Bienenbücher für Kinder

Ich gehe zum Imkerkurs, aber wie können die Kinder Informationen über die Bienen bekommen? Man kann ja viel am lebenden Beispiel erklären, aber viele Sachen sind eben nicht so einfach mal erzählt. Also habe ich nach Büchern geguckt, die das Thema Bienen und Bienenhaltung anschaulich erklären.

Das erste Buch, das ich Euch zeigen möchte, heisst kurz und knapp “Die Biene”, von Meyers-Kinderbuch. Klare Ansage, es geht um die Biene ^^

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Das Buch ist ein Kinder-Sachbuch, das mit detailgetreuen Bildern, aber leicht zu verstehenden, kurzen Sätzen das Leben der Honigbiene beschreibt. Die wichtigsten Themen werden kurz angesprochen, dabei wird allerdings nicht so ganz ins Detail gegangen- das Buch ist schließlich für Kinder ab 3 Jahren konzipiert.

Die Bilder sind zwar detailliert, aber trotzdem übersichtich gehalten, mit dem Blick fürs Wesentliche. Überflüssiges und Ablenkendes ist nicht dabei. Die Kinder können sich gut auf das Buch konzentrieren.

Die Seiten sind für kleine Kinder auch aus robuster Pappe gehalten, und immer wieder sind Seiten aus stabiler bedruckter Folie dabei, durch die man teilweise hindurchsehen kann. Damit kann Bilder auf manchen Seiten verändern, um die  Veränderung bei den Bienen zu verdeutlichen.

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Für kleine Kinder ein guter, informativer Einstieg, wie ich finde!

Das zweite Buch ist aus der “Ich habe einen Freund”-Reihe, in dem Berufe vorgestellt werden. Hier also: “Ich habe einen Freund, der ist Imker”, von Ralf Butschkow.

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Wie man schon am Titel leicht erkennen kann geht es natürlich auch um die Biene, aber vielmehr um das, was der Imker macht. Es werden Ausrüstungsgegenstände gezeigt, wie sie benutzt werden und natürlich hauptsächlich, wie man Honig gewinnt und Wachs verarbeitet. Die lästigen Pflegesachen wie Milbenbehandlung oder Krankheitsprävention werden nicht erwähnt, was ich etwas schade finde, weil es ja doch eine wichtige Aufgabe des Imkers ist. Müsste ja nicht ausgewalzt werden, aber so als lustige “Und guck mal, man muss sich auch um die Bienen kümmern” Seite wäre es nicht verkehrt gewesen.

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Trotzdem finde ich das Buch schön für Kinder, es macht jedenfalls Lust darauf, sich damit einmal zu befassen. Und wenn man sich dann damit befasst, kann einem ja ein Imker zeigen, dass eben auch Pflegeaufgaben dabei sind 😉

Das dritte Buch in meiner Reihe heisst “Wie lebt die kleine Honigbiene?” von Friederun Reichenstetter und Hans-Günther Döring.

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Es ist eine Mischung aus Sachbuch und Bilderbuch und startet damit, dass die Protagonistin, das Bienenkind, ausschlüpft. Wir beobachten also das Bienenkind, wie es im Bienenjahr die verschiedensten Aufgaben übernimmt, bis es im Winter in der Behausung- naja, überwintert. Die Geschichte wird immer wieder kurz unterbrochen, indem Fragen zum Text gestellt werden die für den Vorlesenden praktischerweise schon beantwortet sind, falls man sich selber nicht zugehört hat 😉 Das finde ich gut gelöst, denn so kann man über die Informationen aus dem Text noch einmal nachdenken und sie so verinnerlichen.

Links und rechts neben dem Text der Geschichte sind immer noch Boxen oder Seitenstreifen, in denen weitere Informationen in Sachbuchart stehen. Das finde ich ebenfalls geschickt gelöst, denn so ist das Buch tatsächlich auch etwas für ältere Kinder. Die Geschichte selber ist nämlich eher für kleinere Kinder gedacht, so kommt es mir vor: Wir sollen uns mit unserer Freundin, dem Bienenkind, identifizieren- nix, woran der große Sohn noch wirklich Spass hätte. Trotzdem ist aber noch viel Information in der Geschichte.

