, dass man auch adrett aussieht, während man mit dem Staubwedel in der Wohnung herumwedelt, und wie kann man das besser erreichen, als mit einer hübschen Schleife am Bindeband?

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Aber ich hätte besser aufpassen müssen- die Schürze sitzt gar nicht hübsch ordentlich grade…

Zum kochen trage ich gerne meine Kochschürze, mit der ich gleichzeitig Werbung für meine nicht mehr existente Kochseite mache. So ist meine Kleidung vor Fett-und Soßenspritzern geschützt. Liebe Nele, was in Deinem Kurs fehlt ist die passende Kopfbedeckung beim Kochen!  Wir wollen doch nicht, dass die Haare nach Fett riechen, also ist passend zur Schürze auch ein Kopftuch unabdingbar! Wenn es dann an der Tür klingelt und man so ausgerüstet loseilt um sie zu öffnen(am Besten noch nit einem Kochlöffel in der Hand) erntet man ausschließlich bewundernde Blicke.

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Dann die passende Schürze für die Momente, in denen man sich wieder ganz in die eine oder andere Serie einfinden möchte…

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Superpapa fühlte sich beim Fotografieren allerdings nicht mehr so ganz sicher und verteidigte sich mit einem Schwert…

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Dann die Schürze, die man unbedingt bei der Hausarbeit tragen sollte, während man sich in Gedanken schon auf ein romantisches Date freut- mit rosa Bändern und Blümchen, geeignet für blumig-romantische Gedanken!

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Für zwischendurch die kleine bunte- ich konnte mich garnicht entscheiden, welche ich zuerst tragen sollte, aber sie eignen sich ganz hervorragend, um sitzende Tätigkeiten zu verrichten!Und vielleicht auch, um Kindern das Tragen von Schürzen näher zu bringen!

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Eine Schürze haben wir allerdings auch, die der Mann gerne trägt, sie besteht aus dickem Leder und wird mit Ketten gehalten. Mit dieser Schürze kann der Mann seinem Ur-Instinkt sicher nachgehen- dem Grillen! (Superpapa wollte sich allerdings nicht fotografieren lassen, daher trage ich die offensichtlich viel zu große Schürze…)

GuteHausfrau07Zur 2. Frage- welche Freizeitbeschäftigung mag ich am liebsten?

Weil Kegeln leider nicht zu meinen  Lieblingsbeschäftigungen zählt, ebensowenig wie shoppen gehen, und ich mir beim Sticken immer die Finger kaputt mache muss ich wohl das halbstündige Leseviertelstündchen als Entspannung angeben, am liebsten mindestens eine dreiviertelstunde lang! Und das fünf- bis sechs Mal am Tag!

Zur 3. Frage: Darf die Schwägerin die gelben und grünen second hand Strampler zur Geburt ihres eigenen Sohnes bekommen?

Die gute Hausfrau des Jahres 1966 würde nie und nimmer auf die Idee kommen, einem Jungen grüne und gelbe Strampler zu schenken, nie und nimmer! Wäre ich eine gute Hausfrau, dann würde ich nur blaue Strampler wählen, damit der Babyjunge schon von Geburt an auf Junge geprägt wird. Außerdem würde ich ihm Spielzeugbagger, Hammer, Säge, Lego, Carrerabahn, Spielzeugpistole, Parkgarage, Fußball, Ritterfiguren und Zwillen schenken. Schließlich muss das Kind von Geburt an wissen, was ein echter Kerl ist!

Liebe Nele, ich hoffe, meine Antworten zeigen, dass ich eine sehr gute Schülerin war. Ich fühle mich jedenfalls schon sehr viel schlauer!

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Impalat

Superpapas Superpower ist es, bei Markennamen irgend einen Buchstaben falsch zu lesen und es dann auch falsch zu benutzen.

Gestern stand dann auf meiner Apothekeneinkaufsliste: Impalat. Gemeint war natürlich Ipalat, diese Halsdinger, die helfen sollen, wenn man viel sprechen muss oder heiser ist.

