Die Elementenlehre bei Plato
Plato (ca. 427 - 347 v. Chr.) nimmt ebenfalls an, dass Elemente aus Korpuskeln bestehen. Plato ist stark von der pythagoräischen Geometrielehre beeinflusst. Er führt die Elemente zurück auf Dreiecksgeometrien:
Aufgrund geometrischer Überlegungen hält Plato die in einem Körper enthaltenen Elemente Feuer, Wasser und Luft für teilbar. Durch entsprechende Neukombination der Dreiecke kann ein neuer Stoff entstehen. Beispielsweise lässt sich ein Ikosaeder mit 20 Dreiecken in fünf Tetraeder überführen. Lediglich das Element Erde ist in diesem Zusammenhang nicht ein ein anderes umwandelbar [Haage 1996, S.21f; Priesner / Figala 1998, S. 125; ebd., S. 249f; Gebelein S. 134 ff ].
Als Begriff für die vier Elemente verwendet Plaon übrigens stoicheion, der sich im heutigen Begriff Stöchiometrie wiederfindet. Stoicheon ist ins lateinische übersetzt elementum [Priesner / Figala 1998, S. 125; ].
Interessant ist, dass Plato den Pentagondodekaeder als Symbol für das Weltganze verwendet: "Den fünften regulären Körper, das Pentagondodekaeder, gebraucht Gott zum Entwurf des Ganzen" [Plato, Timaios 53 c - 57 c, Quelle wird nachgereicht]