Bei der Identifikation mit dem Bienenkind liegt dann auch mein Kritikpunkt an dem Buch: Es wird suggeriert, dass so ein Bienenkind jahrelang glücklich in seinem Volk lebt und bald alle Arbeiten verrichten kann. Dass so eine Biene nur etwa 35 Tage lebt, und das liebe süße Bienenkind überhaupt nicht all die Abenteuer erleben kann, die in dem Buch stehen, wird nicht erwähnt. Das ist jetzt nicht weiter schlimm, denn ansonsten ist das Buch wirklich informativ, wäre aber trotzdem schön gewesen wenn man es am Randtext erwähnt hätte.

Oh, und toll an dem Buch ist auch, dass es auf CD als Hörbuch dabei ist- die Geschichte zumindest, die Sachinformationen lassen sich eher schlecht vertonen. Wir haben die CD alle zusammen im Auto gehört auf einer etwas längeren Fahrt und sogar Superpapa hat noch was dazu gelernt =)

Bienenbuch06Die tollste Stelle an dem Buch ist allerdings- laut meiner Kinder- der Part, an dem der Imker den Schwarm einfängt: “Hilfe, was kommt denn da für ein Ungeheuer? Ein Imker!”

Mama ist jetzt ein Ungeheuer… 😉

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7 Sachen #159

Erfunden von Frau Liebe,  gesammelt von Anita von GrinseStern: sieben Sachen, die ich mit den Händen gemacht habe!

1. Sache: Wattebällchen verteilt

7Sachen159_01Ich habe ein neues “Belohnungssystem” eingeführt. Wenn die Kinder freiwillig und ohne Aufforderung etwas tun um jemandem zu helfen, dann bekommen sie ein Wattebällchen in ihr Glas. Wenn 15 Wattebällchen im Glas sind, dann darf sich das betreffende Kind etwas aussuchen- keinen Gegenstand, sondern etwas zusammen machen, ganz nach Wahl des Kindes. Ich war mir nicht ganz sicher, ob das ankommt… und war ganz überrascht, dass es eingeschlagen ist wie eine Bombe. Der große Sohn hat den ganzen Tag geholfen, richtig toll, und er ist JETZT schon bei 12 Wattebällchen…

2. Sache: Aufgabenkärtchen schreiben

7Sachen159_02Die Kinder haben jeden Tag Aufgaben im Haushalt zu machen. Bisher hatten wir festgelegte Aufgaben für jedes Kind, das passte dann aber irgendwann nicht mehr und es gab nur Gemotze. Also haben wir uns heute zusammen überlegt, was wir für Aufgaben haben und wer welche Aufgaben machen kann- der große Sohn kann schließlich schon mehr als der Krümel.

3. Sache: Schätze ausgepackt

7Sachen159_03Oma M hat mir eine Keksdose geschenkt, und sagte, sie sei sich nicht sicher, ob ich es brauchen kann… könnte ich auch wegwerfen… aber als ich öffnete sah ich, dass die ganze Dose voller Knöpfe war! Ein echter, echter Schatz! Ich habe früher Knöpfe gesammelt, aber dann irgendwann alles WEGGESCHMISSEN (kann man sich das vorstellen… o.O ). Seit ich Nähe verfluche ich mich dafür…. Jetzt habe ich wieder eine ganze Dose voll, und der große Sohn ist vom Knöpfe sammeln und sortieren genau so begeistert wie ich es damals war. Und Oma M freut sich, dass ihre Knöpfe hier gut aufgehoben sind!