Impalat ist aber natürlich viel toller als Ipalat, deswegen bekam der Superpapa von mir heute dieses:

ImpalatImpalat2Mit dem Bild eines ganz speziellen Impala, und einem vom “Imp”.

Jetzt kann Supernaturalpapa ganz entspannt vor sich hin husten… (Zum Imp habe ich leider keinen weiteren dummen Spruch ;-) )

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Bart und Süßkram

Superpapas Job erfordert, dass er viel in der Welt herumreist. Letzte Woche war er dann in Saudi Arabien.

Leider konnte er er uns keine Fotos vom Land schicken, weil er das Handy direkt auf dem Hinflug verloren hat- schade, aber weg ist weg.

Superpapa hat sich gut auf die Reise vorbereitet, er hat einiges über Land, Leute und Gebräuche gelernt bevor er dort hingeflogen ist. Besonders wertvoll war der Tipp meiner Mutter- Saudis tragen einen Bart, weil der Teufel keinen hat. Superpapa hat ja sowieso schon ein kleines Kinnbärtchen, aber für seine Reise hat er sich ein bisschen mehr Bart stehen lassen!

Süßbart01Der Tipp war sehr gut- er wurde darauf angesprochen wie gut das ist, dass er einen Bart trägt, und ein Kunde zückte sofort sein Bestellblock- “Du siehst aus wie wir, mit Dir können wir Geschäfte machen!”

Zu Hause war er aber doch ganz froh, als er sich wieder rasieren konnte, denn so ein ungewohnter Bart kratzt ganz schön…

Süßbart02Von seiner Reise brachte der Superpapa zwei Packungen mit traditionelle libanesischen Süßigkeiten mit. Sein Kollege in Saudi Arabien hat sie ihm geschenkt, weil er so lange von seiner Familie getrennt sein muss um seine Arbeit zu machen.

Superpapa erzählte, dass der Hersteller der Süßgkeiten DIE Adresse überhaupt ist. Wer in Saudi Arabien gutes Baklava (und die anderen Süßigkeiten, die ich namentlich nicht kenne) haben möchte kauft diese Marke, die guten Hotels weltweit bestellen dort, und auch der König von Saudi Arabien wird von denen beliefert. Und davon haben wir jetzt zwei Probekistchen zu Hause!

Süßbart06 Süßbart07Ich muss ja zugeben, dass ich  sehr gespannt war- Baklava (und ähnliches) hatte ich hier in Deutschland zwar schon einige Male gegessen, aber es war bloß… süß. Quietschesüß. Klar, bisschen Geschmack, aber zähnezusammenklebendes Süß war Hauptmerkmal. Und natürlich ist es süß, denn es wird ja schließlich in Sirupen ertränkt.

Wir packten das Kistchen aber erst mal aus, und fanden wunderschönes goldenes Gebäck.

Süßbart04Die Kinder waren auch ganz neugierig, und freuten sich auf leckere Süßigkeiten!

Süßbart08Töchterlein traute sich zuerst nicht wegen ihres Wackelzahnes, die Nüsse waren ihr nicht geheuer…

Süßbart03…aber dann wollte sie doch mal probieren! Seitlich essen funktionierte dann auch =)

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(Der große Sohn probierte abends, nachmittags war er noch nicht da!)

Wir alle probierten erst einmal kleine Stücke davon… und dann noch ein paar kleine Stücke… und dann etwas größere Stücke… und… wow. Wir waren völlig begeistert!

Die Stücke sind süß, ja, aber die Süße erschlägt einen nicht. Was einen aber nahezu umhaut ist die Geschmacksexplosion. Verschiedene Nüsse, Teige, Sirupe, Rosenwasser, jede Sorte schmeckt völlig anders. Mal kräftig, mal ganz zart, mal knusprig, mal etwas weicher.

Vielen Dank an Superpapas Kollegen, wir sind dankbar, dass wir so etwas tolles hier probieren konnten! Ich habe hier noch nichts vergleichbares gefunden!  (Vielleicht gibt es aber hier auch gute Adressen, und ich kenne sie nur nicht…? )

Und Superpapa, Du hast jetzt natürlich ein Problem, ne? Du musst jetzt öfter mal in Saudi Arabien zu Kunden fahren, um dann da die Süßgkeiten zu kaufen, denn wir sind jetzt alle süchtig ;-)

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Computerkind

Gestern war der große Sohn bei einem Freund zu Besuch. Als ich ihn abgeholt habe war er ziemlich überdreht, zappelte im Auto wie wild herum und machte ständig irgendwelche Quietschgeräusche.

