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Anaximander von MiletMoerser   French, J. 1651, S.42 French, J. 1651, S.44 French, J. 1651, S.28 French, J. 1651, S.65 French, J. 1651, S.23
 

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Naturphilosophen
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Anaximander von Milet 

Anaximander von Milet (ca. 610 - 550 v. Chr.)

Anaximander war Schüler und Zeitgenosse von Thales. Er versuchte, die Welt umfassend zu erklären. Von ihm könnte es durchaus bereits schriftliche Quellen gegeben haben, da sich nachfolgende Chronisten wie Theophrast darauf beziehen.

Astronomische Arbeiten

Vermutlich führte Anaximander den Gnomon in Griechenland ein, ein Stab um den Sonnenschatten zu verfolgen. Weiterhin sagt man ihm nach, dass er als erster eine Weltkarte entwickelt hat. Zur Entstehung des Kosmos schreibt Ps.-Plutarch in Storm, 2: "Er sagt, das, was von Ewigkeit her Warmes und Kaltes erzeugt, sei bei der Entstehung dieser unserer Welt abgesondert worden; und daraus sei dann eine Art Feuerkugel um die Erde umgebende Luft herum hervorgegangen, wie Rinde um einen Baum herum. Als diese Kugel geplatzt war und in bestimmte Kreise eingeschlossen wurde, seien die Sonne, der Mond und die Sterne entstanden".[Kirk et. al. 2001, S. 143]

Die Erde befindet sich in einem Gleichgewichtszustand und schwimmt nicht, wie bei Thales auf dem Okeanos.

Das Unbegrenzte

Anaximander von Milet (ca. 610 - 550 v. Chr.) verlässt die Seinsebene und beschreibt ein abstraktes, unbegrenztes Prinzip, welches nicht wahrnehmbar ist : "Der Ursprung dessen, was ist, ist das Apeiron. Woraus aber das, was ist, entsteht, darin vergeht es auch wieder mit Notwendigkeit, denn die Dinge leisten einander Buße und Vergeltung für ihr Unrecht nach der Ordnung der Zeit" [Diels 1922, S. 12].

Das Apeiron ist ewig und göttlich. Im Gegensatz dazu ist alles Seiende vergänglich: "...von Unbegrenztem aber gibt es keinen Anfang... . Vielmehr scheint dieses der Anfang von allem zu sein, alles zu umfassen und alles zu steuern, wie das all die sagen, die neben dem Unbegrenzten keine anderen Ursachen wie etwa den Geist oder die Liebe ansetzen. Ferner sei dieses das Göttliche, denn es ist unsterblich und unzerstörbar, wie Anaximander sagt und die meistern der alten Naturphilosophen" [Aristoteles Phys. G4, 203b7 zitiert nach Kirk et. al. 2001, S. 125f].

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