4. Sache: Kuchen backen und essen

7Sachen159_05Eigentlich wollten wir heute zur anderen Oma und zum Opa fahren, aber unser Auto ist in der Werkstatt -nix kaputt, nur ein paar neue Dinge müssen dran. Das hat wegen vielerlei Faktoren seeeehr lange gedauert- bzw dauert auch noch an-dass wir nicht fahren konnten. Der Erdbeerkuchen, den ich mitnehmen wollte, musste dann natürlich trotzdem gemacht werden, und natürlich auch gegessen. OmaM war seeeehr großzügig beim Schneiden der Stücke, und so gab es Riesenportionen für alle! *hmmmm*

5. Sache: Mal eben Platz für die Fahrräder gemacht

7Sachen159_06Seit wir de Terrasse gemacht haben stand in der Garage noch ein riesiger Sack Splitt im Weg herum, die Fahrräder passten kaum noch hinein, zumindest nicht, wenn auch noch ein Gehweg frei bleiben sollte. Also wollte ich den Splitt wegräumen, in unser “Steinelager” – ein Schuppen im Garten. Das Lager war aber total verrümpelt, also musste es erst mal ausgeräumt werden. Die Pflanzentöpfe, die da hineingestellt waren mussten auch erst mal weggeräumt und woanders untergebracht werden, also musste ich im ehemaligen Gewächshaus, das ebenfalls als Lagerraum dient, erst mal aufräumen und entrümpeln. Das ganze zog also einen Rattenschwanz hinter sich, was aber jetzt in überraschend ordentlichen Lagerräumen und Garage endete. Und wo ich grade dabei war räumte ich auch noch die anderen überdachten Flächen auf. Gefällt mir sehr, sehr gut!

6. Sache: Abendessen

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Der große Sohn, der ja wegen der Wattebällchensache in Helfstimmung war übernahm das Abendbrot machen. Er schmierte Brote, machte Stibitzerkäsestücke und schnibbelte Möhren.

7Sachen159_07Er hat sogar die Tochter dazu bekommen, das ungeliebte dunkle Toast zu probieren, von dem sie immer behauptet dass es üüüüüüberhaupt nicht schmeckt (obwohl sie es nie probiert hat)-er hat einfach helles Toast auf dunkles Toast gelegt, dann sah man die dunkle Seite der Macht nicht… (Und Madame war hinterher gar nicht sauer, dass sie reingelegt wurde… das größe Wunder an alledem 😉 )

7. Sache: Bienen begucken

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Ich wollte die Rähmchen durchsehen, ob ich Weiselzellen, also Königinnenzellen entdecke. Diese Zellen werden gebaut, wenn das Volk schwärmen will. Beim letzten durchsehen habe ich ein paar Waben gefunden, an denen zumindest eine große, ausgebeulte Zelle dran war. Das hat mich doch etwas nervös gemacht und ich wollte heute mal durchgucken ob noch mehre daran sind. Aber dann fand ich stattdessen die Königin…

7Sachen159_08Das ist die große Biene in der Mitte, der eine andere Biene im Nacken sitzt.

Die Königin saß oben auf den Rähmchen und wurde geputzt und gefüttert und bewacht- und ich wusste gar nicht so recht was ich tun sollte… wir haben uns das erst mal angesehen, aber irgendwie wollte ich doch, dass sie wieder hinein geht… und das herausnehmen der weiteren Rähmchen fiel mir dann deswegen auch irgendwie schwer. Ich merke, ich muss noch viel im Umgang mit den Bienen lernen und mehr Selbstvertrauen bekommen, damit das mit uns gut klappt…

Aber immerhin habe ich mir das Rähmchen angesehen, in dem ich beim letzten Mal die große Zelle gesehen hatte- die war nicht mehr da, zugebaut mit Brutwaben. Vielleicht hab ich mich auch nur verguckt beim letzten Mal, oder es war etwas ganz anderes? All the things I have to learn…

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Kickboxen

Funktioniert doch so, oder?

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10 Dinge, die das Gärtnern/mein Garten mich gelehrt hat

Bei den Gärtnerinnen forderte Pia mich in den Kommentaren dazu auf, auch mal 10 Dinge aufzuschreiben, die mich das Gärtnern so gelehrt hat. Also, los gehts!

1.: „Kann man wie Spinat verwenden“ heisst noch lange nicht, dass es auch so schmeckt. Oder überhaupt schmeckt. Ja, ich schaue Dich an, Giersch, und Dich, Brennessel! Also doch weiterhin konventionell mit Stumpf und Stiel ausreißen und hoffen, jedes Wurzelfädchen erwischt zu haben.