Ich sagte zu ihm: “So, komm, Du kannst jetzt bitte mal wieder ein bisschen runterfahren, okay?”

Der Große meinte daraufhin nur: “Herunterfahren erzwingen???????? Abbrechen, Abbrechen, Abbrechen!!!!!”

Tja…. war nen Versuch wert ;-)

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Kurio Tab- Testbericht

Wir durften mal wieder etwas testen! Dieses Mal ausnahmsweise kein Gesellschaftsspiel, sondern- ein Tablet, und zwar das Kurio Tab, speziell für Kinder entwickeltet! Ich habe eine Weile darüber nachgedacht ob ich das mache- eigentlich hatte ich mir vorgenommen, nur Gesellschaftsspiele zu testen, und habe auch schon einige Angebote an (eigentlich ziemlich coolem) Spielzeug abgelehnt.

Weil dieser Text lang wird mache ich jetzt hier mal einen Cut!

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Kurze Frage…

Ich schreibe grade wieder einmal an einem Testbericht.

Dieses Mal ist es kein Gesellschaftsspiel, sondern ….etwas anderes. Ziemlich cooles :D Viel komplexer und viel mehr vorzustellen und zu berichten als eben solch ein Gesellschaftsspiel. Ich habe angefangen den Bericht zu schreiben und habe jetzt schon gefühlte 100km Text geschrieben.

Meine Frage ist jetzt: Wie würdet ihr gerne so einen Testbericht lesen- ein langer Bericht in einem Artikel, oder mehrere, vermutlich 3, kürzere? Ich bin mir nämlich nicht sicher wie ich es machen soll.
Ich schreibe jetzt erst mal an dem einen weiter und speichere alles in einem Post, aufteilen kann ich ja dann immer noch ;-)

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MEINS!!

Ich habe Euch nach meinem kryptischen Post gestern jetzt lange genug hingehalten- Guckt mal, was ich tolles bekommen habe!! Den coolsten Pulli aller Zeiten!! Wonderwoman!!

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Ich habe in den Tiefen des Internets einen Link zu einer freien Strickanleitung bei Ravelry gefunden, eine Strickanleitung für einen Wonder Woman Pulli von Natalie Bursztyn.Ich war sofort begeistert, und speicherte mir die Datei ab, um sie in meinem Anleitungsordner über viele, viele Monate immer wieder anzusehen und zu bewundern. Dass ich es nie im Leben stricken würde, das war mir schon klar, denn ich kann ja überhaupt nicht gescheit stricken.

Irgendwann sprach ich dann mit meiner Mutter darüber, wie wir darauf kamen weiß ich nicht mehr, und ich fragte sie ob sie das nicht zufälliger Weise stricken kann. Sie schaute sich die Anleitung an und meinte- Klar! Mach ich!

Bald danach bin ich zu einem Wollladen gefahren, hielt den Damen dort die Anleitung unter die Nase und sagte: Gebt mir doch mal passende Wolle! Die Wolle gab ich meiner Mutter mit, und sie gab sich ans Stricken. Relativ bald stellte sich heraus, dass es völlig falsche Wolle war, die ich mitgebracht habe, aber meine Mutter meinte: EGAL, ich schaffe das trotzdem!

Wenn wir miteinander telefoniert haben erzählte sie mir, wie sie mit der Anleitung herumhantiert hat, und wie das alles mit der Wolle nicht ganz so hingehauen hat, zwischenzeitlich spielte sie mit dem Gedanken, das alles in die Ecke zu pfeffern.

Aber sie hat sich durchgebissen, denn in der Anleitung steht: Wenn etwas nicht ganz so hinhaut, dann sei doch einfach ein Superheld und mach es so, dass es für dich funktioniert. (also so in etwa ;-) )

So hat meine Superheldenmama also tatsächlich einen wunderbaren, kuscheligen, warmen Pulli für mich gemacht, und ich liebe ihn!

Los gehts, die Welt retten!

Wonderwumm04Danke,Mama!! <3

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Kryptisch

Ich bin so AUFGEREGT!!! Morgen bekomme ich etwas total tolles, was ich dann selbstverständlich hier im Blog zeigen werde. Aber ich will die Überraschung noch nicht verderben…. denn es ist soooooo unglaublich cool!!!!!!

Deswegen mache ich Euch ein bisschen die Nase lang, und vielleicht seid ihr dann auch alle mit mir mit aufgeregt….?

Sagte ich das schon mal? Dass ich aufgeregt bin? Weil ich was TOTAL COOLES bekomme??

Denn das bin ich!!!!

;-)

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Der andere Mann

“Krümel, ” fragte ich, “was hat Dir eigentlich gestern Abend am Martinszug am Besten gefallen?”
Krümel strahlte und rief: “Der Weckmann!”
“Der hat Dir wohl besonders gut geschmeckt, was?” hakte ich nach.
Krümel schaute mich verdutzt an, dann fing er an zu lachen. “Mamaaaaa, so ein Quatsch, den hab ich doch nicht gegessen!!!”
Ich, nun ebefalls verdutzt: “Aber Du hast ihm doch direkt als erstes mal den Kopf abgebissen!”
Krümel lachte noch mehr und meinte dann: “Naaaaaaiiiiiiiiin, Mama, der saß doch oben auf dem Pferd! Und man darf Leute nicht beißen!”
Ich: “…”

…..Krümel meinte natürlich den Sankt Martin. Wie er auf dem Pferd an uns vorbei geritten war, das hat ihm gut gefallen. Er dachte, dass das der Weckmann ist, weil ich ihn fragte, ob er sich auch mal für einen Weckmann anstellen möchte- und der Martin-Darsteller hat ihm den Weckmann gegeben.

Und richtig. Den sollte man tatsächlich besser nicht beissen ;-)

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Martinszug

Heute war der Martinszug der Grundschule, welcher der “große” Umzug ist, der offizielle Dorfumzug. Und weil die Kinder ja schon wegen unserer Maul und Klauenseuche den Kindergartenumzug verpasst hatten waren sie ganz aufgeregt, dass sie wieder gesund sind und daran teilnehmen konnten.

Die Laternen dieses Jahr sind wieder super geworden!

Der große Sohn hat eine Libelle gemacht, aus Pappmachee um einen Luftballon herum, mit ganz riesigen Augen- ich war hin und weg, eine Laternenlibelle hatte ich noch nie gesehen bisher!

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Die Tochter, die ja in die Pinguinklasse geht, hat dieses Jahr einen knuffigen Pinguin mit baumelnden Füßen gemacht!

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Krümels Laterne aus dem Kindergarten ist mit Herbstblättern gemacht- die Kinder haben Blätter gesammelt und mit Fingerfarbe auf Transparentpapier gedruckt. Die Erzieherinnen haben noch etwas Herbstwind dazu gemalt.

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Alle Laternen sahen toll aus, und weil dieses Jahr sogar alle Laternenstäbe funktioniert haben *hüstel* leuchteten sie auch die ganze Zeit sehr schön! Hier noch mal ein Gruppenfoto: Laternen auf der Treppe, abfahrbereit!

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Krümel und ich haben die beiden Großen zur Schule gebracht, wo sie mit ihren Klassen zuerst in die Kirche gingen. Krümel und ich fuhren wieder nach Hause, weil der Abend eh schon lang genug werden würde, da war es mir lieber, wenn er später noch halbwegs wach und froh ist ;-)

Wir wollten uns eigentlich kurz vor 18 Uhr auf den Weg machen, damit wir rechtzeitig am Umzug ankämen, aber dann war der Krümel so aufgeregt, dass er mir ganz viele Sachen über Martin und den Bettler erzählen musste. Dabei hat er dann vergessen die Schuhe anzuziehen, nochmal zur Toilette zu gehen, die Jacke zu holen… bei jeder Geschichte blieb er stehen und erzählte mit einem Strahlen im Gesicht!