(Zum Glück mögen die Kinder den Giersch. Ehrlich…die laufen quasi grasend… gierschend… im Garten herum, und wenn ich anmerke, dass es jetzt vielleicht auch mal gut sei, weil die Zähne so langsam ganz grün sind, meinen sie immer nur: „Aber is doch so lecker!!“ * schüttel * )

2.: Wenn ich im April glücklich denke, dass ich den Wildwuchs aber ECHT gut im Griff habe, dieses Jahr so, dann belehrt mich der Mai eines besseren. Je-des Mal!

3.: A Propos Wildwuchs: Ein Garten kann noch so wildromatisch verwuchert sein, wenn die Rasenfläche ordentlich gemäht ist sieht es gleich nach Parkanlage aus! Hach!!!!

4.: Auch wenn anderenorts das Töten leicht von der Hand geht, ich bin kein Fan davon, Käfer zu zerquetschen, Schnecken zu zerschneiden, Raupen zu zerschreddern. Ich sammele mit den Kindern vorsichtig die Tierchen ein, sachte, dass keinem ein Haar gekrümmt wird, denn es sind ja Lebewesen. Wir legen sie vorsichtig in ein Eimerchen oder in eine Dose. Dann bestaunen wir die kleinen Beinchen, die Flügelchen, de Fortbewegungsarten, und sind ganz eins mit der Natur…

…und wenn wir uns alles angeschaut haben, schütten wir den Hühnern das Festmahl aus Krabbeltieren ins Gehege und erfreuen uns am guten Appetit unserer gefiederten Freunde!

5.: Topinambur ist sehr vermehrungsfreudig, wird von Wühlmäusen gerne ausgegraben und in Vorratslagern versteckt, und dann hat man den ganzen Garten mit hübschen Topinamburpflanzen voll. Man kann die Knollen natürlich prima essen- roh und auch gekocht, aber sie machen unglaubliche Blähungen. Legendär ist Opas Suppe mit Topinambur, von denen die Kinder heute noch erzählen: „Erinnerst Du Dich noch an Opas Pups-Suppe?“ Ja. Tun wir alle. Sehr lebhaft…

6.: Wenn mich der Ausreißwahn packt, dann ist nichts mehr vor mir sicher,dann muss alles raus! Zum Glück haben wir genug wilde Stellen im Garten, die sogar mit meinem Ausreißwahn nie so ganz… ordentlich werden, so dass mir immer genug zum Ausreißen und abhacken bleiben wird! (Außerdem: Siehe Punkt zwei 😉 )

7.: Man kann einen absolut verwilderten Dschungelgarten tatsächlich in ein wunderschönes Stück Land verwandeln. Und ja, auch 1300 Quadratmeter Efeu, das über 150 noch auszureißenden Bäumen wächst, bekommt man in den Griff! Okay, weniger als 1300 Quadratmeter, irgendwo muss ja auch noch unser Haus stehen und so 😉 Aber! Efeu! Baumwurzeln! Nahezu weg!!

Oder um mal meinen Schwiegervater, mögeerinfriedenruhen, zu zitieren, der uns damals beim Hauskauf im Frühling dieses sagte: „Ihr müsst Euch damit echt keinen Stress machen, es muss ja nicht alles auf einmal gemacht werden! Wenn der Garten im Herbst fertig ist reicht das völlig!“ (Wir haben still in uns hineingelacht, und uns unseren Teil gedacht. Die Fertigstellung des Gartens hat dann auch nur wenige Jahre gebraucht, und immer noch gibt es eine wilde Ecke, in der noch viel Arbeit nötig ist… und wir wohnen hier schon 8 Jahre! Außerdem: Siehe Punkt zwei 😉 )

8.: Merke: Hänge kein Schild „Unkraut zu verkaufen, bitte selber pflücken“ in den Vorgarten, sonst könnten sich manche Nachbarn aufgefordert fühlen, ein paar Rosen abschneiden zu kommen…

9.: Spinat ernten, Wäschekörbe voll, und ihn zu Tiefkühlportionen für die Familie zu verarbeiten ist irgendwie wie Meditation. Klar, es ist viiiiel Arbeit, viel Gematsche und ziemlich zeitaufwändig- aber weil man ja weiß, dass das so ist nimmt man das so hin und macht einen Schritt, einen Atemzug, einen Besenstrich, bis die ganze Straße gefegt ist, und plötzlich ist man fertig, ohne dass man aus der Puste ist. .. Zumindest im Übertragenen Sinn, ganz frei nach Beppo Straßenkehrer. Und am Schluss hat man leckeren Spinat, den die ganze Familie gern isst!

10.: Gärtnern mit freilaufenden Hühnern ist immer ein Spass!

Wenn man buddelt hat man immer ein bis zwei Federbälle um die Beine, die aufgeregt das aufpicken, was man grade freigelegt hat, vorzugsweise das zappelnde da in der Erde. Und dann gucken die einen so lustig von der Seite an, wenn sie einen auffordern wollen, weiter zu buddeln!

Oder der Superpapa, der schreiend und mit den Armen wedelnd im Garten herum läuft, um seine geliebten Salatpflänzchen vor den gefiederten Monstern zu beschützen- Salat mögen die Damen nämlich genau so gerne wie der Superpapa…

Ich sag ja- alles immer wieder ein lustiger Anblick, wenn man Hühner hat 😉

So, und weil das hier ja ein Stöckchen ist, das geworfen werden will, werfe ich es einmal zu Jana!

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Gesellschaftsspiel

“Mama”, fragte das Töchterlein, “wie heißt nochmal das Spiel, wo man so dagegen hauen muss?”

Mama: “….öhm…. ”

Töchterlein: “Aaaaaaaaah, ich weiß wieder, Domina!”

Mama: “…”

(Nach kurzer Investigation stellte sich heraus: Sei meinte Domino, und die Steine fallen um, wenn man dagegen stupst. Soll mal jemand drauf kommen o.O )

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Imkerkurs Teil 2

Am Sonntag war der 2. Teil meines Imkerkurses. Der große Sohn und ich fuhren zusammen hin- Oma M passte solange auf Töchterlein und Krümel auf! Kleine Info vorweg: Wenn man die Bilder anklickt, dann kann man besser erkennen was drauf ist, grade bei den Bildern, die ich mit meinen unglaublichen Bildbearbeitungskünsten beschriftet habe- da kann man dann auch lesen, was ich geschrieben habe…

Zuerst hat Frank uns viele interessante Dinge über Bienen, die Haltung und das Imkern erzählt, dann ging es los zur Durchsicht an die BienenBox.

Wir zogen, soweit vorhanden, unsere Schutzkleidung an und die Box wurde geöffnet…

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…und öffneten die Box. Ganz schön was los da drinnen, die Bienen waren fleißig! Die Bienen sind genau einen Tag länger in der Box als Gracia, nur als Reminder =)

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Zuerst haben wir die Juteabdeckung abgemacht. Daran hatten sich schon eine Menge Bienen festgehalten, sie haben nämlich auch schon am Trennschied gebaut, was eigentlich als Abgrenzung dienen sollte…

Das Trennschied wurde dann weggeschoben, damit Platz ist, an die Rähmchen heranzukommen.

Bienenkurs2_03 In den Rähmchen waren die Waben schon gut ausgebaut, und auf dem nächsten Foto kann man gut erkennen, womit die Bienen ihre Waben so ausfüllen! Die gelb verdeckelten, etwas vorgewölbten Waben ganz oben sind das Brutnest. Zwischen den Brutwaben kann man vereinzelte Löcher erkennen. Die sind nicht zufällig da- mit diesen Löchern können die Bienen die Temperatur im Brutnest halten. Das Brutnest muss immer warm genug sein, damit die Bienen sich auch entwickeln können.

Die Waben, die etwas dunkelbraun von innen aussehen, sind mit Pollen gefüllt. Man kann anhand der Pollenfarbe erkennen, bei welcher Pflanze die Bienen sammeln- das kann man zum Beispiel hier nachsehen!

Ganz unten, neben der Hand, sind die weiß verdeckelten Honigwaben.