Schön dann auch diese Szene, die er mir völlig ohne Zusammenhang vorbrachte- kurz zuvor erzählte er noch von seiner Minion-Plüschfigur:

Krümel: “Mama, soll ich Dir mal das coole Lied von dem halbnackten Mann vorsingen, der sich einfach in Unterhose in den Schnee gesetzt hat und deswegen fast gestorben wäre?”
Ich: äh, okaaaaaay, jaaaaaaa, dann sing mal….
Krümel: “Im Schneeee saß, i-him Schneeee saß, i-him Schnee da saß ein armer Mann….”

Okay. So kann man das natürlich auch ausdrücken :D

Jedenfalls.

Wir waren dann tatsächlich grade zu spät, um den Anfang des Zuges zu erwischen. Mist. Also dachte ich mir, da wir da geparkt hatten, wo bisher immer der Zug lang ging, könnten wir natürlich auch einfach da warten. Aber weil keine Straßen gesperrt waren, keine anderen Leute da waren, kam es uns doch etwas komisch vor… und erfuhren schließlich von einem vorbeikommenden Mädchen, dass der Zug vielleicht dieses Jahr die lange Route gehen würde, und das würde nicht da entlang gehen.

Hmpf, nagut. Also gingen Krümel und ich runter zur Schule und zur Schulwiese, wo das Feuer nach dem Umzug angezündet werden sollte. Wir trafen schon ein paar andere Kinder, die mit ihren Eltern und Großeltern die gleiche Idee hatten, und während Krümel mit anderen Kindern Laternen verglich und sich von mir über das bevorstehende Feuer informieren ließ warteten wir kurz, bis der Umzug dann auch bei uns ankam.

Zum Glück warteten wir genau da, denn so konnten wir sehen, wie die Feuerwehrleute das Feuer anzündeten- und es entzündete sich mit einem riesengroßen WUUUUSCH, beim zweiten Versuch :D

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Weil wir genau vor dem Trommler- und Pfeifercorps standen wurde es dem Krümel dann schnell zu laut und wir gingen- mitsingend, natürlich- zum Schulhof. Krümel und ich besorgten dort erstmal warmen Kakao und Bockwürstchen für die Kinder, und weil er vor Kälte zitterte gingen wir in die Schule hinein, wo er schonmal mit essen anfing.

Krümel bekam dann die Aufgabe, unser Abendessen zu bewachen, und auf garkeinen Fall irgendwo hin zu laufen (Bin ich froh, keine Kleinkinder mehr zu haben!!!), während ich schnell hochgeflitzt bin um die Tochter aus der Klasse abzuholen. Als ich zurückkam hatte Krümel Gesellschaft von Freunden von uns (Papa mit Kindern), und der große Sohn kam auch schnell dazu.

Wir aßen Bockwurst, tranken Kakao, die beiden Großen gingen ihre Martinslose einlösen, und dann gab es auch einen Weckmann für den Krümel (die beiden Schulkinder bekamen ihren in den Klassen). Ich packte unseren Kladderadatsch zusammen, und dann ging es für uns schon nach Hause. Ein “alle zusammen mit Laternen für den Papa” Foto mussten wir aber auch noch machen, damit Superpapa auch etwas davon hat…

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…denn leider konnte der dieses Jahr nicht mit- er weilt grade beruflich in Saudi Arabien, und da war die Anfahrt für einen Martinszug dann doch etwas zu lang…

Für mich war es somit das erste Mal komplett alleine mit den Kindern beim Martinszug (immerhin nur 3, die letzten Jahre war auch noch mein Tageskind dabei gewesen ;-) ), aber weil die Kinder eben doch schon echt groß sind, war es zwar wuselig, ich hatte zu wenig Arme, Beine, Ohren, Augen…  aber alle haben meine Anweisungen verstanden und ausgeführt. Große, große Erleichterung. Kein Kind – vor allem kein Krümel- ist in den Menschenmengen verloren gegangen, alle waren guter Dinge, und alle haben prima mitgemacht- so macht das wirklich Spass!

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