Pollen und Honig sind Futter, und deshalb sind Brutwaben auch immer von Futterwaben umgeben, damit die Bienen alles direkt zur Hand haben. (also, “Hand”…. Zu Rüssel und Beinchen und so vielleicht eher… 😉 )

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Die Box wurde weiter durchgeguckt, jeder der wollte durfte mal ran.

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Die Bienen benutzen meist die vorgegeben Rähmchen zum Wabenbau- es sind allerdings Wildtiere, und wenn sie entscheiden anders zu bauen, dann tun sie das auch:

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Hier haben sie davor noch ein Stückchen angebaut. Damit es noch zum nächsten Rähmchen passt haben sie da dann wieder eine Delle gebaut, in die das ausgebeulte Rähmchen genau hinein passt-

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Ich hab auch ein Rähmchen aus der Box herausgeholt 😉

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Das Trennschied wurde dann nach der Durchsicht von Frank von Bienen befreit, dann wurde der Wildbau entfernt. Die Bienen würden nämlich sonst daran weiter bauen, und die Waben würden sich miteinander verkleben. Bei weiteren Durchsichten würde dann alles kaputtreißen.

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Also ab damit!

Dann zogen wir den Varroaboden, die Gemüllwindel, aus der BienenBox heraus, um uns anzuschauen, was wir darauf erkennen können. Es lagen faserige Bällchen darauf, die uns überraschten, aber Frank erklärte uns dass die Bienen schon mal Holz nagen und die Fasern mit nach Hause bringen.

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Wir betrachteten die Gemüllwindel genauer. Darauf lagen (außer den Fasern) Wachsplättchen (die weißen Krümel), Pollen (die gelblichen Krümel) und tote Varroamilben (wir haben 2…oder 3…? gefunden). Außerdem das eine oder andere Leichenteil, Beinchen und so.

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Frank nahm eine Varroa auf den Finger, damit wir sie besser sehen können.

Ganz schön riesig, die Viehcher, wenn man das so im Vergleich zur Biene sieht! Das ist so, als würde uns eine rucksackgroße Milbe auf dem Rücken sitzen…. brrrrrr. Arme Bienen!

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Danach schauten wir noch in die konventionellen Beuten hinein. Frank arbeitet mit dem System Dadant, die anderen Beuten, die im Neuland stehen, sind ebenfalls Dadant. Man sieht, dass hier in den Rähmchen sogenannte Mittelwände, vorgefertigte Wachsplatten, eingefügt wurden, an denen die Bienen bauen können. In der Bienenbox wird das nicht gemacht, weil in der wesensgemäßen Imkerei die Biene Naturwaben bauen darf/soll. Mittelwände könnten aber eingefügt werden.

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Bei einem Volk war Frank sich fast sicher, dass es keine Königin mehr hat, weil es sehr schwach ist. Er suchte also die Waben , aber siehe da, es war doch eine drin!

Man sieht, dass sie viel größer ist als die Arbeiterinnen, sie hat auch einen viel längeren Hinterleib.

Bienenkurs2_15Und dann durfte jeder, der wollte, einmal am Honig naschen! Frank hielt uns die Honigwabe hin, und wir durften mit dem Finger hineinpieksen. Es war ganz weich, und der Honig quoll sofort heraus. Es schmeckte …nun ja, wie Honig, aber viel toller natürlich, weil es quasi direkt vom Ursprung kommt. Die Bienen saßen sogar noch daneben, während wir naschten.

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Als alles wieder ordentlich verpackt war und auch die Wächterbiene, die es auf Frank abgesehen hatte wieder weggeflogen ist setzten wir und wieder hin, Frank erklärte uns noch etwas – und dann bekam er einen Anruf! Ein Schwarm ist abgegangen, er solle ihn jetzt bitte einfangen kommen! Was für ein würdiges offizielles Ende für solch einen Kurs 😉 Das heisst, es war Ende für mich und den Sohn, die meisten anderen (die es nicht ganz so weit Heim hatten) fuhren mit und sahen zu, wie der Schwarm gefangen wurde.

Der Sohn war ganz froh, dass wir wieder heimfahren konnten, denn es war für ihn ein echt langer Tag. Zur “Belohnung”, dass er so gut mitgemacht hat holten wir uns Sushi als Abendessen, was ja sein Lieblingsessen ist- und verpassten deswegen unsere Bahn nach Hause um wenige Sekunden. Argh… Also noch eine Stunde länger warten… Gut, dass es in Köln am Hauptbahnhof einen Bücherladen gibt… also gab es, passend zum Imkerkurs, noch ein wabenförmiges Minecraftbuch 😉

Bienenkurs2_18Zu Hause gingen wir zwei dann direkt man zu Gracia, um dort ebenfalls nach dem Rechten zu sehen. Ichhatte das Volk einige Tage in Ruhe gelassen, weil sie nach der letzten Durchsicht noch nicht so viel gebaut hatten, und jedes Öffnen der Box bedeutet ja eine Störung.

Jetzt war ich aber dann doch neugierig.

Schon beim Öffnen des Deckels sah ich, dass Gracia ordentlich gebaut hat…

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…und beim Herausnehmen der Rähmchen habe ich gesehen, dass sie sich ordentlich an die Vorgabe gehalten haben 😉 Brave Bienen! Ich habe auch gesehen, dass Brut, Pollen und Honig in den Waben ist- alles bestens!

Bienenkurs2_17 Allerdings mochten sie das Öffnen überraschenderweise 😉 nicht so gerne, und ich war bald von ein paar ärgerlich summenden Bienen umringt- die zogen sich aber auch blitzschnell wieder in die Beute zurück, als  ich mich einfach gar nicht bewegt habe.

Ich hatte aber  auch schon alles gesehen, was ich sehen wollte, schloss den Deckel, und dann war der Bienenteil des Tages auch schon vorbei!

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Diäten töten!

Ich war mit den Kindern beim Restaurant “M” 😉

Der große Sohn bekam eine Apfelschorle im Pappbecher mit Plastikdeckel und las, was oben drauf stand. Plötzlich sagte er entsetzt: “Kann man von Apfelschorle sterben?!??”

Ich guckte ihn verwundert an und sagte: “Ööööööhm… man kann von zu viel Apfelschorle sicher auch sterben, aber ich kann Dir versichern, dass die Menge nicht ausreicht, um Dich zu vergiften oder so… Du könntest allerdings daran ertrinken, wenn Du es in die Lunge bekommst… Warum fragst Du?”

Er schaute beunruhigt auf den Becher und sagte: “Hier steht drauf, dass man sterben kann!”

Hm, dachte ich mir, ich weiß ja, dass die es mit den Warnhinweisen in Amerika etwas übertreiben, aber ich habe in Deutschland noch nie die Warnung gesehen: “Achtung, sie könnten an Apfelschorle sterben!”

“Bist Du sicher, dass das da steht?” fragte ich.

Er zeigte auf den Deckel. Dort stand “diet”.

“Und Mama, immer wenn man bei Minecraft stirbt, steht da auch ‘You died(t)'”

Ich hab es dann mal aufgeklärt….Englisch ist gar nicht so einfach zu verstehen! 😉

(Er war beruhigt und hat seine Apfelschorle dann bedenkenlos getrunken 😉 )

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7 Sachen #158, auch mit Bienen

Erfunden von Frau Liebe,  gesammelt von Anita von GrinseStern: sieben Sachen, die ich mit den Händen gemacht habe!

1. Sache: Krümel retten

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Krümel hat nämlich Panik vor Spinnen… (woher auch immer die Panik kommt…) Allerdings war er auch nicht so begeistert vom Staubsauger, “Denn wenn wir die Spinnen wegsaugen ist hier ALLES voller Fliegen!” Weil er sich aber auch nicht geraut hat, die drei Spinnen, die er gefunden hat, mit einem Becher einzufangen blieb doch nur der Staubsauger… falls er wieder eine findet, und ich ihn nicht rechtzeitig retten kann…

2. Sache: Wäsche verteilen

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Letzte Nacht habe ich stundenlang Wäsche gefaltet, weil es mein ja mein Hobby ist… und heute gab es fünf große Wäschekörbe voller gefalteter Wäsche, die auf die Zimmer verteilt werden wollten…

3. Sache: Mittagessen

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Spaghetti Bolognese, von Oma M gewünscht. Wenn sie schon den halben Tag Babysitten muss, dann darf sie sich auch wünschen was es zu Essen gibt 😉

4. Sache: Bienenkurs

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Oma M musste Babysitten, weil ich heute wieder nach Köln zum Kurs gefahren bin. Der große Sohn “durfte”/musste mitfahren, damit es zu Hause nicht zu viel Zank gibt und Oma nur 2 Kinder zu betüddeln hat. Im Kurs haben wir erst Imker Frank zugehört, der uns von Bienen und der Haltung erzählt hat, danach ging es an die Beuten. Mehr dazu kommt dann wieder in einem Extra-Beitrag!

5. Sache: Abendessen

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Sushi als Belohnung, weil der große Sohn so gut durchgehalten hat, obwohl es ihm zwischendrin eeeeecht langweilig war (was aber hauptsächlich an den langen Wartezeiten lag, bei den Bienen hat er gut zugeguckt!)

6. Sache: Hände in den Schoß legen

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Und mit dem Zug nach Hause fahren. Lustig in der Bahn: Ich hatte mein Captain Hammer Shirt an, eine Frau, die mir gegenüber saß, grinste mich an und meinte: “Tolles Shirt!! Gibt ja nicht so viele, die das kennen!” Wir haben noch ein bisschen über Geekshirts gefachsimpelt, dann musste sie aber schon aussteigen.

7. Sache: Eigene Bienen begucken

7sachen158-07Nachdem ich heute im Kurs die Bienen gesehen hatte, musste ich doch noch mal nach unseren Bienen gucken. Ich habe sie jetzt einige Tage in Ruhe bauen lassen, nur selten von der Seite reingespinxt. Heute habe ich richtig aufgemacht, und gesehen, dass die Bienen ordentlich gebaut haben! Ich habe einige Waben herausgenommen und angeguckt, aber Gracia ist ziemlich ärgerlich geworden und hat mir ein paar aufgeregte Wäschterbienen entgegen geschickt…also alles wieder ordentlich weggepackt, zugemacht und die Damen in Ruhe weiter bauen lassen. Ich habe aber fast alles gesehen, was ich sehen wollte, nur die Königin habe ich noch nicht gefunden. Das ist aber eigentlich auch nicht nötig, weil ich gesehen habe, dass Nachwuchs entsteht. Alles prima im Schwarm!

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Gewonnen!!

Juhuu, juhuu, ich hab was gewonnen! Wenn das so weiter geht, brauchen wir bald ein ganzes Bücherregal, nur für Bücher von Vivian 😉 (Ein Regalbrett ist jedenfalls schon gut gefüllt ;-))

BuchgewinnDas Paket wurde bei uns in einen ganz speziellen, extra großen Briefkasten geworfen- das Auto! Ich habe nämlich die Fenster aufgelassen, weil ich bald wieder wegfahren wollte. Als ich dann ins Auto eingestiegen bin war ich etwas verwundert, dass da etwas lag…

 

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Ich wurde erhört!

Ich habe heute jubiliert, als ich im Supermarkt gesehen habe, dass es jetzt Mini-Hamburgerbrötchen gibt! Für die Zwerge sind selbstbelegte normalgroße Brötchen nämlich immer zu unhandlich, und irgendwie wurden die am Ende mit Besteck gegessen, weil sie eh so auseinandergefallen waren, dass nix anderes mehr ging.

Jetzt also Minibrötchen, ich freue mich!

MiniburgerTotal niedlich, und viel handlicher! Krümel hat drei davon verputzt! (Auf dem Bild wartet er grade darauf, meinen Burger zu bekommen, weil seiner so schnell aufgefuttert war, aber die böse Mama muss erst mal das Essen fotografieren…)

Total niedlich auch der Krümel, der heute als erstes meiner Kinder beim Frisör war und jetzt wieder aus den Augen gucken kann ohne Vorhang 😉 Er hat ganz gut mitgemacht und hat nicht gezappelt, jetzt ist er “der Schönste aus dem ganzen Kindergarten!!”

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